28.09.2015 | Verbraucherschutz Gefahrenzone Internet: Die häufigsten Betrugsmaschen im Netz

Millionen-Gewinn, kostenlose Traumreisen und unfassbar gute Schnäppchen. Wenn Sie im World Wide Web surfen, stoßen Sie häufig auf verlockende Angebote. Doch hier ist Vorsicht geboten! Internetbetrüger gibt es wie Sand am Meer und alle wollen nur eines: Ihr Geld. Augen auf! Das sind die häufigsten Betrugsmaschen im Netz.

Gefahrenzone Internet: Die häufigsten Betrugsmaschen im Netz

Sie surfen ganz unbeschwert im Internet. Klicken sich munter durch. Und plötzlich öffnet sich ein komischer Banner. Statt die Anzeige zu ignorieren und einfach zu schließen, lassen sich User immer wieder dazu verleiten, diese Werbebanner anzuklicken. Und das passiert aus ganz verschiedenen Gründen. Manche werden auf einmal nervös, klicken wie wild und merken gar nicht mehr, was sie da machen. Andere lassen sich von kuriosen Angeboten locken, werden neugierig und wollen mehr darüber erfahren. 

Fakt ist: Wer auf die vielen Kuriositäten im Netz anbeißt, beißt sich meist ordentlich die Zähne aus. Denn dahinter stecken in den meisten Fällen fiese Betrugsmaschen. Vor allem Kinder, Jugendliche und ältere Menschen tappen den Cyberkriminellen häufig in die Falle. Damit Sie wissen, bei welchen Anzeigen Sie besonders vorsichtig sein müssen, haben wir Ihnen die häufigsten Internet-Abzocken hier zusammengefasst. Lieber ein Mal mehr hinschauen als zu wenig. Sorgfalt im World Wide Web zahlt sich aus!

Die häufigsten Betrugsmaschen im Internet

  • Falscher Lotto-Gewinn

    Immer wieder versprechen Internetbetrüger falsche Gewinne per Mail oder Internetwerbung. Die User gewinnen ANGEBLICH mehrere tausend Euro oder gar eine Million durch Ziehungen im Ausland. Selbst wenn sie gar nicht an einem Gewinnspiel teilgenommen haben. Und das ist der Haken an der Sache. Ein Beispiel: Erst vor kurzem ist ein 57-Jähriger Mann auf solch eine Masche reingefallen. Er bekam eine Benachrichtigung, dass er 77.900 Euro im Lotto gewonnen habe. Um den Betrag zu erhalten, sollte er 1.500 Euro auf ein Konto in der Türkei überweisen. Das tat er und weg war das Geld! Fälle wie dieser kommen leider immer häufiger vor. Derartige Werbebanner deshalb auf gar keinen Fall anklicken oder gar bestätigen!

  • Fake-Shops

    Wer gerne online shoppt sollte genau hinschauen, wo er seine Produkte bestellt. Egal ob Kleidung, Technik oder Bücher. Überall im Netz lauern Fake-Shops. Sie treten hochprofessionell auf: mit Produktfotos und Impressum. Und genau deshalb unterscheiden sie sich auch kaum von seriösen Anbietern. Doch jetzt kommt der Haken: bei der Bestellungen können die Kunden NUR per Vorkasse zahlen. Wenn Sie sich darauf einlassen, sind Sie schon in die Falle getappt. Ihr Geld ist weg und Ihre Ware bekommen Sie nie zu Gesicht. Besonders dreist sind Kopien von echten Online-Shops. Ein klares Indiz hierfür sind extrem niedrige Preise. Der bekannteste Betrugsfall dieser Art wurde 2012 aufgedeckt, als die Polizei der sogenannten „Fakeshop-Bande“ das Handwerk gelegt hat. Die Täter hatten mit gefälschten Online-Shops über eine Million Euro erbeutet. 1.600 Kunden waren betroffen.

