05.11.2019 | Verbraucherschutz Steigende Mieten in Bayern: Das könnt ihr tun!

Es wird immer schwieriger eine Wohnung oder ein Haus zu finden, das sich ein Einzelner oder eine Familie leisten kann. In diesem Artikel wollen wir einige Tipps geben und Alternativen aufzeigen, damit die Miete bezahlbar bleibt oder überhaupt bezahlbarer Wohnraum gefunden werden kann.

Schon seit Jahren sind die Mieten in Deutschland unaufhörlich am Steigen. Auf dem Land kommt diese Entwicklung glücklicherweise nicht so stark an. Doch wer in den vergangenen Monaten oder Jahren eine Wohnung in Städten wie München oder Nürnberg gesucht hat wird wissen, wie teuer die Mieten und Kaufpreise mittlerweile geworden sind. Viele Menschen ziehen ins Umland, weil sie sich die hohen Preise einfach nicht mehr leisten können oder wollen. Doch was kann man überhaupt gegen die hohen Mieten in Bayern Großstädten tun? 

Mieterhöhungen und Eigenbedarf genau kontrollieren

Mieter haben in Deutschland sehr viele Rechte. Oft wird sogar gesagt, dass sie zu den am stärksten Gruppen überhaupt gehören. Denn wenn ein Vermieter sie kündigen möchte, dann braucht er dafür sehr gute Gründe. Selbst bei der Eigennutzung einer vermieteten Wohnung gibt es sehr genaue Vorgaben. Und auch die Erhöhung der Miete unterliegt mittlerweile sehr strengen Gesetzen. Ein Vermieter muss sehr viele Aspekte beachten, damit die Mieterhöhung tatsächlich wirksam ist.

Für die Mieter eröffnet das viele Chancen. Wenn die Miete erhöht werden soll, können sie sich bei einem spezialisierten Anwalt oder beim Mieterschutzbund Hilfe holen, um die Rechtmäßigkeit der Mieterhöhung zu prüfen. Zwar kann damit nicht jede Mieterhöhung verhindert werden. Wenn es aber binnen kürzester Zeit deutlich teurer werden soll, kann man sich damit durchaus ein wenig Zeit verschaffen.

Ähnlich sieht es bei einer Eigenbedarfskündigung aus. Diese werden immer wieder durch Vermieter ausgesprochen. Doch nicht immer sind diese wirksam. Manchmal wird die entsprechende Immobilie im Anschluss daran gar nicht selbst genutzt. Dann gibt es die Chance auf Schadensersatz. 

Es lohnt sich also, nicht jede Änderung dies Mietverhältnisses einfach hinzunehmen. Manchmal kann sich der Gang zum Anwalt richtig lohnen.

Den Zuschlag für eine günstige Wohnung erhalten

Immer wieder kommen neue Wohnungen auf den Markt. Manchmal sind diese deutlich günstiger, als es das Marktniveau erwarten lässt. Dann können Sie sich sicher sein, dass der Andrang bei einer Besichtigung enorm ist. Oft gibt es dafür die sogenannten Massenbesichtigungen. Interessenten gucken sich das Objekt dann nicht alleine mit einem Makler oder dem Vermieter an, sondern müssen dies zu einem festen Termin mit allen anderen Interessenten gemeinsam tun. Da wird es sehr schwer, die Wohnung zu bekommen. Denn auch wer im Mathematikunterricht nicht besonders gut war kann sich ausrechnen, dass die Chancen auf den Zuschlag gering sind.

Trotzdem kann man die Wahrscheinlichkeit natürlich erhöhen. Wer sich gut auf auf die Besichtigung vorbereitet, hebt sich von den anderen Besuchern ab. Idealerweise hat man schon alle wichtigen Unterlagen dabei. Dazu gehört ein Gehaltsnachweis, eine Auskunft über den Schufa-Score und weitere Unterlagen, die den Vermieter interessieren könnten. Das prägt sich ein und sorgt dafür, dass der Vermieter oder der Makler weniger Arbeit hat. Oft dauert es, bis alle Unterlagen in Gänze vorhanden sind. Wenn sich die Vermieterseite diese Arbeit sparen kann, tut sie das natürlich gerne.

Die eigenen Ansprüche korrigieren

Wer sich das erste Mal auf die Suche nach einer neuen Wohnung in einer Großstadt macht, kennt die Probleme des Wohnungsmarktes von München oder Nürnberg noch nicht. Deshalb beginnt die Suche oft mit hohen Ansprüchen und genauen Vorstellungen von der Wohnung. Doch in der Großstadt kann man es sich bei der Wohnungssuche gar nicht leisten, besonders wählerisch zu sein. Wenn man kein Glück hat, sollte man aus diesem Grund erst einmal die eigenen Ansprüche überdenken.

Viel lässt sich in der Wohnung sowieso noch verändern. Man kann auch eine Mietwohnung, die zunächst nicht den eigenen Ansprüchen entspricht, sehr stark individualisieren. Selbst vermeintliche Probleme sind gar nicht so schlimm, wie sie vielleicht scheinen mögen. Ein schlechter Zustand des Objekts ist zum Beispiel gar nicht so gravieren, wenn man sowieso beim Einzug renovieren wollte. Und falls die Immobilie nicht über schnelles Internet verfügt, muss das ebenfalls kein Problem sein. 

Man kann sich einfach ein Smartphone mit einem guten Vertrag zulegen. Mittlerweile gibt es sogar Tarife, bei denen die Nutzer unbegrenzt viel LTE inbegriffen haben. Dann braucht es gar keinen Internetanschluss mehr in der Wohnung. Auf https://www.preis24.de/handy-mit-vertrag/ können sich Interessenten über die aktuellen Smartphones mit den passenden Verträgen informieren.

Eine Wohnung oder ein Haus im Umland suchen

Wer in einer Großstadt arbeitet und seinen Lebensmittelpunkt hat, der möchte dort verständlicherweise nicht wegziehen. Doch leider ist das oft die einzige Möglichkeit, wenn man nicht einen erheblichen Teil des Einkommens an Miete bezahlen möchte.
Doch wenn man den Umzug ins Umland richtig plant, dann muss es gar nicht so schlimm sein. Die meisten Großstädte haben gut ausgebaute öffentliche Verkehrsmittel. Damit kann man auch aus dem Umland sehr komfortabel mit einem vertretbaren Zeitaufwand in die Großstadt kommen. Und je weiter man sich von der Stadt entfernt, desto stärker fallen auch die Mietpreise. Dann bleibt Monat für Monat wieder mehr Geld übrig. 

Es kann sich also lohnen, einfach mal genau nachzurechnen, ob sich ein Umzug aus der Stadt weg lohnt. Denn fast immer bleibt trotz der Pendelei deutlich mehr Geld übrig, als es der Fall war. Sogar die Kosten für ein Auto lassen sich durch die niedrigere Miete decken. Und wer in Wohneigentum investieren will, der hat im Umland noch die Möglichkeit, eine bezahlbare Immobilie zu finden.