21.02.2019 | Technik Video: So sieht das neue 2000 Euro Falt-Smartphone von Samsung aus

Das bisher teuerste „Smartphone“ im Massenmarkt: Samsung bringt im Mai ein Gerät für einen Spitzenpreis raus. Auf der UNPACKED 2019 stellte Samsung das neue Gerät vor. Für den stolzen Preis steckt aber auch eine Neuheit drin.

Am Mittwoch stellte der Technik-Riese Samsung auf der UNPACKED 2019 eine Neuheit vor: Das im Mai erscheinende Galaxy Fold soll ein Hybrid aus Smartphone und Tablet werden. Mit dem Faltmechanismus im Rahmen kann man zwischen zwei unterschiedlich großen Displays hin- und herwechseln.  Für den stattlichen Preis von 2000 Euro soll das neue Gerät zu kaufen sein. 

Das kann das neue Galaxy Fold

Im zugeklappten Zustand hat das Smartphone ein 4,6 Zoll großes Display auf der Vorderseite. Damit ist der Bildschirm kleiner, als bei anderen Spitzenmodellen, wie dem iPhone XS oder dem hauseigenen Galaxy S9. Faltet man das Handy auf, ist auf der Innenseite ein 7,3 Zoll großes Display, was einem Tablet ähnlich ist. 

Ziel von Samsung ist es, Displayinhalte vom Front-Display ohne Verzögerung auf dem großen Innen-Display anzeigen zu lassen, sobald man das Gerät aufklappt. Samsung nennt das selbst „App-Kontinuität“. Außerdem soll das Arbeiten mit einem Split-Screen möglich sein. Während man also auf der linken Seite des Bildschirms ein YouTube-Video anschaut, kann man auf der rechten Seite zum Beispiel auf WhatsApp schreiben können. Betrieben werden soll das Galaxy Fold mit zwölf Gigabyte Arbeitsspeicher, was auf dem Smartphonemarkt auch Spitzenwert wäre.

Aussichten für den Markt

Schon im Jahr 2018 brachte der Hersteller ZTE ein Smartphone mit zwei Bildschirmen raus.  Das Modell „Axon M“ hatte allerdings, anders als beim Galaxy Fold, einen Bildschirm auf der Vorderseite und einen auf der Rückseite. Hat man das Handy aufgeklappt waren die beiden Displays nebeinander und ein Rahmen war dazwischen. Bei einigen Anwendungen hat man gemerkt, dass die nicht für zwei Bildschirme konzipiert waren. Heute kennt kaum jemand dieses Modell. 

Samsung könnte allerdings aus den Fehlern lernen und die Software besser anpassen. Analyst Anshul Gupta von der Marktforschungsfirma Gartner ist aber skeptisch: „Der Markt funktioniert nicht mehr so, dass Leute sich ein Smartphone kaufen, nur weil eine neue Technologie verfügbar ist“.