21.01.2020 | Verbraucherschutz Brexit, BahnCard, WhatsApp: Das ändert sich im Februar 2020

Auch im Februar gibt es viele Neuerungen. Im Fokus diesmal: der Brexit. Was das konkret für Verbraucher bedeutet, wie ihr außerdem beim Zugfahrten Geld spart, und bei welchen Smartphones WhatsApp nicht mehr läuft, lest ihr hier.

Im Februar ändert sich wieder einiges für Verbraucher. Wir haben euch zusammengefasst, was. 

Brexit

Dreimal ist er schon verschoben worden, immer wieder wurde nachverhandelt und neu abgestimmt. Jetzt ist es soweit: Am 31. Januar tritt Großbritannien aus der EU aus.

Wirtschaft

Zum 1. Februar beginnt dann die sogenannte Übergangsphase. Großbritannien ist noch bis Ende des Jahres Teil des EU-Binnenmarkts und der Zollunion – hält sich bis dahin also weiter an das EU-Regelwerk und zahlt Mitgliedsbeiträge, darf aber nicht mehr abstimmen. Diese Übergangsphase kann verlängert werden – bis maximal Ende 2022.

Urlaub

Beim Zoll den Personalausweis vorzeigen – fertig. Bisher war die Einreise nach Großbritannien für deutsche Staatsbürger unkompliziert – während der Übergangszeit bleibt sie das auch. Die Britische Regierung hat dem Auswärtigen Amt bestätigt, dass „vorerst weiterhin“ keine Verschärfung der Einreisebestimmungen geplant ist. 

Der Wanderurlaub in Schottland, der Mädels-Shoppingtrip nach London und der Sprachkurs in Cornwall sind also nicht in Gefahr – für Aufenthalte bis zu drei Monate soll es keine Visumpflicht geben. Längerfristig könnte Großbritannien die Einreiseformalitäten ähnlich handhaben wie Norwegen und die Schweiz – die gehören ja auch nicht der EU an.

EU-Mittelpunkt

Nach dem Brexit verschiebt sich auch der Mittelpunkt der EU. Er bleibt aber weiterhin in Unterfranken. Von Westerngrund-Oberwestern rutscht er rund 55 Kilometer südwestlich nach Veitshöchheim-Gadheim

BahnCard

Im Februar werden BahnCards günstiger. Schon zum Jahresbeginn hat die Bahn die Mehrwertsteuer auf Tickets im Fernverkehr gesenkt – um rund 10 Prozent. Diese Differenz wird an die Fahrgäste weitergegeben. 

Die BahnCard 25 kostet nun 55,70 Euro (statt vorher 62 Euro), die BahnCard 50 bekommt ihr für 229 Euro (statt vorher 255 Euro). Der günstigere Preis gilt auch, wenn ihr die Karte schon im Januar kauft – wichtig nur, dass der erste Geltungstag im Februar liegt. 

WhatsApp

Schnell noch ein Update machen, damit euer Betriebssystem weiterhin fit für WhatsApp ist. Ab 1. Februar läuft der Nachrichtendienst nicht mehr auf alten Smartphones – betroffen sind Androids, deren Betriebssystem älter ist als 2.3.7, oder Apple-Geräte mit iOS8 und älter.

Schaltjahr

Eine Zwanzigjährige, die auf ihrem Geburtstagskuchen nur fünf Kerzen brennen hat – das gibt’s nur am 29. Februar, denn dieser Tag findet nur alle vier Jahre statt. 2020 ist ein Schaltjahr.

Der Grund: Die Erde braucht 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 45 Sekunden, um die Sonne zu umrunden. Um das auszugleichen, steht alle vier Jahre ein Schaltjahr im Kalender – also ein Jahr mit 366 Tagen, einer mehr als sonst, hinten am Februar angehängt.

Kulturhauptstadt

Das Europäische Kulturhauptstadtjahr startet traditionell im Februar. Der Titel geht dieses Jahr an die Küstenstädte Galway (Irland) und Rijeka (Kroatien)

Deutschland stellt 2025 wieder eine Kulturhauptstadt – wer es wird, ist noch offen. Im Rennen sind Chemnitz, Hannover, Hildesheim, Magdeburg – und: Nürnberg! Die finale Entscheidung fällt im Herbst.