21.04.2022 | Technik Update: Die Corona-Warn-App wird familienfreundlicher

Wieder eine Neuerung bei der Corona-Warn-App: Wer das Update installiert hat, kann ab jetzt auch Tests für Familienmitglieder verwalten. Gerade auf Reisen kann das nützlich sein. Doch die Funktion hat einen Haken.

Foto: dpa / Bernd Weißbrod

Nach dem letzten Update der Corona-Warn-App vor drei Wochen hat die neueste Version 2.21 eine praktische neue Funktion. Ab jetzt können Nutzer die Tests für Familienmitglieder in ihrer App registrieren. Eltern können so die Testergebnisse ihrer Kinder auf ihrem Smartphone erhalten und beispielsweise digitale COVID-Testzertifikate für sie anfordern, die dann für Reisen oder Veranstaltungen verwendet werden können.

So funktionierts

Wie schon in der alten Version wird das Testergebnis im Menüpunkt "Sie lassen sich testen?" unter "QR-Code scannen" eingescannt. In der neuen App-Version 2.21 wird nun im nächsten Schritt ein Fenster angezeigt, in dem man auswählen kann, ob man den Test für sich oder für jemand anderen registrieren will. Falls man den Test für jemand anderen einträgt, kann man dessen Namen eintragen und auch ein digitales Testzertifikat anfordern. Das wird ausgestellt, wenn der Test negativ war.

Die Testergebnisse werden dann auf der Startseite der Corona-Warn-App im Bereich "Tests von Familienmitgliedern" angezeigt. Wer das Testergebnis nicht mehr braucht, kann es löschen. Es wird dann zunächst in den Papierkorb verschoben, wo es nach 30 Tagen endgültig gelöscht wird.

Keine Warnung für positiv getestete Familienmitglieder

Einen Haken gibt es allerdings: Wenn der Test eines Familienmitgliedes positiv ist, kann der Nutzer, auf dessen Smartphone der Test registriert ist, andere CWA-Nutzer nicht warnen. Das geht nur, wenn man den Test für sich selbst registriert hat. Grund dafür ist, dass das Smartphone immer die Menschen warnt, die in der Nähe des Smartphones waren. 

"Würde man das positive Testergebnis einer Person teilen, die nicht dort war, wo das Smartphone war, kann es vorkommen, dass Nutzer*innen, die Kontakt zu der positiv getesteten Person hatten, möglicherweise nicht gewarnt werden", 

heißt es auf dem Blog der Corona-Warn-App-Entwickler.

Impfstatus-Informationen angepasst

Neben der Familien-Tests wurden auch die Texte zum Impfstatus an die verschiedenen Szenarien angepasst. Jetzt informiert die CWA die Nutzer damit genauer, ob sie beispielsweise aufgrund einer durchgemachten Infektion als grundimmunisiert gelten, ob sie alle derzeit empfohlenen Impfungen erhalten haben oder ob sie sich noch über eine empfohlene Auffrischimpfung informieren sollten.

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