02.07.2019 | Technik Kehrtwende bei Huawei? Nutzer müssen doch nicht auf WhatsApp & Co. verzichten

Neue Hoffnung für Nutzer von Huawei-Smartphones: Die USA und China haben am Rande des G20-Gipfels einen „Waffenstillstand“ und neue Verhandlungen zur Beilegung ihres Handelskonflikts vereinbart. US-Präsident Donald Trump hob in diesem Kontext den Bann gegen Chinas Telekomriesen Huawei auf - vorerst. Was das für Smartphone-Kunden und viele beliebte Apps auf den Geräten bedeutet.

Foto: Andy Wong/AP/dpa

Die USA und China haben einen „Waffenstillstand“ und neue Verhandlungen zur Beilegung ihres Handelskriegs vereinbart. Überraschend hat US-Präsident Donald Trump den Bann gegen Chinas Telekomriesen Huawei vorerst aufgehoben. Eine verheißungsvolle Nachricht für Millionen Nutzer entsprechender Smartphones.

Ist auch das Android-Aus für Huawei vom Tisch?

Denn dieser Burgfrieden zwischen den USA und China hat unmittelbare Folgen für US-Konzerne und Apps wie Facebook oder WhatsApp. Durch den Stopp der Sanktionen wird es wieder möglich, dass auf neuen Huawei-Modellen doch Facebook, Instagram oder WhatsApp (vor-)installiert werden dürfen.

Selbst das befürchtete Aus für das Betriebssystem Android von Google auf Huawei-Smartphones könnte jetzt wegfallen. Zumindest dann, wenn die USA und China an ihrem Kompromiss festhalten. Zuletzt durfte Huawei aufgrund der amerikanischen Sanktionen keine Apps mehr von US-Firmen auf seinen Smartphones oder Tablets vorinstallieren.

Huawei hatte in den vergangenen Wochen schon versucht gegenzusteuern, bevor sich immer mehr Kunden Alternativen suchen. Auf einer Website informiert der chinesische Smartphone-Produzent über das weitere Vorgehen des Konzern im Zuge der turbulenten Tage zuletzt.

Befreiungsschlag im Handelskonflikt?

Mit seinen Zusagen an China kam Trump der chinesischen Seite zumindest vorerst weiter entgegen als erwartet. Nur ist weder die Drohung mit neuen Strafzöllen, noch die Isolation des Huawei-Konzerns vom Tisch. „Ich habe versprochen, zumindest vorerst keine neuen Zölle hinzuzufügen“, sagte Trump. Auch ließ er Huawei nicht vom Haken und sprach weiter von einem „Sicherheitsproblem“. „Wir vereinbarten, es bis zum Schluss aufzusparen“, sagte Trump. „Huawei ist eine komplizierte Situation.“ 

Ob der Konzern auch von der schwarzen Liste genommen wird, soll in den nächsten Tagen besprochen werden. Trump hatte Huawei im Mai als Gefahr für die Sicherheit der USA eingestuft und damit Geschäfte von US-Firmen streng begrenzt. Viele internationale Firmen hatten daraufhin ihre Geschäfte mit Huawei ausgesetzt oder auf den Prüfstand gestellt. So wurde beispielsweise fraglich, ob Google in Zukunft noch Updates für das Android-Betriebssystem liefern darf. Die Verunsicherung unter Verbrauchern hatte einen Einbruch der Smartphone-Verkäufe ausgelöst.