03.07.2014 | Verbraucherschutz Lebenmittelpackungen: Wenn weniger drin ist als draufsteht

Lebenmittelpackungen: Wenn weniger drin ist als draufsteht
Supermarkt: Bei Verpackungen kann auch weniger drin sein als darauf steht.
"Die Füllmenge ist eine Pflichtkennzeichnung auf den meisten verpackten Lebensmitteln. Sie ist aber keine Garantie dafür, dass eine Verpackung genau diese angegebene Menge enthält", erläutert Susanne Moritz, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern. So kann beispielsweise eine 500-Gramm-Müsli-Packung nur 485 Gramm enthalten. Die Toleranzgrenzen sind gesetzlich in der sogenannten Fertigverpackungs-Verordnung geregelt. "Es gilt das Mittelwertprinzip. Danach darf die Nennfüllmenge einer Charge im Durchschnitt nicht unterschritten werden", erklärt Moritz. Abweichungen bei einer einzelnen Verpackung sind jedoch zulässig.

Ob die Füllmenge tatsächlich zu gering ist, kann nur das zuständige Eichamt genau prüfen. Beim Nachwiegen mit üblichen Haushaltswaagen ist die Messungenauigkeit meist zu groß. Die Verbraucherzentrale Bayern empfiehlt, die zuständige Behörde der Lebensmittelüberwachung zu informieren, wenn bei einem Produkt wiederholt ein zu geringes Gewicht festzustellen ist. Diese kann dann das Eichamt einschalten und gegebenenfalls den Hersteller abmahnen. Die Adressen sind auf der Homepage der Verbraucherzentrale zu finden unter www.verbraucherzentrale-bayern.de und dem Suchbegriff Lebensmittelreklamation.