25.08.2020 | Verbraucherschutz Stiftung Warentest: Vernichtendes Ergebnis für Kinderschutz-Apps

Stiftung Warentest hat spezielle Apps unter die Lupe genommen, die Kinder schützen sollen. Also die nicht altersgerechte Inhalte und Websiten blockieren, die Bildschirmzeit begrenzen und sogar den Standort des Kindes mit den Eltern teilen können. Die Ergebnisse sind besorgniserregend!

Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Die Stiftung Warentest hat Apps unter die Lupe genommen, die eigentlich dazu dienen sollen, unsere Kinder vor nicht altersgerechten Inhalten zu schützen und die Bildschirmzeit vor den Geräten zu begrenzen, ohne dass wir die ganze Zeit an ihnen dranhängen und sie überwachen müssen. 

Preis-Leistungs-Verhältnis

Die Kosten für eine solche App können dabei exorbitant hoch sein, funktionieren tun aber die wenigsten: Von neun getesteten Apps, wurden nur zwei für gut befunden. 

Laut Stiftung Warentest war es demnach auch die teuerste App, die die schlechteste Note erhalten hat. Ganze 70€ kostet sie im Jahr, ein wirksamer Schutz der Kinder ist in dem Preis aber nicht dabei. 

Der Testsieger im Vergleich der Apps kostet hingegen nur 20€ im Jahr, bietet dafür neben kindgerechter Ansprache und sehr gutem Funktionsumfang auch pädagogische Unterstützung für die Eltern. 

Pädagogische Unterstützung

Gerade der letzte Punkt ist dabei besonders wichtig, um das elterliche Verständnis für Mediennutzung von Kindern zu schärfen. Den meisten Apps fehlt das allerdings und auch gegen die meisten Internet-Gefahren wie sexuelle Anbahnung oder Mobbing ist der Großteil der Apps machtlos. 

Testleiterin Simone Vintz sagt hierzu: 

"Verbot und Kontrolle allein reichen nicht"

So sei auch das Entdecken der Freiheiten und Grenzen im Umgang mit dem Internet und die Schärfung der eigenen Medienkompetenz wichtig.