22.04.2020 | Technik 30 Jahre Internet: Eine Bilanz über die Vor- und Nachteile der Revolution

Eine Welt ohne Internet? Für die meisten – vor allem jungen – Menschen wäre das undenkbar. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass das World Wide Web nicht mehr war als eine Utopie. Ein Rückblick.

Verfügbar für die breite Bevölkerung wurde das Internet erst vor knapp 30 Jahren und bis es sich auch im privaten Gebrauch durchgesetzt hatte, verging ein weiteres Jahrzehnt. Das Piepen des Routers beim Einwählen und die Abrechnung nach Minuten – wer in den 90ern bereits alt genug war, um einen Computer zu nutzen, erinnert sich daran mit Sicherheit.

Das Internet war damals noch teuer und ein Luxusgut, das sich längst nicht jeder leisten konnte. Mittlerweile ist WLAN zum Standard geworden, ebenso günstige Flatrates und das mobile Surfen mit dem Smartphone. Das Internet hat die Welt vor allem in den vergangenen zwei Jahrzehnten grundlegend verändert und dabei viele Vor-, aber auch einige Nachteile mit sich gebracht. Zeit, um eine Bilanz zu ziehen!

Das Internet als fester Teil des Alltags

Heutzutage muss sich niemand mehr umständlich ins Internet einwählen oder dadurch eine hohe Rechnung befürchten. Selbst das mobile Surfen im Ausland ist mittlerweile so günstig wie nie zuvor und die Verbindung wird immer stabiler sowie flächendeckender. Vermutlich wird es nicht mehr allzu lange dauern, bis überall – vielleicht sogar kostenfrei – gesurft werden kann und das Internet ebenso zur Infrastruktur zählt wie die Wasser- oder Stromversorgung.

Fällt es einmal aus, bricht schnell das Chaos aus. Firmen können nicht mehr arbeiten, Jugendliche nicht mehr streamen und die Kommunikation via WhatsApp ist lahmgelegt, was einer Isolation von der Außenwelt gleicht. Tatsächlich bricht für viele Menschen, vor allem für die jungen „Digital Natives“ beinahe eine Welt zusammen, wenn sie einmal für einige Stunden oder sogar Tage keinen Zugriff auf das Internet haben. Immer mehr Personen sind sogar im wahrsten Sinne des Wortes süchtig nach dem Surfen im Netz, dem Online-Shopping oder Gaming.

Fluch oder Segen?

Da stellt sich die Frage, ob die Erfindung des Internets tatsächlich ein kompromissloser Segen für die Gesellschaft war. Schließlich bringt es neben der Suchtgefahr noch zahlreiche weitere Nachteile mit sich. Demgegenüber wäre die Digitalisierung, wie ihr sie derzeit erlebt, nicht ohne diese Form der Vernetzung möglich gewesen. Dadurch ist sie schließlich aktuell der wichtigste Antrieb für den technologischen Fortschritt.

Es gibt also auch viele Argumente, die dafür sprechen, dass das Internet alles in allem einen Segen darstellt. An diesem Punkt wird also bereits ersichtlich, dass es sich um ein komplexes Thema handelt. Es lohnt sich daher, dieses für euch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Nachteile und Gefahren durch das Internet

Sicherlich sind euch viele Schattenseiten des Internets aus der eigenen Erfahrung bekannt. Vor allem, wenn ihr noch die Zeit vor der globalen Vernetzung miterlebt habt, könnt ihr einen hervorragenden Vergleich anstellen – und werdet enorme Unterschiede feststellen, wenn es darum geht, wie das alltägliche Leben damals aussah und heute aussieht. Immer wieder werden zum Beispiel folgende Entwicklungen kritisiert:

1. Der persönliche Kontakt nimmt ab

Das Internet macht es einfacher, mit Menschen in Kontakt zu kommen beziehungsweise zu bleiben. Soziale Netzwerke oder Messenger-Dienste gehören daher mittlerweile unverzichtbar zur Gesellschaft und selbst viele  ältere Generationen nutzen WhatsApp und Co, um zum Beispiel mit ihren Enkelkindern zu kommunizieren. 

