27.11.2016 | Verbraucherschutz Phishing-Mails: Internetbetrüger wollen Ihre Daten

Persönliche Daten, Kontoverbindung, PIN / TAN und Passwörter sind bei Betrügern heiß begehrt. An diese gelangen sie häufig durch gefälschte E-Mails, www. – Adressen oder infizierte Webseiten, die im Aussehen und Inhalt denen von seriösen Geschäftspartnern oder auch Banken gleichen.

Phishing-Mails: Internetbetrüger nehmen verstärkt PayPal-Kunden ins Visier

In sogenannten Phishing-Mails wird der Bürger aufgefordert seine Zugangsdaten oder Passwörter, zur Kontrolle oder Aktualisierung, preis zu geben. Der Schutz von persönlichen Daten kann durch Datensparsamkeit und verantwortungsbewussten Umgang mit Daten erreicht werden. Sie erkennen die elektronischen Betrugsschreiben sofort an der Betreffzeile. Die Varianten "Ihr Kundenkonto", "Auffällige Transaktion festgestellt - Bestätigung erforderlich" und "PayPal - Nicht autorisierte Zahlung über 247,42 EUR an Avangate B.V." sind gerade sehr oft im Umlauf.

Wichtige Warnhinweise:

  • Verwenden sie unterschiedliche Passwörter für Ihre Internetaktionen (Onlinebanking, E-Mail-Account, Online-Auktionen usw.).

  • Halten Sie Ihre Zugangsdaten geheim.

  • Speichern Sie keine Kennwörter auf dem Computer ab oder leiten es per Mail weiter.

  • Geben Sie die Internetadresse Ihrer Bank von Hand in den Browser ein und übernehmen Sie sie nicht aus dem Verlauf oder übermittelten Links.

  • Achten Sie auf eine verschlüsselte Verbindung (https:// und Schlosssymbol in der Adresszeile Ihres Browsers).

  • Nutzen Sie keine fremden WLANs, öffentliche Hotspots zur Übermittlung Ihre persönlichen Daten oder Tätigung Ihrer Bankgeschäfte.

  • Beantworten Sie keine verdächtigen E-Mails oder Beiträge, in denen Sie persönliche Daten preisgeben sollen.

  • Ignorieren Sie sog. Phishing-Mails – Ihre Bank wird Sie nie per E-Mail um die Bekanntgabe Ihrer Zugangsdaten bitten.

  • Informieren Sie im Verdachtsfall sofort Ihre Bank und lassen Sie Ihren Zugang sperren.

  • Wenn Sie bereits geschädigt wurden, verständigen Sie Ihren Accountbetreiber (eBay, Amazon, PayPal, etc.), um eine Sperrung des Accounts in Betracht zu ziehen. Weiterhin sollten Sie das Passwort für den Zugang ändern.

Neben PayPal ist vor allem die Deutsche Bank massiv von Phishing betroffen. Hier erreichen die Kunden häufig Mails mit dem Betreff "Deutsche Bank - Sperrung Ihres Girokontos" und "Bitte ändern Sie Ihre Telefon-Banking PIN". In diesem Fall am besten sofort mit dem Kundenservice in Kontakt treten!

Das Bayerische Landeskriminialamt rät eindringlich, keinesfalls Anhänge oder Links solcher E-Mails zu öffnen, nichts auszufüllen und keine persönlichen oder kontobezogenen Daten preiszugeben. Egal wie plausibel die Begründung dafür auch klinge, am besten sei es, solche E-Mails sofort zu löschen, so die Experten. Wer versehentlich den Anhang geöffnet hat, sollte unbedingt einen Virensuchlauf starten. Tipps, um Online-Dieben nicht ins Phishing-Netz zu gehen, sind auf der Homepage der Verbraucherzentrale zu finden. Dort sind in einem Phishing-Radar auch aktuelle Warnungen eingestellt. Wer verdächtige Mails erhält, kann sie dort auch direkt melden.