07.06.2021 | Verbraucherschutz Deutschland hat teuersten Strom Europas: So könnt ihr trotzdem Geld sparen

Bei den Strompreisen in Europa steht Deutschland unangefochten an der Spitze. Nirgendwo sonst zahlt man so viel für eine Kilowattstunde. Doch mit Tarifvergleichen kann man wenigstens etwas sparen.

Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

22,47 Cent zahlt man im europäischen Durschnitt für eine Kilowattstunde Strom. Deutlich teurer ist es derzeit in Deutschland. Hier zahlen wir im Schnitt 34,30 Cent. Also über 10 Cent mehr, als in unseren Nachbarländern. Und es kann noch teurer werden. 

An der Strombörse in Leipzig ist der Preis für Stromlieferungen im kommenden Jahr mittlerweile auf rund 61 Euro je Megawattstunde gestiegen. Anfang des Jahres war er noch bei 50 Euro.

Hauptgrund für den «extremen Anstieg» sei der CO2-Preis. «Wenn man den Strompreis mit der Entwicklung des CO2-Preises vergleicht, sieht man eine sehr starke Überschneidung», sagte Marktanalyst Linkenheil. 

Ein zweiter Preistreiber beim Strom sei das teurer gewordene Erdgas. «Auch die Gaspreise sind auf einem extremen Hoch», erläuterte Linkenheil. Im vergangenen Jahr habe die Megawattstunde 12 bis 15 Euro gekostet, nun sei der Preis auf rund 20 Euro gestiegen. Offen ist allerdings, ob oder im welchen Umfang die gestiegenen Großhandelspreise auf die Verbraucher durchschlagen. «Die Preissteigerungen im Großhandel deuten auf einen Aufwärtstrend hin», sagte Verivox-Energieexperte Thorsten Storck der dpa. 

Verbraucher sollten demnach immer die Preise der Stromanbieter vergleichen, um nicht mehr als nötig zu zahlen. 

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