11.07.2014 | Verbraucherschutz In Bayern wird es in vielen Gemeinden billiger! - Zumindest in Sachen Müll

In Bayern wird es in vielen Gemeinden billiger! - Zumindest in Sachen Müll
Knochenjob Müllabfuhr: Die Gewerkschaften fordern insgesamt 5 Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes.
Denn immerhin die Müllgebühren werden im nächsten Jahr gesenkt. Warum das plötzlich? Schließlich sind wir es ja gar nicht mehr gewohnt dass etwas tatsächlich BILLIGER wird. Der Grund: Die Abfallwirtschaftsbetriebe haben in den letzten Jahren so hohe Gewinne gemacht, dass die Gebühren 2013 um 17,3 Prozent gesenkt werden! Ein Preisstand, wir wir ihn zuletzt 1992 in München hatten.

Eine ausführliche Tabelle mit den neuen Preisen 2013 im Vergleich zum Vorjahr sehen Sie hier: 

Aber nicht nur München spart in Sachen Abfallkosten. Auch in anderen Gemeinden schaut es gut ist. In Fürstenfeldbruck wurden die Gebühren zum 1.1.2012 bereits zum dritten Mal in Folge gesenkt. Und sie sollen bis 2015 stabil bleiben. Auch in Dachau sinken die Gebühren seit 2002 kontinuierlich. Die nächste Senkung ist vorraussichtlich Anfang nächsten Jahres. In Freising, Ingolstadt, Eichstätt und Pfaffenhofen sanken die Gebühren zum Teil um satte 15 Prozent.

Und auch außerhalb Oberbayerns geht es so weiter. In Augsburg zum Beispiel (dort haben sie ein ganz anderes Berechnungssystem, nämlich nach Personen) werden die Kosten pro Erwachsenen von 75,60 Euro auf 49,80 Euro und pro Kind von 37,80 Euro auf 24,90 Euro gesenkt. Im Unterallgäu wird es ebenfalls günsiger. Zum Beispiel kostet der Biomüll dann weniger als die Hälfte des Preises vom Vorjahr...

In Schweinfurt wurden die Preise seit 2004 mehr als halbiert, in Kronach wird es 2014 billiger, ...

Die Gründe für die niedrigeren Kosten sind vielfältig. Neue Verträge, die zu günstigeren Konditionen abgeschlossen werden konnten zum Beispiel. Außerdem sind Wertstoffe deutlich teurer geworden. In manchen Gemeinden wurde der Rhytmus der Abholung umgestellt (zum Beispiel nur noch alle 14 Tage statt wöchentlich). Doch wie auch immer die Gründe gelagert sein mögen, wenn eine Gemeinde oder ein Haushalt davon profitiert, dann soll es uns recht sein!