Doch das Verlagern der Kommunikation auf digitale Kanäle bringt eben auch mit sich, dass immer weniger persönlich gesprochen oder sich getroffen wird. Auf gut Deutsch: Plötzlich hängt jeder nur noch am Smartphone und tiefgehende Gespräche oder einfach ein lustiger Abend unter Freunden werden seltener. Vor allem bei den jüngeren Generationen ist diese Entwicklung zu beobachten.

2. Die Absprachen werden unverbindlich

Nicht nur, dass sich seltener verabredet wird, sondern diese Absprachen sind auch noch unverbindlicher. Wie ihr vielleicht aus eigener Erfahrung kennt, werden die Treffen kurzfristig abgesagt oder verschoben – denn Messenger-Dienste machen es möglich. Früher hätte das noch bedeutet, dass der „Versetzte“ vergeblich am vereinbarten Treffpunkt steht und wütend oder enttäuscht wartet.

Heutzutage reicht ein kurzes „Kann doch nicht“ oder „Lass es uns verschieben“ und schon ist alles gut – zumindest scheint es so. Viele Menschen sind dennoch wütend und genervt über diese Entwicklung hin zur Unverbindlichkeit.

3. Die Aufmerksamkeit sinkt

Selbst, wenn es zu einem Treffen kommt, ist die Aufmerksamkeit bei vielen Menschen ständig auf dem Handy. Das Smartphone liegt beim Essen selbstverständlich mit auf dem Tisch und regelmäßig wird das Gespräch unterbrochen, weil es piept oder blinkt. Viele Menschen  blicken sogar während des Gesprächs auf ihr Smartphone und machen „Multitasking“ oder hören dem anderen gar nicht zu. Das hat zur Folge, dass die Qualität von persönlichen Treffen und sozialen Beziehungen im Allgemeinen stetig sinkt. Dabei ist es gerade sie, die für das Lebensglück eines Menschen so wichtig ist

4Das Internet birgt neue Gefahren

Gewiss kennt ihr auch einige der Gefahren, welche im Internet lauern, denn diese sollten jedem bewusst sein, der darin surft. Dabei handelt es sich einerseits um Viren, Trojaner oder andere „Phishing“-Methoden, andererseits aber auch um eine Vielzahl an Betrügern. Hacker machen vor allem Unternehmen das Leben schwer und wer online Ware bestellt, kann sich eventuell nicht ganz sicher sein, ob oder in welchem Zustand diese auch ankommt.

Außerdem wären da noch die Datenschutzrisiken, welche überall im Internet zu befürchten sind. Diese kurze Auflistung macht also deutlich, dass durch das World Wide Web neue Wege entstanden sind, die Sicherheit der Menschen zu gefährden und dass ihr gewisse Grundregeln beachten müsst, wenn ihr online unterwegs seid, um eben nicht Opfer von Internetkriminalität zu werden.

5. Kinder müssen besonders geschützt werden

Vor allem Kinder sind sich dieser Risiken häufig nicht bewusst und somit im Internet gewissen Gefahren ausgesetzt. Umso wichtiger ist es, dass die Eltern kontrollieren, wann und wie ihre Kinder mit dem Netz in Berührung kommen.

Sie haben also eine wichtige Erziehungsaufgabe zu leisten und müssen ihrem Sohn oder ihrer Tochter gezielt beibringen, wie er oder sie möglichst sicher im World Wide Web unterwegs sein kann. Denn früher oder später kommt heutzutage jeder mit dem Internet in Berührung, was durchaus sinnvoll ist, schließlich bringt es auch zahlreiche Vorteile mit sich.

Die Vorteile, die das Internet gebracht hat

Dass das Internet die Welt grundlegend verändert hat, steht außer Frage. Es hätte sich aber nicht so schnell und flächendeckend durchgesetzt, wenn es nicht auch Vorteile mit sich gebracht hätte. Viele der genannten Nachteile und Gefahren sind sozusagen nur unvermeidbare Begleiterscheinungen einer Entwicklung, die den Alltag der Menschen grundsätzlich besser gemacht hat:

1. Internet bedeutet Informationen

Informationen und Wissen sind heutzutage die mitunter wichtigsten Erfolgsfaktoren – für Unternehmen, aber auch für jeden einzelnen Menschen. Und genau diese stellt das Internet zur Verfügung. Heutzutage kann beinahe jede Information über Suchmaschinen innerhalb von wenigen Sekunden recherchiert werden.

