08.08.2019 | Technik Galaxy Note 10 mit magischem Stift vorgestellt: Was das Samsung-Smartphone kann und kosten wird

Der Technologieriese Samsung hat jetzt in New York seine Neuheiten vorgestellt. ​Der Hersteller hat dabei auch sein neues Premium-Smartphone Galaxy Note 10 präsentiert. Was das Ding kann, erfahrt ihr hier.

Foto: Samsung/dpa Zwei neue Smartphone-Modelle der Galaxy-Serie: das Galaxy Note 10 (links) und Galaxy Note 10+ (rechts).

Samsung wappnet sich mit einer ganzen Reihe von Neuheiten für das Weihnachtsgeschäft. Auf einer Präsentation in New York kündigte der südkoreanische Elektronikhersteller neue Modelle seiner Phablet-Reihe Galaxy Note an. Auch im Notebook-Markt will sich Samsung neu positionieren. Aber der Reihe nach...

Neue Smartphones ab Ende August im Handel

Zunächst will Samsung seine Position als Smartphone-Marktführer mit neuen Modellen der Reihe Galaxy Note untermauern. Das Galaxy Note 10 und Galaxy Note 10+ werden beide ab dem 23. August verfügbar sein, kündigte der Konzern an. Auch eine Variante, die den superschnellen Mobilfunkstandard 5G unterstützt, soll es geben. Die Galaxy-Note-Modelle haben im Vergleich zu anderen Smartphones in der Regel ein größeres Display und verfügen zusätzlich über einen smarten Eingabestift.

Während das 10+ über einen 6,8 Zoll großen Bildschirm verfügt, soll das kleinere Modell mit 6,3 Zoll nun nicht nur professionelle, sondern vermehrt auch private Nutzer ansprechen, darunter auch mehr Frauen. Im Unterschied zu vorherigen Generationen verzichten die neuen Modelle auf eine Buchse für Klinkenstecker und setzen als Hardware-Verbindung auf USB-C. Ein «Exynos»-Prozessor aus eigener Herstellung soll für besondere Leistungsfähigkeit sorgen.

Mit dem dazugehörigen Stift sollen sich etwa auch Unterschriften auf Dokumente setzen lassen. Zugleich fungiert der «S Pen» auch als Fernbedienung, etwa zum Zoomen in Bilder, für das Weiterblättern in Dokumenten oder das Aktivieren von Musik-Titeln. Auch andere App-Anbieter sollen bei der Entwicklung die Funktionen integrieren können.

Foto: Samsung/dpa

Preise, Kameras, Mikros der Samsung-Smartphones

Happig ist bei den neuen Geräten der Preis:

  • Galaxy Note 10: umgerechnet ab 949 Euro
  • Galaxy Note 10+: umgerechnet ab 1.099 Euro

Die Bildschirme der neuen Smartphones geben Farben kontraststark wieder. Das Note 10+ bietet eine Auflösung von 3040x1440 Pixel, das normale Note 10 hat 2280x1080 Pixel.

Die Smartphones haben für Selfies eine sogenannte Punch-Hole-Kamera mit 10 Megapixeln, die auf der Vorderseite in den Bildschirm eingelassen ist. Auf der Rückseite gibt es eine 12-Megapixel-Hauptkamera mit einer variablen Blende (mechanisch umschaltbar zwischen f/1.5 und f/2.4). Bereits vom Vorgänger bekannt ist die 12-Megapixel-Linse. Neu ist ein 16-Megapixel-Weitwinkelobjektiv. Das Note 10+ hat außerdem einen Sensor, der messen kann, wie weit ein Fotomotiv vom Handy entfernt ist und ermöglicht so eine bessere Steuerung von künstlichen Unschärfen.

Ganz neu: Mikrofone, die einen Audio-Zoom bieten. Das bedeutet, dass drei eingebaute Mikrofone die Geräusche der Umgebung aufzeichnen und die nur im Bild zu sehen sind. Auf diese Weise wird alles, was darum herum passiert, ausgeblendet.

Samsung will Marktführerschaft verteidigen

In Deutschland sei Samsung seit Jahren führend im Mobilfunkmarkt, sagte Mario Winter, Marketing-Chef von Samsung Deutschland am Mittwoch. Im zweiten Quartal habe der Marktanteil laut Zahlen von GfK bei 39,4 Prozent gelegen. «Von aktuell 54,3 Millionen aktiv benutzen Smartphones sind 23,5 Millionen Samsung-Geräte.» Von den Premium-Geräten der Note-Reihe habe das Unternehmen in Deutschland bislang weit über 200 000 Stück verkauft.

Viel wurde in der Branche bereits im Vorfeld der Produktpräsentation in New York spekuliert, was Samsung alles im Köcher haben könnte. Das bereits für September angekündigte erste faltbare Smartphone Galaxy Fold war, anders als von manchen Beobachtern erwartet, allerdings nicht dabei. Mit ihm liefert sich Samsung mit seinem chinesischen Kontrahenten Huawei einen Wettbewerb, wer das erste Gerät dieser Art auf dem Markt platzieren kann. Im April hatte Samsung dann einen fulminanten Fehlstart hingelegt, auch Huawei hatte den Marktstart verschoben. Auch Samsungs erster vernetzter Lautsprecher mit integriertem Sprachassistenten Bixby, der demnächst nach einigen Verzögerungen auf den Markt kommen soll, war am Mittwoch in New York kein Thema.

Das tut sich bei Samsung in Sachen Tablets

Samsungs neues Mittelklasse-Tablet, das Galaxy Tab S6, sowie die Smartwatch Galaxy Watch Active2 mit digitaler Lünette zur Steuerung, die bereits vor wenigen Tagen vorgestellt wurden, rundeten am Mittwoch den Reigen der Neuheiten-Präsentation ab. Smartwatches seien - anders als oftmals behauptet - längst kein Nischenmarkt mehr, sagte ein Samsung-Manager. Allein in Deutschland seien inzwischen 1,8 Millionen Geräte verkauft worden mit einem Wert von 450 Millionen Euro. Samsung führe mit einem Marktanteil von 41 Prozent.

Samsung will bei Notebooks angreifen

Das in New York gezeigte Galaxy Book S hat nichts mehr von einem erweiterbaren Tablet, sondern dürfte als ernstzunehmender Herausforderer von Apples erfolgreichem Macbook Air gelten. Mit 11,8 Millimetern an der dicksten Stelle sei das Galaxy Book S mit Touch-Display deutlich dünner als das Macbook Air mit 15,6 Millimetern, erklärte Samsung. Mit einer Akku-Laufzeit von bis zu 24 Stunden könnte Samsung mit dem Windows-10-Gerät einen Rekord aufstellen. Dafür setzten die Südkoreaner statt auf Intel-Prozessoren auf den Qualcomm-Chip Snapdragon 8cx, der auf der ARM-Architektur basiert und speziell für den mobilen Einsatz konzipiert ist. Er könne es von Sachen Performance problemlos mit einem Intel Core i5 aufnehmen, der traditionell in Notebooks verbaut ist, hieß es.

Ein LTE-Modem ist zudem direkt auf dem Chip integriert. Als weitere Besonderheit lässt sich das Book S auch mit dem Smartphone oder sogar einer Powerbank aufladen. Das Galaxy Book S soll in zwei Farben für rund 1.100 Euro voraussichtlich im Oktober in den Handel kommen. Für die Entwicklung habe Samsung eng mit den Hardware- und Software-Partnern zusammengearbeitet, sagte DJ Koh, Chef der Mobilsparte des Konzerns.