03.12.2018 | Verbraucherschutz Ab heute wird Online-Shopping in der EU billiger

Wer bisher auf Webseiten im EU Ausland shoppen wollte, wurde auf die deutsche Version der Homepage zurückgeleitet. Oft hat man dann für das gleiche Produkt mehr bezahlt, als auf der ausländischen Homepage. Damit ist jetzt Schluss.

Ab Anfang Dezember tritt die neue "Geoblocking-Verordnung" in Kraft. Damit sollen für alle in Europa die gleichen Bedingungen beim Online-Shopping gelten. Konkret heißt das: Möchte ich als Kunde ein Notebook auf einer spanischen Webseite kaufen, weil ich dort das beste Angebot gefunden habe, darf ich nicht mehr auf die deutsche Version der Seite mit eventuell höherem Preis umgeleitet werden. Auch wenn der spanische Anbieter nicht nach Deutschland liefert, muss ich zumindest die Möglichkeit haben das Produkt zu kaufen und es selbst abzuholen oder durch einen Lieferdienst holen zu lassen. Das war bisher nicht so. 

+++ Rabatt muss für alle gelten +++ 

Bietet ein Online-Shop in Österreich seinen Kunden einen Sonderrabatt an, muss dieser auch für Kunden aus Deutschland oder dem anderen EU-Ausland gelten. Eine weitere Änderung betrifft den Zugang zu Internetseiten: Bisher können Online-Händler mit Hilfe des „Geoblockings“ den Zugang zu bestimmten Bestellseiten verweigern, wenn die Kunden in einem anderen Staat ansässig sind.

+++ Auch Kreditkarten müssen gelten +++ 

Akzeptiert ein Online-Händler die Kreditkarte einer bestimmten Marke, muss er sie auch annehmen wenn diese in einem anderen EU-Land ausgestellt wurde. Auch das ist neu. Ausgenommen von der Neuregelung sind urheberrechtlich geschützte Medien wie Software, E-Books, Computerspiele, Filme oder auch Musik. Auch Finanz- und Verkehrsdienstleistungen wie zum Beispiel Flugtickets sind ausgenommen. 

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