05.11.2014 | Technik Zeit im Internet vertrödeln macht schlau! – Mit diesen Apps helfen Sie Ihrem Grips

Das sind doch mal sehr gute Nachrichten für alle Chatter, Zocker und Dauersurfer! Der amerikanische Dichter Kenneth Goldsmith behauptet nämlich: Stundenlang blöd im Netz rum klicken, nutzloses Zeug anschauen und völlig sinnfrei auf den Bildschirm starren, fördert die Konzentration.

Zeit im Internet vertrödeln macht schlau! – Mit diesen Apps helfen Sie Ihrem Grips

Von dieser Theorie ist er so sehr überzeugt, dass er sogar nächstes Jahr ein ganz besonderes Uni-Seminar in Philadelphia anbietet: „Zeit im Internet verschwenden“. Seine Studenten müssen jeden Mittwoch drei Stunden lang absolut sinnlos im World Wide Web rum hängen. Währenddessen dürfen sie noch nicht einmal miteinander reden. Kommunikation ist ausschließlich über soziale Medien erlaubt.

Und wenn das alle Teilnehmer von "Wasting time on the Internet" ganz brav beherzigen, absolut unproduktiv sind und ihre Zeit bestens im Internet verplempern, sollen sie sich nach dem Kurs wieder viel besser konzentrieren können. Und damit schlauer sein. Zumindest kurzzeitig.

Klar, dass jetzt viele Wissenschaftler aufkreischen. Predigen die doch schon seit Jahren, dass das Internet dumm macht. Aber Goldsmith hält weiter an seiner Meinung fest und sagt: „Das Internet macht auf eine Art klüger, die wir alle vielleicht noch gar nicht begreifen können.“

„Noch nicht begreifen“ können wir ehrlicherweise auch seine ehemalige Unterrichtsmethode. Im Kurs "Uncreative Writing" mussten seine Schüler stundenlang voneinander abschreiben. Sie durften sich keinen einzigen Satz neu ausdenken. Und noch viel abstruser: Letztes Jahr hat Kenneth Goldwin versucht, das komplette Internet auszudrucken. Überraschenderweise ohne Erfolg…

Aber wer weiß… vielleicht ist die Wissenschaft tatsächlich noch nicht auf seinem genialen Wissensstand und es macht uns wirklich klüger, wenn wir unsere Zeit im Netz verplempern. Und selbst wenn nicht: Ein kleines Päuschen und zwischendurch mal komplett abschalten schadet bestimmt auf keinen Fall! Deshalb haben wir hier die unsinnigsten Apps.

  • Kissing Test (iPhone und Android)

    Sie knutschen die virtuellen Lippen (Geschlecht wählbar) auf ihrem Display. Anschließend bewertet die App Ihre Kuss-Künste. Kissing Test gibt es im Store zum Nulltarif.

  • Hold on (iPhone und Android)

    Das ist die Sinnlosigkeit in Perfektion: Ziel des Spieles ist es, den Button in der Mitte des Displays so lange wie möglich gedrückt zu halten. Weiter passiert nichts. Die Stoppuhr, die als Game vermarktet wird, kostet 79 Cent.

  • Bubblewrap (iPhone und Android)

    Wenn Sie gerne Blasen in Luftpolsterfolie zerdrücken und gerade keine da haben: Bubblewrap ist Ihre virtuelle Ersatzbefriedigung. Die Größe und Farbe der Luftblasen dürfen Sie dabei selbst bestimmen. Immerhin umweltfreundlicher als echte Folie und kostenlos.

  • Fake Friends (nur iPhone)

    Diese App filtert angeblich falsche Freunde aus ihren Fotos heraus. Kaum hat sie einen falschen Kontakt enttarnt, knallt sie ihm einen Fake-Button auf die Stirn. Fake Friends gibt es im Store kostenlos.

  • Human to Cat (iPhone und Android)

    Ihre Katze macht immer noch nicht, was Sie wollen? Könnte daran liegen, dass sie Sie nicht versteht. Diese App übersetzt „Menschlich“ in „Kätzisch“. Einfach Botschaft aufnehmen - aus dem Lautsprecher kommen dann Katzenlaute. Human to Cat gibt es zum Nulltarif.

  • Ingrown Toenail Remover (nur iPhone)

    Immerhin sparen Sie mit dieser App Geld für die nächste Mahlzeit. Sie entfernen extrem realistisch einen eingewachsenen Zehennagel. Kostenpunkt: 89 Cent.

  • iPoop (nur iPhone)

    Wie oft gehen Sie eigentlich aufs Klo? iPoop erfasst das statistisch genau. So stellt die App fest, ob mit Ihrer Gesundheit und ganz besonders mit Ihrem Stoffwechsel alles in Ordnung ist. Kostenlos im Store erhältlich.

  • Sim Stapler (nur iPhone)

    Willkommen im Retro-Büro! Mit Sim Stapler tackern Sie virtuelle Papierstapel zusammen, inklusive realistischem Geräusch. Sim Stapler gibt es kostenlos.