29.03.2016 | Technik Trojaner "Locky": Neue Variante mit Absender "Dropbox" im Umlauf

Trojaner "Locky" lässt den Usern noch immer keine Ruhe. Aktuell ist schon wieder eine neue Variante des Trojaners im Umlauf - diesmal getarnt als Dropbox-Mail. Alle Infos zum Virus und wie Sie sich davor schützen können, finden Sie hier!

Trojaner "Locky": Neue Variante mit Absender "Dropbox" im Umlauf
Foto: Armin Weigel/dpa

Leider keine Entwarnung in Sachen "Locky"! Aktuell ist schon wieder eine neue Variante des aggressiven Trojaners im Umlauf. 

Diesmal tragen die Mails mit dem gefährlichen Link den Absender "Dropbox". In der Nachricht wird behauptet, dass ein Freund/Kollege Fotos oder andere Dateien für Sie bereitgestellt hätte. Millionen von Usern benutzen Dropbox um Bilddateien zu verschicken, die zu groß sind, um sie per Mail zu versenden. Wer den Dienst nutzt, sollte aktuell ganz genau hinschauen. Denn wer solch eine Fake-Mail erhält und leichtsinnig auf den angefügten Link klickt, ist bereits in die Falle getappt.

Seit Anfang des Jahres verbreitet sich der aggressive Erpressungs-Trojaner rasant. Auch in Deutschland hat "Locky" zehntausende von Rechnern lahmgelegt. Die Schadsoftware verbreitet sich über gefälschte E-Mails. Wird der Trojaner durch das Öffnen des Anhangs aktiv, werden alle Dateien auf dem betroffenen Computer verschlüsselt. Die Erpresser fordern Lösegeld für die Entschlüsselung. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik rät, auf keinen Fall auf die Lösegeldforderungen einzugehen, sondern Anzeige zu erstatten.

Trojaner: So schützen Sie sich

  • Schützen Sie Ihren PC durch einen Virenscanner. Halten Sie alle Programme und das Betriebssystem aktuell. Nutzen Sie auch automatische Updatefunktionen. Eine Firewall ist in den modernen Betriebssystemen vorhanden oder wird oft durch Antivirensoftware zusätzlich bereitgestellt.

  • Gehen Sie nie mit Administrator-Rechten online. Da ein Angreifer über dieselben Rechte verfügt, wie Sie als angemeldeter Benutzer, kann er das System übernehmen – und Sie selbst von der Nutzung ausschließen. Legen Sie für die Internetnutzung ein Benutzerkonto mit eingeschränkten Rechten an.

  • Öffnen Sie niemals ungeprüft Dateianhänge. Löschen Sie verdächtige E-Mails schon im Posteingang ohne sie zu öffnen. Viele Antivirenprogramme kontrollieren ein- und ausgehende Mails ebenfalls.

  • Stellen Sie Ihren E-Mail-Account auf das „Nur-Text“-Format um, denn E-Mails im HTML-Format können Schadsoftware enthalten.

  • Seien Sie kritisch bei ausführbaren Programm-Dateien mit den Endungen .exe, aber auch .bat, .com oder .vbs. Ändern Sie die Standardkonfiguration Ihres Rechners, um den Dateityp sehen zu können (im Windows-Explorer unter „Extras – Ordneroptionen – Ansicht – Erweiterte Einstellungen – Dateien und Ordner“ das Häkchen vor „Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden“ entfernen).

  • Wird Ihr PC gesperrt und Sie am Monitor aufgrund angeblich strafbarer Handlungen Ihrerseits zu Zahlungen aufgefordert, kommen Sie dieser Aufforderung nicht nach – dabei handelt es sich um so genannte Ransomware. Informieren Sie sich darüber auf www.botfrei.de bei Ihrer Polizei und erstatten gegebenenfalls Strafanzeige.

  • Überprüfen Sie Ihren Computer regelmäßig auf Schadsoftware. Nicht jede Schadsoftware wird sofort durch die Scanner erkannt und beseitigt. Nutzen Sie dazu zusätzlich zu Ihrer Anti-Viren-Software beispielsweise ein Programm unter https://www.botfrei.de/decleaner.html

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