20.11.2020 | Verbraucherschutz Fotobücher im Test: Die Hälfte der Anbieter haben Sicherheitslücken

Stiftung Warentest hat zwölf Anbieter von Fotobüchern getestet - mit einem erschreckenden Urteil: Die Hälfte der Anbieter haben Sicherheitslücken und Hacker kommen im schlimmsten Fall an eure Daten.

Gerade zu Weihnachten sind Fotobücher ein schönes und sehr persönliches Geschenk an Familie, Freunde oder Verwandte. Stiftung Warentest hat zwölf Anbieter unter die Lupe genommen mit dem Ergebnis: Sechs Anbieter haben Sicherheitslücken und machen es Hackern einfach an Kundendaten zu kommen. 

Günstigster Anbieter wurde Testsieger

Die positiven Aspekte vorweg: Testsieger wurde das Standard-Buch von Lidl für 14,90 Euro, zugleich der günstigste Anbieter im Test. Knapp dahinter ist das Fotobuch von Aldi für 14,95 Euro platziert. Beide Anbieter glänzen mit einer guten Bildqualität und einer guten Verarbeitungsqualität. 

Das Fotobuch von MyPoster mit einem Preis von 26,99 Euro konnte weder mit Bildqualität, der Verarbeitungsqualität noch beim Datenschutz überzeugen und landete auf dem letzten Platz.

Datenschutz oftmals mangelhaft

Wer ein Fotobuch bestellt, muss daher für seine Bilder zum Anbieter hochladen und hat dann mehrere Gestaltungsmöglichkeiten. Wenn ihr einem Anbieter eure sensiblen Bilddaten anvertraut, dann sollte auch für genügend Datenschutz gesorgt werden. 

Die Anbieter Cewe, FotoInsight, Myposter, Pixum, PosterXXL und Tchibo sind aber genau in dieser Testkategorie bei Stiftung Warentest durchgefallen. Grund waren zu geringe Mindestanforderungen an ein Passwort (einige Anbieter haben inzwischen nachgebessert) und dem nicht ausreichenden Schutz vor Brute-Force-Angriffen, bei denen Hacker automatisiert Tausende mögliche Passwörter ausprobieren können. 

In Sachen Datenschutz fielen zudem die Anbieter Fujifilm und Myposter auf. In beiden Fällen erhielten die Tester ein Fotobuch mit Fotos von anderen Kunden und nicht den eigenen. Der Anbieter Fuji hat angekündigt, bestimmte Prozesse künftig zu automatisieren, um solche menschlichen Fehler in Zukunft zu verhindern.