12.05.2020 | Reise Reisewarnung: Bezahlt die Krankenversicherung trotzdem im Ausland?

Immer mehr Länder erwägen die Grenzöffnungen, wodurch ein Urlaub oder ein Ausflug ins Ausland möglich wäre. Doch wie schaut es mit dem Versicherungsschutz aus?

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Bis mindestens 14. Juni gilt eine weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Immer mehr Länder erwägen aber schon jetzt eine Grenzöffnung, dadurch wären Reisen theoretisch wieder möglich. Gerade über Pfingsten vereisen erfahrungsgemäß viele Menschen.

Doch wie schaut es aus, wenn ihr trotz Reisewarnung ins Ausland fahrt und euch hier unglücklicherweise verletzt? 

Gesetzliche Krankenkasse übernehmen Kosten

Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) bestätigt auf ANTENNE BAYERN Anfrage, dass die gesetzlichen Krankenversicherungen auch trotz Reisewarnung zahlen, wenn euch im Ausland etwas zustößt oder ihr krank werdet. Darunter zählen alle notwendigen ärztlichen Behandlungen, die nicht aufgeschoben werden können. 

Auch die Versicherungskammer Bayern bestätigt den Versicherungsschutz. Die Reisewarnung des Auswärtigen Amts ist juristisch gesehen kein Reiseverbot, deswegen gibt es keine Leistungshinderung, so ein Sprecher.

Gesetzliche Krankenkasse nicht überall akzeptiert

Selbst bei Reisen im EU-Ausland wird eine Auslands-Reisekrankenversicherung empfohlen. Bei eurer gesetzlichen Krankenkasse bekommt ihr zwar eine Versicherungskarte, die in der gesamten EU gilt, jedoch wird diese nicht immer akzeptiert. Auch der Rücktransport aus dem Ausland zurück nach Deutschland ist oftmals in der gesetzlichen Auslandskrankenversicherung nicht enhalten.