Jeder Nutzer kann sich zudem solche Informationen aus verschiedensten Quellen einholen, auch aus anderen Ländern, und sogar selbst preisgeben. Denn das Internet hat Informationen unabhängig gemacht von den großen Medienanstalten. Jeder kann heutzutage als „Reporter“ oder „Blogger“ tätig sein. Er kann Informationen auf Social Media kommentieren oder viral verbreiten. Es gibt sozusagen einen Rückkanal, sprich der Internetuser ist nicht mehr nur Konsument von Informationen, sondern kann direkt mit diesen interagieren.

Allerdings lauert auch hier natürlich wieder ein Risiko, denn einige Menschen verbreiten bewusst oder unbewusst Falschinformationen im Netz. Gleichzeitig ist es häufig schwer, Informationen im Internet auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen.

Zudem bietet das Netz eine Plattform zur Verbreitung von rechtsradikalen Botschaften, Gewaltdarstellungen oder anderen ungewünschten Inhalten, die vor allem für Kinder gefährlich sind. An dieser Stelle wird also erneut bewusst, dass das Internet ein zweischneidiges Schwert ist. Dennoch hat diese neue Art der Informationsbeschaffung die Menschen insgesamt unabhängiger und selbstbestimmter werden lassen, was durchaus positiv zu bewerten ist.

2. Meinungsfreiheit kann gelebt werden

Diese Entwicklung ermöglicht auch, dass Meinungsfreiheit mehr denn je gelebt wird. Wie bereits erwähnt, kann schließlich jeder im Internet eigene Inhalte posten, zum Beispiel auf einem Blog oder auf seinem Social-Media-Profil. Somit werden die Bürger mündig und können sich auch besser wehren, wenn ihnen gewisse Dinge wie politische Entscheidungen nicht gefallen. Das Internet ist also zu einem starken Machtinstrument für den einst kleinen Bürger geworden und zu einer Plattform, auf der jeder mitsprechen kann.

Besonders in Ländern ohne demokratische Regierung, in denen Zensur und Überwachung stattfinden, bietet das Internet möglichkeiten für Menschen, ungeschönte Berichterstattung zu finden oder sich untereinander ohne Angst auszutauschen.

3. Neue Berufe und Arbeitsplätze

Aber auch aus wirtschaftlicher Hinsicht ist das Internet eine positive Entwicklung, denn es hat zahlreiche neue Berufe sowie Arbeitsplätze geschaffen. Vermutlich arbeitet auch ihr direkt oder indirekt über das Internet, denn die meisten Unternehmen sind heutzutage unverzichtbar darauf angewiesen – zum Beispiel für die internationale Kommunikation mit ihren Kunden oder das Marketing

IT-Spezialisten werden derzeit händeringend gesucht und genießen beste Karrierechancen. Zudem gibt es zahlreiche Startups, deren Geschäftsmodell eng mit dem Internet verknüpft ist. Auch immer mehr Berufe, die rein über das Internet stattfinden, zum Beispiel eben jener des Reisebloggers, waren noch vor wenigen Jahren unvorstellbar. Mittlerweile gibt es hingegen zahlreiche digitale Nomaden, die um die Welt ziehen und über das World Wide Web dabei Geld verdienen können.

4. Das Internet bedeutet (mehr) Freiheit

Die Menschen können heutzutage also viel freier entscheiden, wo und wie sie ihr Geld verdienen möchten. Das gilt nicht nur für Selbständige wie die digitalen Nomaden, sondern auch für die Arbeit im Homeoffice oder für die Remote Work. Solche Arbeitsmodelle gehören mittlerweile bei vielen Unternehmen zum ganz normalen Alltag und bieten den Erwerbstätigen viel bessere Möglichkeiten für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder eine ausgewogenere Work-Life-Balance. Alles in allem, bietet das Internet euch also deutlich mehr Freiheiten, sei es beruflich oder privat wie eben bei der Meinungsäußerung.

