20.03.2018 | Technik Ist eine biometrische Zugangskontrolle wirklich so sicher? - Diese Fakten solltest du kennen!

An deutschen Flughäfen stehen bereits seit Längerem biometrische Zugangskontrollen, die durch den Vergleich persönlicher Merkmale mit gespeicherten Daten zur Sicherheit beitragen sollen. Auch bayerische Behörden sowie zahlreiche Unternehmen im Freistaat wollen die biometrische Kontrolle nutzen, um Mitarbeitern einen sicheren Zugang zu den Geschäftsräumen zu gewährleisten.

Öffnung erst nach Datenabgleich

Die Öffnung eines Schlosses wird erst nach dem Abgleich der Referenzdaten, die sowohl körperliche oder verhaltenstypische Merkmale beinhalten können, gewährt. Durch eine moderne Zugangskontrolle soll die Nutzung von Schlüsseln oder Chipkarten ersetzt werden. Diese Art der innovativen Zugangsberechtigung sorgt Fachleuten zufolge für mehr Sicherheit. Wer momentan nach dem Verlust eines Schlüssels vor verschlossener Tür steht, benachrichtigt den örtlichen Schlüsseldienst. Ein qualifizierter Schlüsseldienst aus der Umgebung, der rund um die Uhr erreichbar ist, kann durch dieses Portal schnell gefunden werden. Da effiziente Zugangskontrollen ohne Schlüssel auskommen, wird auch das Risiko gefälschter oder gestohlener Schlüssel vermieden. Durch die Installierung einer biometrischen Zugangskontrolle werden zunächst die persönlichen Merkmale aller zugangsberechtigten Personen erfasst.

Innovative Handvenenleser

Nach dem Scannen eines Fingerabdrucks wird dieser mit den bereits gespeicherten Daten verglichen. Wird eine Übereinstimmung gefunden, entriegelt sich das Schloss. Derzeit gibt es unterschiedliche Arten biometrischer Zugangskontrollen, die verschiedene Merkmale eines Menschen speichern. Die Voraussetzung einer Speicherung ist, dass dafür Merkmale ausgewählt werden, die leicht erfassbar sind und sich bei allen Personen unterscheiden. Dabei kann neben dem Fingerabdruck auch die gesamte Hand sowie deren Gefäß- und Venenstruktur als Erkennungsmerkmal verwendet werden. Viele Anlagen ermöglichen ebenfalls eine Erkennung von Stimmmustern oder Gesichtsgeometrien als Zutrittsberechtigung. Der Scan der Augen erfolgt dabei entweder durch die Retina (Augenhintergrund) oder die Iris. Derzeit befinden sich neuartige Geräte in der Entwicklung, die jedoch noch nicht ausgereift und damit noch nicht von Endkunden einsetzbar sind. Hochwertige Zugangskontrollen stellen eine gewisse Investition dar. Zwar sind einfache Türöffner mit Fingerprint-Sensoren, die für private Zwecke genutzt werden, bereits für circa 100 Euro erhältlich, bei hochwertigen Geräten mit geringen Fehlerraten liegen die Preise jedoch deutlich höher. Höchste Sicherheit bieten der Handvenen- und der Iris-Scan mit sehr geringen Fehlerquoten, preislich liegen diese Systeme aber im höheren Bereich. Als sicherstes Zugangskontrollsystem gilt aktuell die Handflächen-Venenbiometrie. Im Unterschied zu den bisherigen biometrischen Zugangskontrollen durch Iris-, Fingerabdruck-. Gesichts- oder Stimmerkennung basiert ein Handvenenleser auf der persönlichen Venenstruktur eines Menschen. Diese Merkmale sind schwer zu fälschen, weshalb Fachleute in diesen Geräten das System der Zukunft sehen.