23.09.2019 | Verbraucherschutz Foodwatch startet Schummelmelder: Was ist die dreisteste Werbelüge 2019

Auch 2019 ruft das Unternehmen foodwatch Verbraucher dazu auf, irreführende Produkte für die Wahl zum Goldenen Windbeutel einzureichen. Mit dem Schmähpreis zeichnet die Verbraucherorganisation regelmäßig die dreisteste Werbelüge des Jahres aus. Verbraucher können Lebensmittel, von denen sie sich getäuscht fühlen, einreichen.

Foto: Oliver Berg/dpa (Bildmontage)

Schon mal getestet, ob eure 250 Gramm Butter wirklich 250 Gramm auf die Waage bringt? Oder ob in einem Getränk ohne Süßstoff auch wirklich kein Zucker oder ähnliches enthalten ist? Derartige Vebraucherlügen will die Verbraucherorganisation foodwatch jährlich seit 2009 mit der Wahl zum Goldenen Windbeutel aufdecken. So auch dieses Jahr. Hierbei können Verbraucher Werbelügen bis zum 29. September bei foodwatch einreichen. Im November stehen dann fünf Kandidaten zur Online-Wahl fest für einen Preis, den keiner haben will. 

Hier Werbelüge einreichen

Die Organisation engagiert sich seit langem gegen Etikettenschwindel und fordert klarere Kennzeichnungsregeln. Die bisherigen Vorgaben schützten nicht vor irreführenden Angaben auf Lebensmittelpackungen, so foodwatch.

Obwohl im EU-Lebensmittelrecht allgemein ein Verbot von Täuschung festgeschrieben sei, könnten in der Praxis Hersteller dennoch oft ganz legal schummeln und täuschen - weil zum Beispiel selbst Zuckerbomben mit Gesundheitsversprechen, unausgewogene Babyprodukte als kindgerecht oder hochverarbeitete Lebensmittel als "natürlich" und "traditionell" beworben werden dürften. 

Wenn ihr auch eine Werbelüge entdeckt habt, könnt ihr sie  hier einreichen.

Foto: foodwatch