5. Internet als Grundlage für neue Technologien

Und noch ein wirtschaftlicher Aspekt will an dieser Stelle erwähnt werden: Das Internet war die Grundvoraussetzung für die Entwicklung zahlreicher Technologien. Das Smartphone zum Beispiel oder das Smart TV – viele der digitalen Geräte, welche heutzutage in beinahe jedem deutschen Haushalt zu finden sind, basieren auf der Technologie des Internets.

Das hat natürlich ebenfalls viele Arbeitsplätze geschaffen und wird dies auch weiterhin tun, denn die Forschung an solchen Innovationen läuft auf Hochtouren. In absehbarer Zeit wird es aller Wahrscheinlichkeit nach vernetzte Häuser, vernetzte Autos und so weiter geben. Manch einer fühlt sich dadurch möglicherweise dauerhaft überwacht, doch die meisten anderen sehen darin vor allem die Vorteile, denn diese Vernetzung macht das Leben deutlich einfacher.

6. Keine Globalisierung ohne das Internet

Das gilt zum Beispiel für die Kommunikation. Denn durch das Internet konnte die Globalisierung vorangetrieben werden. Heutzutage ist es einfacher denn je, mit Personen am anderen Ende der Welt zu kommunizieren. So könnt ihr im privaten Bereich den Kontakt zu Freunden halten, auch, wenn diese vielleicht gerade auf Reisen sind.

Im beruflichen Kontext erleichtert die sekundenschnelle weltweite Kommunikation die Zusammenarbeit mit ausländischen Unternehmen. Das Internet war also der hauptsächliche Treiber der Globalisierung und hat dafür gesorgt, dass die Welt enger zusammenwächst und sich mehr als Einheit begreift als noch vor der Erfindung des Internets. Das mag natürlich nicht für alle Länder gelten, denn Krisenherde gibt es immer, doch insgesamt wird in der Wirtschaft sowie Gesellschaft heutzutage weniger national gedacht und mehr global.

7. Auch Geldgeschäfte werden revolutioniert

Aber nicht nur die Kommunikation und das Arbeiten werden durch das Internet einfacher. Auch Geldgeschäfte wurden und werden weiterhin durch diese Entwicklung revolutioniert. Das gilt zum Beispiel für Bankgeschäfte, denn heutzutage kann jeder über das Online-Banking seine Überweisungen tätigen, Daueraufträge bearbeiten oder Kontoauszüge einholen.

Wer Waren im Internet kauft, kann diese direkt online bezahlen und sogar Kredite können mittlerweile über das World Wide Web aufgenommen werden. Häufig ist dafür nicht einmal mehr der Gang zur Bank notwendig, sondern Indentifikationsverfahren wie beispielsweise die sogenannte elektronische Unterschrift reichen vollkommen aus, was den Prozess erheblich beschleunigt. Auch weitere Geldgeschäfte, wie das Zahlen von Steuern, das Investieren in Aktien und viele mehr lassen sich dadurch ganz einfach über das Internet tätigen. Ihr habt also die Möglichkeit, jegliche Finanzgeschäfte einfacher und schneller als jemals zuvor zu erledigen.

8. Online-Shopping und der E-Commerce

Dann wäre da noch das Online-Shopping, welches gewiss auch ihr regelmäßig nutzt. Durch das Internet ist es nämlich möglich geworden, beinahe alles zu finden und zu bestellen, was sonst nur im stationären Handel verfügbar wäre – oder sogar nur im Ausland. Plötzlich könnt ihr jederzeit und von jedem beliebigen Ort aus die gewünschten Waren kaufen, ohne auf Öffnungszeiten achten oder Fahrtwege in Kauf nehmen zu müssen.

Ihr spart euch also Zeit und in vielen Fällen auch Geld, denn die große Auswahl im Internet sorgt zugleich für einen einfacheren Preisvergleich. Selbst, wenn die Ware vom anderen Ende der Welt kommt, wird sie euch dann bequem bis an die Haustür geliefert. Diese zahlreichen Vorteile machen es kaum verwunderlich, dass der E-Commerce in rasantem Tempo wächst und somit auch wiederum aus wirtschaftlicher Perspektive eine wertvolle Erfindung im Zusammenhang mit dem Internet darstellt.

