25.06.2021 | Technik Smartphone vor Hackern schützen: Diese Möglichkeiten haben Handynutzer

Hacker versuchen immer wieder, sich Zugang zu Smartphones zu verschaffen. Auf diese Weise erhoffen sie sich, personenbezogene Daten zu gewinnen, die sie zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzen können. Deswegen sollten sich Nutzer von Smartphones bestmöglich vor Hackerangriffen schützen.

Hierfür ist es erforderlich, das Betriebssystem immer auf dem neuesten Stand zu halten und einen VPN-Dienst zu nutzen. Des Weiteren ist es eine gute Idee, Verschlüsselungen einzusetzen und ein verlässliches Antivirenschutzprogramm zu installieren. Außerdem ist es ratsam, bei der Wahl von Apps kritisch zu sein und sich eher in privaten Netzwerken als im öffentlichen WLAN aufzuhalten. Dieser Artikel erläutert, wie Nutzer ihr Smartphone vor Hackern schützen können.

Foto: Pixabay Der Schutz vor Hackern spielt insbesondere bei mobilen Endgeräten wie Smartphones eine Rolle.

Das Betriebssystem immer auf dem neuesten Stand halten

Eine elementare Aufgabe beim Schutz des Smartphones vor Hackern besteht darin, das Betriebssystem immer auf dem neuesten Stand zu halten. Häufig kommt es vor, dass Hacker Schwachstellen oder Lücken im Sicherheitskonzept eines Betriebssystems ausnutzen, um sich Zugang zu einem Smartphone zu verschaffen. Die Hersteller entwickeln ihre Betriebssysteme daher immer weiter und schließen einmal entdeckte Lücken.

Deswegen sollten Smartphone-Besitzer die Möglichkeit nutzen, sich bei verfügbaren Updates automatisch informieren zu lassen. Hierbei kommt es nicht darauf an, das jeweilige Update direkt am Tag der Veröffentlichung zu installieren. Viele Anwender warten zunächst ab, welche Rezensionen das Update erhält und ob es überhaupt zweckmäßig ist. Wenn eine Erweiterung oder ein Update aber gute Rezensionen bekommt, sollte es relativ schnell installiert werden, um einen zusätzlichen Schutz zu genießen.

Einen VPN-Dienst nutzen

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, einen VPN-Dienst (virtuelles privates Netzwerk = Virtual Privat Network) zu nutzen. Über diesen ist es möglich, die eigenen Spuren in der digitalen Welt zu verwischen, sodass Hacker sie nicht mehr finden und zu ihren eigenen Zwecken ausnutzen können. Unter anderem ist ein VPN in der Lage, die IP-Adresse eines Nutzers zu verbergen, sodass dieser völlig anonym im Internet unterwegs sein kann.

Unterschiedliche VPN-Dienstleister setzen jeweils andere Schwerpunkte und bieten ihren Nutzers individuelle Features. Praktisch ist es, wenn der Dienst dafür sorgt, dass eine Internetverbindung getrennt wird, sobald die VPN-Verbindung nicht mehr zur Verfügung steht. So kann es nicht passieren, dass versehentlich ohne einen VPN-Schutz gesurft wird. Außerdem sind viele VPN-Dienste in der Lage, Malware und Phishing-Attacken zu erkennen und diese zu blockieren, bevor sie das Smartphone befallen können. All diese Vorteile bietet beispielsweise der VPN-Dienst, der unter https://surfshark.com/de/download zu finden ist.

Mit professionellen Verschlüsselungen arbeiten

Foto: Pixabay Sinnvolle Verschlüsselungen stellen einen zuverlässigen Schutz vor Hackerangriffen dar.

Verschlüsselungen helfen effizient dabei, ein Smartphone vor Hackern zu schützen. So sollte ein Smartphone nicht frei zugänglich sein, sondern vor der Nutzung ein Passwort oder einen Code abfragen. Dieser sollte kompliziert genug sein, um einen optimalen Schutz vor Hackern zu bieten. Sogenannte Musterverschlüsselungen sind nur begrenzt sicher, während Zahlen- und Buchstabenkombinationen oft schwer zu knacken sind.

Nicht nur für das Smartphone selbst, sondern auch für die Datenübertragung stehen Verschlüsselungen zur Verfügung. Das bietet sich beispielsweise bei E-Mail Kontakten an. Wenn hier Verschlüsselungen genutzt werden, können Hacker, die E-Mails abfangen, diese nicht ohne weiteres lesen. Bei der Übertragung von sensiblen und personenbezogenen Daten sollte deswegen immer darauf geachtet werden, dass diese verschlüsselt werden.

