03.07.2014 | Verbraucherschutz Handy-Abzocke im Urlaub: So funktioniert die neue Betrugsmasche

Handy-Abzocke im Urlaub: So funktioniert die neue Betrugsmasche

Die Täter klauen ihren Opfern das Handy – gerade im Urlaub kommt das häufig vor irgendwo im Gedränge. Und die Diebe haben es nicht auf das Handy selbst abgesehen, sondern auf die SIM-Karte. Es geht dann ganz schnell: die Betrüger rufen eine teure Hotline an, die ihnen selbst gehört und sich irgendwo im Ausland befindet. Die Kasse der Gangster klingelt und der Handybesitzer kriegt die Rechnung dafür. Ganz üble Geschichte.

Und es kommt noch schlimmer: manche SIM-Karten lassen Konferenzgespräche zu. Bis zu sechs Telefonate können gleichzeitig geführt werden. Somit werden die Kosten vervielfacht. Das Gleiche gilt, wenn die Täter mit Computerprogrammen im Sekundentakt Anrufe bei Premium-Nummern starten. Auf diese Weise können ohne weiteres innerhalb weniger Stunden tausende Euro zusammenkommen.

Muss man in so einem Fall bezahlen?

Es gibt noch kein einschlägiges Gerichtsurteil dazu. Man hat auf jeden Fall Chancen, dass der Handy-Anbieter aus Kulanz den Schaden übernimmt. Wer Opfer von so einem Betrug wird, sollte also der Rechnung schriftlich widersprechen und den Sachverhalt erklären.

So können Sie sich schützen

Die Tastatur immer mit einem Code schützen und bei der SIM-Karte immer die PIN aktiviert haben. Viele haben diesen Schutz aus Bequemlichkeit deaktiviert und das kann eben böse Folgen haben. Wenn das Handy tatsächlich weg ist: so schnell wie möglich die SIM-Karte bei der Telefongesellschaft sperren lassen. Dann sollten Sie vor bösen Überraschungen gefeit sein. Und können Ihren Urlaub einfach genießen.