31.03.2021 | Verbraucherschutz Kassenbon, Führerschein, Corona-Impfung: Das ändert sich im April

Mehr Geld für einige Branchen, längere Kassenzettel und die Corona-Impfung startet bei den Hausärzten: Diese Änderungen treten ab April 2021 in Kraft.

Neue Regelung für Kassenzettel

Ab 1. April werden die Kassenzettel beim Einkaufen länger. Grund ist eine steuerrechtliche Änderung. Um Steuerbetrug zu vermeiden, müssen Kassenzettel digitalisiert werden und zusätzliche Angaben enthalten. So steht ab sofort zum Beispiel auf dem Kassenzettel, wann der Kasiervorgang gestartet und wann dieser beendet wurde. So könnt ihr auch sehen, wie schnell kassiert wurde.

Corona-Impfung bei den Hausärzten

Ab April dürfen auch die Hausärzte in Bayern flächendeckend gegen das Corona-Virus impfen. Bereits ab dem 31. März starten die ersten Praxen. Ab dem 7. April sollen dann laut der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern etwa 8500 Haus- und Facharztpraxen. Im ersten Schritt konnten die Praxen zwischen 18 und 48 Impfdosen pro Woche bestellen. Die Zahl muss dabei durch sechs teilbar sein, da in einem Fläschchen sechs Impfdosen enthalten sind. Die Zahl der Impfdosen soll dann schrittweise ausgebaut werden. 

Änderung bei Fahrschulprüfung

Prüflinge, die ihren Führerschein in einem Auto mit Automatikgetriebe gemacht haben, durften mit dem erlangten Führerschein bislang auch nur Fahrzeuge mit Automatikgetriebe fahren. Diese Regelung entfällt nun. Fahrschüler, die ihre Prüfung in einem Auto mit Automatikgetriebe abgelegt haben, dürfen zukünftig trotzdem mit Autos mit manueller Schaltung fahren. Dafür sind aber nochmal zusätzliche Fahrstunden mit einem Auto mit manuellen Getriebe notwendig. 

Mehr Lohn im öffentlichen Dienst und für Pflegekräfte

Beschäftigte im öffentlichen Dienst bekommen ab 1. April 1,4 Prozent, aber mindestens 50 Euro mehr im Monat. Die Tarifentgelte wurden entsprechend geändert. Auch Praktikanten und Auszubildende im öffentlichen Dienst bekommen 50 Euro mehr Gehalt im Monat.

Eine kleine Erhöhung gibt es auch im Mindestlohn für Pflegekräfte - wenn auch nicht ganz gleichmäßig. Im Osten steigt der Mindestlohn für Pflegekräfte auf 12,20 Euro pro Stunde, im Westen hingegen auf 12,50 Euro. Diese Ungleichbehandlung soll jetzt aber schrittweise abgebaut werden.