07.12.2017 | Technik GPS und Apps: Nützliches Tool für Skifahrer, Wintersportler und Bergsteiger

GPS Geräte können eine große Erleichterung für alle Outdoor-Fans sein, denn die praktischen Tools für unterwegs zeigen nicht nur die zurückgelegten Höhenmeter an, sie können auch den Standort bestimmen und ganze Routen planen. Was es alles über GPS Geräte und Apps zu wissen gibt, erfährt man hier.

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GPS-Tracker für Skifahrer

Bei den meisten Freizeit-Aktivitäten in der freien Natur, sind GPS Geräte nicht mehr wegzudenken. Angefangen hat der Hype um GPS in der Freizeitgestaltung mit Geocaching. Auch heute erfreut sich dieses Spiel großer Beliebtheit, aber auch für Freizeitsportler wird GPS immer attraktiver.

Skifahrer beispielsweise können sich mit einem GPS-Tracker die Strecke anzeigen lassen, die sie zurückgelegt haben und mit einer entsprechenden App den gesamten Verlauf später noch einmal mit Google Maps oder einem anderen Kartenanbieter nachverfolgen.

Auch die Geschwindigkeit auf der Piste kann mit einem GPS-Gerät genau kontrolliert werden. Das ist auch bereits während der Abfahrt sinnvoll, denn auf den meisten Strecken gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung und nur wenige Pisten bieten eine Messung per Lichtschranke an, an der man sich orientieren könnte.

Daneben lässt dich die gesamte Performance während der Abfahrt bestimmen:

  • Durchschnittsgeschwindigkeit
  • Anzahl der Pausen und ihre Länge
  • die Gesamtlänge der Strecke
  • die überbrückten Höhenmeter

sind einige der Parameter, die mit einem GPS-Tracker gemessen und später nachverfolgt werden können.

Das ist sehr praktisch, kann man so nämlich auch einen Überblick über den Trainingsfortschritt, oder am Ende des Jahres eine Zusammenfassung über die gefahrenen Kilometer bekommen.

Diese Apps dürfen bei der Abfahrt und danach nicht fehlen

Neben GPS-Geräten gibt es auch zahlreiche Apps, die die Abfahrt im Skigebiet ungemein erleichtern und auch noch richtig Spaß machen können. Das Smartphone hat man heutzutage ohnehin bei nahezu jedem Ausflug mit dabei. Warum also nicht gleich auch noch ein paar nützliche Apps drauf laden? Die Übersicht:

  • Snocru: Wer wissen möchte, wie es um die Schneeverhältnisse in seinem Skigebiet bestimmt ist, der kann die nötigen Informationen bei Snocru finden. Aber nicht nur das: Die App hält auch eine Schnittstelle bereit, über die man sich mit anderen Usern verabreden kann, denn Infos zu den angesagtesten Après-Ski-Locations kann man auch direkt über die App erhalten.
  • Migardo: Diese App für Personenortung und Notfälle ermöglicht es unter anderem, die Rettungskräfte im Fall eines Notfalls direkt zu alarmieren. Die SOS Zentrale ist 24/7 besetzt. Wer möchte, kann es sogar einrichten, dass die Rettungsdienste bereits im Besitz der Krankenakte sind.
  • Bergfex: Diese App hat das Rundum-Sorglos Paket für Skifahrer in Europa. Hier gibt es aktuelle Informationen zu den größten Skigebieten in der Schweiz, Italien, Österreich und Deutschland. Richtig interessant sind die Karten der Skigebiete in hochauflösender Qualität, mit denen man sich vorab bereits einen guten Überblick über die verschiedenen Pisten verschaffen kann.
  • iSki: Die Entwickler von iSki haben auch an die Sicherheit ihrer User gedacht, denn neben hilfreichen Informationen zu den Schneeverhältnissen auf den Pisten und Loipen kann man sich auch über die aktuelle Lawinengefahr im Skigebiet informieren lassen. Sollte trotzdem einmal etwas passieren, hat die App sofort die passende Notfall-Nummer bereit, denn für die großen Skigebiete in der Schweiz, Österreich, Deutschland, Frankreich und Italien, gibt es jeweils eine individuelle Ausführung.
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Nützliche GPS-Helfer für Bergsteiger: Darauf sollte man achten

Nicht nur als Skifahrer kann man von nützlichen GPS-Geräten und cleveren Apps profitieren, auch Bergsteiger können sich damit ihren Aufstieg erleichtern.

Was natürlich unter keinen Umständen bei dem Gerät fehlen darf, denn dafür kauft man es ja in erster Linie als Bergsteiger oder Wanderer, ist gutes Kartenmaterial.

Dazu sollte man auf die Auflösung des Gerätes achten. Ist die nämlich zu schlecht, bringt auch die aktuellste Karte nichts, da man einfach nicht erkennen kann, wo die Wege verlaufen und ob es vielleicht Abzweigungen oder Abkürzungen auf dem Weg gibt, die man besser nehmen sollte, um schneller ans Ziel zu gelangen.

Ein weiteres nützliches Feature, auf das man achten sollte wenn man sich ein GPS-Gerät zulegt, sind alternative Streckenvorschläge. Unter Berücksichtigung der aktuellen Position können gute GPS-Tracker bessere, manchmal sogar auch sicherere Strecken berechnen und diese dem Bergsteiger anzeigen. Das kann gerade in unwegsamem Gelände, oder auch für Einsteiger sehr nützlich sein.

Gerade für Bergsteiger sind auch Extras wie ein Kompass oder Höhenmesser sehr interessant, um den Überblick über die zurückgelegte Strecke zu behalten und sich bei Bedarf zurechtfinden zu können.

Natürlich sollte man bei allen Outdoor-Geräten stets darauf achten, dass sie einen leistungsfähigen Akku haben. Richtwert dabei sollte sein, dass die Geräte einen gesamten Tag lang laufen können, ohne mit dem Stromnetz verbunden zu sein. Ein weniger leistungsstarker Akku bringt für Bergtouren und Wanderungen leider nicht viel.

Praktische Apps für Bergsteiger und Wanderer

Alle Sportler, die in den Bergen unterwegs sind, sollten einige nützliche Apps kennen, die den Ausflug angenehmer, vor allem aber auch sicherer machen können.

Daher sollte jeder Bergbegeisterte Notfall-Apps kennen, die bei einem Unfall lebensrettend sein können:

  • Die Notfall-App der Bergrettung Tirol beispielsweise. Bei einem Unglück kann die App den genauen Standort durchgeben und Rettungskräfte alarmieren. Absolutes Muss für Bergsteiger, Wanderer und Mountainbiker in Tirol!
  • Field Compass Holo: Praktische App, die wie ein Kompass funktioniert und besonders in dichtem Nebel Bergsteigern, Wanderern und Mountainbikern eine wichtige Orientierungshilfe sein kann. Funktioniert übrigens nicht nur in den Bergen und ist daher auch für den Alltag ein nützliches Tool, das kann kennen sollte.
  • Taschenlampe: Soll ja vorkommen, dass man versehentlich Teile der Ausrüstung im Tal vergisst. Handelt es sich dabei um die Taschenlampe, kann das sehr ärgerlich sein. Aber es gibt Abhilfe: Praktische Taschenlampen-Apps, die fast genauso viel Licht spenden, wie eine „echte“ Taschenlampe. Das funktioniert dadurch, dass der Blitz der Smartphone Kamera auf Dauerbetrieb läuft. Das belastet natürlich den Akku sehr und ist daher keine langfristige Lösung, sondern nur für kurze Zeiträume zu empfehlen.