11.07.2014 | Verbraucherschutz Beim Wechsel des Telefonanbieters: es gibt einen Rechtsanspruch auf Beibehaltung der Rufnummer

Beim Wechsel des Telefonanbieters: es gibt einen Rechtsanspruch auf Beibehaltung der Rufnummer
Telefonieren im Festnetz: Die EU-Kommission droht den deutschen Aufsehern mit rechtlichen Schritten. Foto: Marc Müller
Die Regelung soll verhindern, dass Kunden wegen dem drohenden Verlust ihrer gewohnten Rufnummer von einem Anbieterwechsel absehen. Der Kunde muss die Portierung beim neuen Anbieter beauftragen. Der stimmt die Portierung dann mit dem alten Anbieter ab.

Aber Vorsicht, warnen ARAG Experten: Ein Wechsel des Anbieters liegt nur vor, wenn der Endnutzer einen Vertrag mit einem neuen Anbieter abgeschlossen hat und die Vertragsbeziehung bezüglich des Telefondienstes mit dem bisherigen Anbieter beendet ist. Bei einem Vertragswechsel ohne Wechsel des Anbieters besteht nach dem TKG kein Rechtsanspruch auf Beibehaltung der Rufnummer. Es steht dann im Ermessen des Anbieters, ob er die Beibehaltung ermöglicht.

Seit 2002 können auch Mobilfunkkunden ihre Handy-Nummer beim Anbieterwechsel behalten. Die hiergegen gerichtete Klage von T-Mobil wies das Verwaltungsgericht Köln damals ab (VG Köln, Az.: 11 K 4430/00).