01.02.2017 | Internetsicherheit Cybergrooming: Gefährliche Anmache von Kindern

Cybergrooming ist zu einem gefährlichen Trend geworden, bei dem sich Unbekannte im Internet meist Minderjährigen auf sexuelle Weise annähern. ANTENNE BAYERN und das LKA Bayern wissen Rat.

Kinder bewegen sich heutzutage fließend im Internet: Ob Chatroom oder Soziale Medien. Die Kids kennen sich - technisch - aus. Was für Gefahren davon ausgehen können, übersehen Sie allerdings oft. Denn gerade die Sorglosigkeit im Umgang mit den persönlichen Daten und Bildern kann richtig gefährlich werden! So ist es für Personen mit zwielichtigen Absichten ein Leichtes, sich einem Jugendlichen anzunähern. Die Kids streben nach Anerkennung, stellen private Bilder online. Oftmals listen sie auch Details wie Alter, Wohnort, Telefonnummer, etc. auf. Was kann daraus resultieren? Im schlimmsten Fall: Cybergrooming.

Was können Eltern tun?

  • Tipp 1: Klären Sie Ihr Kind über die Gefahren und Risiken auf, die eine Internetnutzung haben kann. Verbote sind nicht die Lösung. Man sollte die Risiken nachvollziehbar und verständlich zusammen durchgehen.

  • Tipp 2: Informieren Sie sich selbst und setzen Sie sich mit den Sozialen Medien Ihres Kindes auseinander. 

  • Tipp 3: Legen Sie doch gemeinsam mit Ihrem Schützling ein Profil an! So können Sie mit ihm gemeinsam ein Pseudonym erfinden und auch die Sicherheitseinstellungen fürs das Soziale Netzwerk anpassen. 

  • Tipp 4: Vereinbaren Sie Sicherheitsregeln: Keine persönlichen Daten wie Alter, Adresse, Telefonnummer, etc. dürfen angegeben werden. Fotos, die Ihr Kind online stellen will, sollten gut überdacht werden und niemals zu freizügig sein. Freundschaftsanfragen sollten vor Annahme überprüft werden. 

  • Tipp 5: Sollte Ihr Kind Opfer von Cybergrooming geworden sein, sichern Sie den Chatverlauf und erstatten Sie damit Anzeige bei der Polizei. 

Cybergrooming bedeutet im Grunde nichts anderes als eine 'Anmache im Internet'. Unbekannte nähern sich Kindern oder Jugendlichen auf sexuelle Weise an. Das macht Cybergrooming zu einer Gefahr, von der viele Angehörige und Eltern meist spät erfahren. Die Kriminellen geben sich als Gleichaltrige aus, tauschen vertrauliche Informationen mit den Jugendlichen aus und wollen sich zu einem Treffen verabreden. Nicht selten lassen sich die arglosen Kinder und Jugendlichen darauf ein.