Auf verlässliche Antivirenschutzprogramme setzen

Wie für PCs, Laptops und Notebooks gibt es auch für Smartphones spezielle Antivirenschutzprogramme. Diese sind in der Lage, aktuelle und gefährliche Viren und Malware zu erkennen. Sie melden dann eine Warnung an den Nutzer und verhindern, dass die Schadsoftware auf das Smartphone gelangen kann. Abhängig vom Betriebssystem und der Art der Verwendung des Smartphones bieten sich jeweils andere Lösungen an.

Ähnlich wie beim Betriebssystem kommt es auch bei den Antivirenschutzprogrammen darauf an, dass sie immer auf dem neuesten Stand gehalten werden. Hacker entwickeln immer wieder neue Viren und Schadsoftware, mit der sie versuchen, andere zu schädigen und sich selbst zu bereichern. Alte Antivirenschutzprogramme kennen die neuen Virenvarianten nicht und können ein System daher nicht mehr umfassend schützen. Durch Anpassungen und Erweiterungen an den Schutzlösungen sorgen die Anbieter von Antivirenschutzprogrammen dafür, dass ihre Produkte immer einen aktuellen und bestmöglichen Schutz bereitstellen.

Bei der Wahl von Apps kritisch sein

Apps können ein Einfallstor für Hacker und Schadsoftware sein. Deswegen müssen Smartphone-Nutzer dringend darauf achten, ausschließlich Apps von vertrauenswürdigen Quellen zu wählen. Aber nicht nur die App selber ist entscheidend, sondern auch der Ort, von dem aus sie heruntergeladen wird. Deswegen empfiehlt es sich, den offiziellen App Store zu verwenden und vor allem auf Applikationen zu setzen, die dort bereits vorinstalliert sind. Diese bringen häufig ein Höchstmaß an Sicherheit mit.

Selbst vertrauenswürdige Apps können zu einer Gefahr für Smartphones werden. Das ist dann der Fall, wenn die falschen Sicherheitseinstellungen gewählt werden. Vor dem Einsatz einer App sollten sich die Nutzer daher genau überlegen, welche Rechte sie ihr zubilligen und auf welche Komponenten des Smartphones sie Zugriff haben soll. Grundsätzlich gilt, dass Apps so viele Berechtigungen wie nötig und so wenige Freiheiten wie möglich haben sollten.

Private Netzwerke öffentlichem WLAN vorziehen

Öffentlichen WLAN-Netzwerke sind praktisch, weil sie die Möglichkeit bieten, unterwegs ins Internet zu gehen, ohne Datenvolumen verbrauchen zu müssen. Allerdings nutzen Hacker solche Netzwerke immer wieder aus, um sich Zugriff auf Smartphones zu verschaffen. Deswegen ist es empfehlenswert, eher auf private Netzwerke zu setzen. Diese sind oft abgesichert und erschweren den Hackern somit ihre kriminelle Arbeit. Sollte es trotzdem einmal zu einem erfolgreichen Angriff oder einem Befall mit Schadsoftware kommen, gibt es klare Regeln für einen Umgang mit Hackerangriffen.

Bei öffentlichen Netzwerken sollte darauf geachtet werden, dass diese passwortgeschützt sind. Außerdem ist es ratsam, in solchen Netzwerken ausschließlich allgemeine Aufgaben zu erledigen. Personenbezogene Daten und sensible Informationen sollten in öffentlichen Netzwerken nicht angegeben werden. Deswegen ist unbedingt darauf zu verzichten, Online-Banking über öffentliche WLANs zu nutzen.

Fazit

Smartphone-Besitzer sind Hackern nicht hilflos ausgeliefert, sondern können eine Vielzahl von Schutzmaßnahmen ergreifen. Unter anderem ist es entscheidend, das Betriebssystem immer aktuell zu halten und einen VPN-Dienst zu verwenden. Durch professionelle Verschlüsselungen wird ebenso für Sicherheit gesorgt wie durch moderne Antivirenschutzprogramme. Im Alltag ist es wichtig, bei der Auswahl von Apps kritisch zu sein. Nicht zuletzt bietet es sich an, öffentliche WLANs nur in Ausnahmefällen zu verwenden.