07.04.2022 | Verbraucherschutz Krebserregender Stoff in Babybrei gefunden: Diese Marken sind betroffen

Kein Babybrei ist laut einer "Ökotest"-Untersuchung unbedenklich. Denn sie alle enthalten Spuren von Furan. Wir haben für euch die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

Foto: Phong Duong/unsplash

Insgesamt ließ Öko-Test von einem beauftragten Labor 20 Produkte durchchecken. Nur zwei davon erhielten die Note „gut“, die schlechtesten sind durchgefallen. In 18 Babybreien wurde der, von der WHO als möglicherweise krebserregend eingestufte, Stoff Furan nachgewiesen. In Tierversuchen hatte der Stoff Leberschäden und Leberkrebs hervorgerufen. Welche Folgen er bei Menschen hat, ist bislang unklar. Der Stoff war bereits 2020 bei Stiftung Warentest aufgefallen und steckt noch immer in allen Gläsern.

Furan in Babybrei gefunden

Die festgestellten Mengen seien zwar sehr gering, die Hersteller sollten sich dennoch bemühen, den Stoff weiter zu reduzieren. 

"Furan entsteht beim Erhitzen von Gemüse. Es entweicht aber in die Luft und ist beim Kochen am heimischen Herd eher kein Thema. Anders sieht es bei der industriellen Herstellung von Fertiggläschen aus: Bei der Sterilisation der Fertigbreie sammelt sich der Stoff an. Das ist im Produktionsprozess derzeit noch nicht vermeidbar."
Diese Marken schnitten am besten ab

Die Babybreie "Pastinaken mit Zucchini und Blumenkohl" und "Gemüse mit Süßkartoffeln von Alnatura haben mit "gut" abgeschnitten. In den beiden Babybrei-Produkten fand sich besonders wenig Furan. Kritik gab es am Deckel, denn die Dichtung enthält Weichmacher, die ins Essen übergehen könnten. 

Diese Marke schnitt am schlechtesten ab

Der "Rahm-Spinat in Kartoffelgemüse" von Babydream ist durchgefallen. Hier hat das Labor Rückstände von Nitrat festgestellt. Im Mund sowie im Magen kann aus Nitrat der Stoff Nitrit entstehen und sich dann krebserregendes Nitrosamin bilden. Die gefundenen Mengen übersteigen zwar die Grenzwerte nicht. Aber es gelte auch hier der Grundsatz „weniger ist besser“, so Öko-Test. Der Brei von Babydream hat aber noch ein weiteres Problem. Öko-Test hat im Labor auch das giftige Schwermetall Cadmium nachweisen können. Hier können größere Mengen auf Dauer zu Nierenschäden führen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat einen Toleranzwert festgelegt, der zur Sicherheit nicht überschritten werden sollte. Würde ein Baby jedoch täglich diesen Brei essen, würde dieser Wert überschritten werden, warnt Öko-Test.

Hier könnt ihr die gesamten Testergebnisse nachlesen:

Babybrei im Test

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