16.07.2019 | Technik WhatsApp-Nutzer aufgepasst! Virus "Agent Smith" jetzt auch in Deutschland

In Indien hat sich die Schadsoftware mit dem Namen "Agent Smith" auf Millionen Smartphones rasend schnell ausgebreitet. Jetzt melden IT-Experten, dass der Trojaner auch Geräte in Deutschland befällt.

Foto: Carsten Rehder/dpa

Die IT-Experten der Sicherheitsfirma Check Point schlagen jetzt auch für Deutschland Alarm! Die Spezialisten sind sich sicher, dass die Schadsoftware "Agent Smith" anfängt auch hierzulande Smartphones zu befallen.

So werden zum Beispiel populäre Apps wie WhatsApp durch bösartige Klone ersetzt. Check Point behauptet, dass der Trojaner schon auf 42.000 deutschen Smartphones entdeckt wurde.

So erkennt ihr, ob ihr betroffen seid

Die Malware "Agent Smith" nutzt Schwachstellen im Google-Betriebssystem Android aus.

Dafür versteckt sich die Schadsoftware zunächst in Apps, die im Google Play Store heruntergeladen werden können. Häufig ist der Virus als Gratis-Spiel oder praktisches Tool getarnt. Nach Analysen von Check Point haben sich betroffene User die Anwendungen aber vor allem aus dem App Store 9App heruntergeladen.

Foto: Warner Bros. "Agent Smith": Der Fiesling aus dem Science-Fiction-Film "Matrix" ist Namensgeber der Schadsoftware.

Sobald eine vorbelastete App auf eurer Smartphone heruntergeladen wird, infiziert "Agent Smith" andere Anwendungen und ersetzt sie durch Klone. Das Tückische: Man bekommt die Folgen zunächst gar nicht mit. In den geklonten Apps, zum Beispiel auch WhatsApp, wird dann  betrügerische Werbung ausgespielt. Wer also plötzlich komische Werbung auf seinem Smartphone sieht, ist vermutlich von "Agent Smith" betroffen. 

Warum "Agent Smith" so gefährlich ist

Viele Nutzer bemerken den Befall erst sehr spät. Weltweit wurden bisher 25 Millionen Handys verseucht. Obwohl schon elf befallene Apps aus dem Play Store entfernt wurden, treten jetzt erste Fälle in Deutschland auf.

Die Malware könnte Smartphones künftig nicht nur mit ungewollter Werbung zumüllen. Gefährlich wird es, wenn die Schadsoftware für Angriffe missbraucht wird, die dem Kreditkartendiebstahl oder dem Abhören der Nutzer dienen.

So schützt ihr euch "Agent Smith"

Ganz wichtig:  Ladet euch keine Apps aus fremden App-Stores herunter, bleibt auf jeden Fall im Google Store. Seid aber auch hier vorsichtig. Es empfiehlt sich, ein Android-Update aufs Smartphone zu spielen. Denn vor allem ältere Versionen werden laut Experten am häufigsten von "Agent Smith" angegriffen (Versionen 5 bis 7).

Wenn ihr in euren Apps seltsame Werbungen angezeigt bekommt, dann deinstalliert am besten sofort die jeweilige App! Ruft euch außerdem in Erinnerung, welche Apps ihr zuletzt installiert habt. Eine davon könnte die Malware eingeschleppt haben. Löscht auch diese Apps von eurem Handy.