24.07.2020 | Technik Lücke bei Corona-Warn-App: Diese Handymodelle sind betroffen

Die Corona-Warn-App hat auf Millionen Smartphones in Deutschland über Wochen nicht korrekt funktioniert. Betroffen sind Smartphones mit dem Android-Betriebssystem.

Foto: Stefan Jaitner/dpa

Einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge hat die Corona-Warn-App auf Millionen Smartphones mit dem Android Betriebssystem wochenlang nur teilweise beziehungsweise gar nicht funktioniert. Besonders betroffen sollen Smartphones der Marken Samsung und Huawei gewesen sein.

Damit die App dauerhaft Kontaktpersonen mit einer Corona-Infektion erkennen kann, muss die Hintergrundaktualisierung angeschaltet sein. Die betroffenen Smartphones haben diese Funktion jedoch ausgeschaltet, wenn die App nicht geöffnet war. Damit wollte das Android-Betriebssystem Akku sparen.

Entwickler bestreiten Fehler 

Entwickelt wurde die App von SAP und der Telekom. Kritik an der App weisen die Entwickler zurück. „Die beschriebenen Fälle gehen auf die Konfiguration bestimmter Smartphones zurück. Einige Hersteller schalten für das Energiemanagement die automatische Hintergrundaktualisierung in den Standardeinstellungen aus, um Strom zu sparen. Deshalb haben wir schon seit dem Start der App in unseren FAQ und den Sozialen Medien darauf hingewiesen, dass die Hintergrundaktualisierung aktiviert sein muss. Ist das nicht der Fall, wird die Warn-Funktion der App durch den gewählten Energiesparmodus eingeschränkt. Der Austausch von Schlüsseln bei Begegnungen mit anderen App-Nutzern läuft davon unberührt weiter. Die App hat keinen Fehler! Wir empfehlen grundsätzlich die dauerhafte Aktivierung der automatischen Hintergrundaktualisierung. Der Strombedarf der Corona-Warn-App ist nachweislich gering.“, so ein Sprecher von SAP.

Aktuelles Update prüfen

Ohne die Hintergrundaktualisierung kann die App nicht richtig funktionieren, sodass mögliche Corona-Kontakte durch die betroffenen Smartphones nicht erkannt wurden. Mittlerweile wurde das Problem aber behoben - Nutzer sollten im App Store prüfen, ob sie die aktuelle Version 1.1.1 installiert haben. In der aktuellsten Version können Nutzer in den Einstellungen den Punkt "Priorisierte Hintergrundaktivität" über einen Schieberegler dauerhaft aktivieren.