06.09.2019 | Verbraucherschutz Bis zu 100.000 Euro Strafe bei Verstoß geplant: Plastiktüten ab 2020 verboten?

Schon nächstes Jahr könnten Plastiktüten in unseren Geschäften verboten werden. Das Bundesumweltministerium hat jedenfalls einen fertigen Gesetzentwurf dafür in der Schublade. Es soll auch hohe Strafen geben, aber auch weiterhin Ausnahmen.

Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Das Bundesumweltministerium hat ein Verbot für Plastiktüten an der Ladenkasse auf den Weg gebracht. Es geht dabei um sogenannte „leichte Kunststofftragetaschen“, die ganz leichten Tütchen etwa für Obst und Gemüse und besonders stabile Tüten sind nicht betroffen. Händlern, die das Verbot nicht binnen einer Frist umsetzen, soll eine Geldstrafe von bis zu 100.000 Euro drohen.

Nur ausgerechnet diese dünnen Tüten, die es an den Obsttheken gibt, sind ein echtes Problem für die Umwelt. Als Argument, warum diese Tüten von dem Verbot ausgenommen werden sollen, führt das Ministerium an: Das könnte zu mehr Lebensmittelverschwendungen führen. Vergangenes Jahr wurden sie mehr als drei Milliarden Mal von der Rolle gezogen, einmal benutzt und weggeworfen.

Das Verbot soll innerhalb des ersten Halbjahres 2020 in Kraft treten, heißt es in dem Entwurf. In Deutschland würden pro Jahr und Kopf noch rund 20 dieser Tüten verbraucht, heißt es im Entwurf von Umweltministerin Svenja Schulze (SPD). Verboten werden soll Geschäften nun, solche Tüten auszugeben, „die dazu bestimmt sind, in der Verkaufsstelle mit Waren gefüllt zu werden“.

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