9. Das World Wide Web bietet Unterhaltung

Neben all diese praktischen Funktionen, bietet das Internet euch auch schlichtweg eine neue Form der Unterhaltung. Ihr könnt hier Videos ansehen, Filme streamen, durch Social-Media-Profile stöbern, in Online-Magazinen lesen, Webradio hören oder Onlinespiele zocken. Die Möglichkeiten sind beinahe endlos und so findet quasi jeder Nutzer irgendeine Form von Unterhaltung im Web, die ihn anspricht. Dementsprechend prägt das Internet mittlerweile maßgeblich das Freizeitverhalten vieler Menschen, vor allem der jüngeren Generationen.

Zwar bemängeln einige, dass sie zu viel Zeit vor den digitalen Medien verlieren – wertvolle Freizeit also, die sie lieber mit Freunden oder der Familie verbringen möchten – doch schlussendlich könnt ihr darüber natürlich frei entscheiden. Wer also die richtige Balance findet, genießt im Internet eine Menge Unterhaltung und hat dennoch ausreichend Zeit für persönliche Kontakte. 

10. Eine neue Form von Dating

Sogar die Liebe und das Dating haben sich durch das Internet verändert. In einer Beziehung ist plötzlich ein ständiger Kontakt möglich, zum Beispiel über WhatsApp oder soziale Netzwerke, die zudem die Möglichkeit bieten, seinen „Beziehungsstatus“ öffentlich zu machen. 

Wer wiederum nicht in einer Beziehung ist, der hat mit großer Wahrscheinlichkeit mindestens eine Dating-App auf dem eigenen Smartphone installiert. Niemals zuvor war es für euch einfacher, neue Leute kennenzulernen. Denn auf Tinder, Lovoo & Co genießt ihr eine riesige Auswahl an potenziellen Partnern aus der Region.

Dadurch könnt ihr in kurzer Zeit viele neue Menschen kennenlernen, wie es früher nur sehr extrovertierten Menschen möglich war. Auf diesem Weg steigt natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass aus einem dieser Chats ein Date oder schlussendlich noch mehr entsteht. Mittlerweile gibt es dementsprechend viele Paare, die sich über das Internet kennengelernt haben.

Allerdings wird auch an dieser Stelle häufig bemängelt, dass Beziehungen unverbindlicher werden. Denn es fällt bei der großen Auswahl schwieriger, sich festzulegen und wenn die Liebe kriselt, ist die Verlockung groß, sich schnellen Ersatz zu suchen, anstatt an der Beziehung zu arbeiten. Zudem erleichtert das Internet auch das Fremdgehen. Es hat die Liebe also tatsächlich verändert, allerdings nicht nur positiv.

Fazit

Dieses ist somit ein weiteres Beispiel, das verdeutlicht, inwiefern die Erfindung des Internets nicht nur schwarz oder weiß ist. Wie alles im Leben hat auch diese Medaille zwei Seiten. Unbestritten ist aber, dass es die Welt, wie ihr sie heutzutage kennt, ohne das Internet nicht gäbe. Viele, vor allem ältere, Menschen trauern ein wenig der Zeit vor dem World Wide Web nach. Doch insgesamt betrachtet hat es mehr Vorteile als Nachteile mit sich gebracht und den Alltag in vielen Bereichen deutlich vereinfacht.

Die meisten von euch würden daher vermutlich der Aussage zustimmen, dass das Internet eine gute Erfindung war und ihr nicht mehr darauf verzichten möchtet. Dennoch kommt es auf die richtige Balance sowie den vorsichtigen Umgang mit dem Internet an – dann könnt ihr viele der genannten Nachteile präventiv umgehen und stattdessen bestmöglich von den neuen Möglichkeiten profitieren. Denn wenn eines klar sein dürfte, dann, dass das Internet auch in Zukunft bleiben und sich weiterentwickeln wird. Es ist also spannend, welches Ergebnis die Bilanz nach 40 Jahren bringen wird.