11.06.2019 | Verbraucherschutz Mehr Umweltschutz: Aldi verlangt ab Sommer Geld für Obst- und Gemüsetüten

Umweltschutz und Ressourcenverschwendung ist eines der zentralen Themen unserer Zeit. Aldi will jetzt ein Zeichen gegen Plastikmüll setzen. Was der Discounter plant und wie die Kunden reagieren.

Foto: Marcel Kusch/dpa

Der Discounter Aldi will ein Zeichen gegen unnötigen Plastikmüll setzen und erhebt künftig eine Gebühr auf die Einwegplastiktüten für Obst und Gemüse. Ab Sommer 2019 müssen Kunden beim Einkauf von Äpfeln, Birnen oder Tomaten pro Plastiktüte einen Cent extra bezahlen, wenn sie nicht auf den sogenannten Knotenbeutel verzichten wollen. Ein genauer Starttermin steht noch aus. Zudem will das Unternehmen künftig Tüten aus Bioplastik anbieten.

Auch andere Supermärkte haben den Kampf gegen Plastiktüten angekündigt. So will die Supermarktkette Real ab 2020 nur noch Einwegtüten aus Papier anbieten. Viele Einkaufsmärkte bieten zudem wiederverwendbare Stoffsäcke für Obst und Gemüse an.

Laut aktuellen Zahlen des Bundesumweltministeriums verbraucht jeder Deutsche im Schnitt jährlich 37 Plastiktüten für Obst- und Gemüse. Das ist zwar weniger als 2017, aber mehr als noch in den Jahren 2015 und 2016. Ein Grund dafür könnte sein, dass normale Plastiktüten bei vielen Händlern kostenpflichtig sind und die Kunden dann auf die kostenlosen dünnen Tüten umgestiegen sind. 

So reagiert das Netz auf die Ankündigung: