01.02.2016 | Internetsicherheit Cybermobbing: Psycho-Terror im Internet

In den letzten Jahren hat sich Mobbing im Internet - Cybermobbing - massiv verbreitet. Das Netz eröffnet Tätern eine völlig neue Dimension des Quälens.

Dass Kinder, Jugendliche oder Erwachsene sich gegenseitig ärgern - das gibt es schon seit Jahrzehnten. Dass sie sich aber mobben - also am laufenden Band schikanieren, quälen oder sogar verletzen - ist eine jüngere Erscheinung. Diese Form des Psycho-Terrors, der sowohl in der Schule als auch im Büro auftaucht, ist gefährlich. Was vor einigen Jahren allerdings noch viel persönlich stattfand, hat sich heute zu großen Teilen ins Internet verlegt. Dieses neuartige Cybermobbing macht Mobbing noch viel gefährlicher und unberechenbarer als ohnehin schon.

Hinweise für Opfer:

  • Hinweis 1: Mobbing hört nicht von alleine auf! Beleidigende oder bedrohliche E-Mails, Videos, SMS usw. dürfen nicht toleriert werden.

  • Hinweis 2: Antworten Sie nicht auf derartige Nachrichten. Soweit Kinder und Jugendliche betroffen sind, sollten Eltern und andere Vertrauenspersonen hinzugezogen werden. Kids, schämt euch nicht dafür, sondern sagt es jemandem!

  • Hinweis 3: Schämen Sie sich nicht, eine höhere Instanz darüber zu informieren: Schule bzw. Arbeitgeber!

  • Hinweis 4: Bewahren Sie Beweismittel auf - Speichern Sie die verbreiteten Bilder, Videos, beleidigenden E-Mails und SMS. So kann später gegen die Mobber vorgegangen werden.

  • Hinweis 5: Informieren Sie den Netzwerkbetreiber, um eine Löschung der betreffenden Seite zu erwirken. Darüberhinaus sollten Sie sich in besonders schwerwiegenden Fällen an die Polizei wenden und Anzeige erstatten. 

Das Problem: Im Internet können Täter ihre Opfer weitestgehend anonym quälen. Üble Nachrede, das Streuen von Gerüchten und Lügen, peinliche Fotos - das Internet eröffnet viele Möglichkeiten. Schlimm ist außerdem, dass das Netz eine Plattform bietet, auf der sich andere diesem Cybermobbing anschließen können. Hier sind natürlich allem voran Soziale Netzwerke zu nennen.

Einige Formen von Cybermobbing können schon im Vorhinein abgewendet werden, wenn man sich in Sozialen Netzwerken vorsichtiger verhält. Persönliche Daten, wie Adresse, Telefonnummer oder E-Mail, haben im Netz nichts verloren. Auch sollte man sich peinliche oder freizügige Fotos sparen - unter Umständen werden sie kopiert und beliebig verbereitet, ohne dass Sie es wissen. Überlegen Sie sich außerdem genau, mit wem Sie sich auf Facebook befreunden. 

Wichtige Adressen in Mobbing-Fällen: