18.08.2021 | Verbraucherschutz Sonnenblumenöl im Test: Fast alle Sorten verunreinigt - nur ein Öl bekommt Bestnote

Öko-Test hat 21 Sonnenblumenöle getestet. Das Ergebnis ist beunruhigend: Fast alle der getesteten Sorten sind mit Mineralölen verunreinigt. Warum das so schädlich ist und worauf ihr beim Kauf eures Öls achten solltet, erfahrt ihr hier.

Sonnenblumenöl ist in der Küche ein echter Allrounder. Es eignet sich für Salatdressings, kann aber auch zum Braten bei mittleren Hitzestufen verwendet werden. Umso wichtiger ist es beim Kauf darauf zu achten, dass das Öl unbelastet und von guter Qualität ist. Öko-Test hat 21 Sonnenblumenöle getestet. Dabei zeigt sich, dass Sonnenblumenöl häufig durch Mineralöle belastet ist. Aber auch Mängel wie Schimmelpilzgifte und andere krebserregende Stoffe wurden festgestellt. Lediglich einmal wird im Test die Bestnote vergeben und ganze fünf Sorten fallen mit "mangelhaft" oder "ungenügend" durch. Neun mal vergibt Öko-Test die Note "gut".

Welche Sorten fallen durch?

Am meisten Schadstoffe enthalten diese drei Sonnenblumenöle:

  • Gut Bio Sonnenblumenöl nativ kaltgepresst: mangelhaft
  • Thomy Reines Sonnenblumenöl: mangelhaft
  • dm Bio Sonnenblumenöl kaltgepresst: ungenügend

Welche Öle schneiden "sehr gut" und "gut" ab?

Genau ein Sonnenblumenöl hat im Test mit "sehr gut" abgeschnitten: Das im Bio-Laden erhältliche "Bio Planète"-Öl weist im Test keine Mängel auf und  überzeugt auch geschmacklich. Ganze neun Ölsorten konnten zudem mit der Wertung "gut" abschneiden. Darunter diese drei:

  • Alnatura Sonnenblumenöl nativ: gut
  • K-Classic Reines Sonnenblumenöl: gut
  • Rewe Bio Sonnenblumenöl nativ: gut

Warum sind Mineralöle schädlich?

Mineralöle haben für gewöhnlich in Nahrungsmitteln nichts verloren. Sie entstehen durch den Herstellungsprozess mineralischer Stoffen wir Braunkohle, Steinkohle, Torf, Holz oder Erdöl. Bedenklich sind sie, weil sie sich im in Organen wie der Leber anreichern. Öko-Test findet: Sie gehören nicht in Lebensmittel - hier sind schärfere Kontrollen der Hersteller gefragt.