19.11.2014 | Technik WhatsApp will Sicherheitslücken schließen

Der Siegeszug des Chat-Dienst "WhatsApp" ist nicht zu stoppen. Über 600 Millionen Menschen nutzen den Service weltweit, um mit Freunden und Bekannten Nachrichten, Fotos und Videos auszutauschen. Allerdings war die Datensicherheit bisher ein heiß umstrittenes Thema...

WhatsApp will Sicherheitslücken schließen

Bislang wurden die Daten nur zwischen dem Smartphone und den Servern verschlüsselt - für viele Datenschützer ging das nicht weit genug. Jetzt gab das Unternehmen bekannt, künftig sicherer werden zu wollen. WhatsApp kooperiert ab sofort mit den bekannten Verschlüsselungs-Spezialisten von Open Whisper Systems, in einem aufwendigen Verfahren verschlüsselt die Messenger-App ab sofort Text-Nachrichten.

Damit soll es für Dritte fast unmöglich werden, die Nachrichten anderer User lesen zu können, die mit dem Messenger verschickt werden. Der Chat-Dienst setzt für die Verschlüsselung die freie Software "Textsecure" ein. Die Software verschlüssele die Nachrichten so, dass nur Sender und Empfänger diese mit den nötigen Schlüsseln dekodieren könnten. Diese blieben dabei jeweils nur auf den jeweiligen Smartphones und Tablets der Nutzer, selbst das Unternehmen selbst könne die Nachrichten nicht mehr entschlüsseln, so die Verantwortlichen.

Voraussetzung für das sicherere Chat-Vergnügen ist, dass beide Gesprächspartner die aktuellste Version der Android-App installiert haben müssen, für Nutzer anderer Betriebssysteme werde an einer schnellen Lösung gearbeitet. Auch gilt die Datensicherheit bisher nur für persönliche Chat-Nachrichten, jedoch noch nicht für Gruppen-Nachrichten, übermittelte Fotos und Videos. Nach der Übernahme durch Facebook zu Jahresbeginn suchten zahlreiche User eine sicherere Messenger-Alternative - dem möchte das Unternehmen jetzt entgegenwirken: "Das ist erst der Anfang", so die Macher von Open Whisper Systems.