  • Astro-Abzocke

    Geld, Glück und Liebe. Das alles versprechen angebliche Hellseher im Netz. Die Anzeigen werben damit, dass Sie sich Ihre Zukunft vorhersagen lassen können – und zwar kostenlos. Dafür müssen Sie nur ein paar Angaben zu Ihrer Person machen und schon bekommen Sie Ihre ganz persönliche Zukunftsprognose per Mail. Und plötzlich sieht es ganz düster aus…Sie erhalten weitere Mails, in denen Ihnen ein schreckliches Ereignis vorausgesagt wird. In der Regel ist eine fiktive Kontaktperson angegeben, die Ihnen helfen soll, das „Böse“ abzuwenden. Lassen Sie sich von solchen Benachrichtigungen auf gar keinen Fall einschüchtern. Klicken Sie keinerlei Verlinkungen an und antworten Sie nicht. Egal wie viel Angst und Schrecken der Wahrsager womöglich verbreitet.

  • (Vermeintlich) kostenlose Programme

    Bei dieser Masche bekommt der User Warnhinweise wie „Ihr Flash-Player ist veraltet“ oder „Updaten Sie Ihren Browser auf eine neue Version“. Klickt der Nutzer auf den Banner, wird er auf eine vermeintliche Download-Seite weitergeleitet, die das Programm anbietet. Doch der Haken an der Sache liegt im Kleingedruckten. Mit dem Download bestätigt der User eine Mitgliedschaft, die im Jahr bis zu 100 Euro kosten kann. Laden Sie Computerprogramme wie den Flash Player von Adobe oder den Firefox-Browser von Mozilla IMMER auf der Herstellerseite runter. So gehen Sie auf Nummer sicher!

  • Dubiose Diäten

    „Ich habe 20 Kilo abgenommen. In nur wenigen Wochen.“ Derartige Werbeanzeigen kursieren ständig im Netz. Vorher-Nachher-Fotos von Frauen sind meist beigefügt. Die Banner verweisen auf kuriose Diäten, bei denen man nicht mal Sport machen muss. Lediglich ein kleines Nahrungsergänzungsmittel reiche aus, um in wenigen Wochen schlank und rank zu werden. Und die Wunderpille gibt’s natürlich zum zeitlich limitierten Sonderpreis. Achtung! Finger weg von solchen Lock-Angeboten. Zu den dubiosen Nahrungsergänzungsmitteln gibt’s in der Regel keinen wissenschaftlichen Nachweis. Im schlimmsten Fall können sie sogar Allergien und Unverträglichkeiten hervorrufen.

  • Leere Pakete bei ebay

    Auf ebay oder anderen Auktionsplattformen werden immer häufiger Produkte ersteigert, die allerdings nie beim Kunden ankommen. Stattdessen werden in der Tat leere Kartons verschickt. Das kommt vor allem bei teuren Technikgeräten immer öfter vor. Die Kunden zahlen mehrere hundert Euro - für ein wenig Pappe. Falls Ihnen so etwas passiert, sollten Sie den Kaufvertrag sofort anfechten. Der Käufer muss in diesem Fall nicht zahlen. Denn er ist von einem (anderen) Produkt ausgegangen.

  • Verdienen Sie 500 Euro in nur einer Woche!

    Schnelles Geld. „Verdienen Sie 500 Euro in der Woche!“ Solch unseriöse Meldungen wie diese findet man täglich im Netz. Die bekannteste Betrugs-Falle ist die Kugelschreibermontage. Laut Werbeanzeige müssen Sie hier nur munter Kullis zusammenbauen und bekommen dafür mehrere hundert Euro. In Wahrheit gibt’s die Kohle aber nicht. Kugelschreiber werden heutzutage von Maschinen gefertigt – das weiß eigentlich jedes Kind. Die Betrugsmasche erkennt man daran, dass die Gauner den Usern Seminare aufschwatzen und dafür natürlich Geld verlangen. Seriöse Arbeitgeber verlangen niemals Geld von ihren künftigen Mitarbeitern. Finger weg von kuriosen Job-Anzeigen!