15.07.2020 | Technik Achtung WhatsApp-Kettenbrief: „Grusel-Goofy“ bewegt Kinder zu gefährlichen Aktionen

Cyber-Kriminologe​ Dr. Th​omas-Gabriel Rüdiger warnt vor einem neuen Kettenbrief in sozialen Netzwerken. Kinder und Jugendliche werden hier zu gefährlichen, teilweise lebensbedrohlichen Aufgaben aufgefordert.

In den sozialen Netzwerken geht aktuell ein neuer gefährlicher Kettenbrief um. Betroffen sind die Plattformen WhatsApp, Instagram und TikTok. Vor diesem neuen Trend warnt auch der Cyber-Kriminologe Dr. Thomas-Gabriel Rüdiger.

Kinder bekommen lebensgefährliche Aufgaben

Auf den genannten Plattformen gibt es demnach zahlreiche Accounts mit der "Goofy-Gruselfratze". Diese Accounts senden wahllos Kontaktanfragen an Kinder und Jugendliche. Nimmt derjenige die Kontaktanfrage an, landet im Postfach des Betroffenen eine Nachricht mit einem Link. Dieser führt zu einer Aufgabenliste, die das Kind oder der Jugendliche ausführen soll.

Ähnlich wie bei anderen Grusel-Challenges werden die Aufgaben immer härter, teilweise sogar lebensgefährlich. Im letzten Jahr hatte die Momo-Challenge bereits für Schlagzeilen gesorgt und weltweit sogar einige Todesopfer gefordert. Hier hatte sich die Aufgabenliste schnell über WhatsApp als Kettenbrief weiterverbreitet.

Wie können Eltern reagieren?

Der Cyber-Kriminologe empfiehlt Eltern frühzeitig mit ihren Kindern über diesen Kettenbrief zu reden, über die Gefahren aufzuklären und zu fragen, ob diese schon mal so einen bekommen haben. Im nächsten Schritt sollten Eltern auch andere Elternteile auf die mögliche Gefahr hinweisen.