28.09.2021 | Verbraucherschutz Strom wird teurer: Die besten Tipps für den Wechsel

Die Strompreise werden immer teurer. Auch für das kommende Jahr teilen die ersten Grundversorger Preiserhöhungen mit. Was ihr tun könnt, wann sich ein Anbieterwechsel lohnt und die besten Tipps - all das erfahrt ihr hier.

Foto: Fernando Gutierrez-Juarez / dpa-Zentralbild / dpa
Was ist der Grund für eine Preiserhöhung?

Zum einen steigen seit Jahresbeginn 2021 die Börsenpreise beim Strom an. Zum anderen gibt es mehr CO2-Abgaben. Weniger Wind sorgt für mehr emissionsintensive Energie, wie beispielsweise Braunkohle und das führt zu erhöhten Strompreisen.

Wie bekomme ich eine Preiserhöhung mit?

Preiserhöhungen sind nicht immer für Verbraucher gut erkennbar. Euer Stromversorger ist verpflichtet euch Änderungen mitzuteilen. Deshalb schaut in den Briefen vom Anbieter lest eure Post bzw. eure E-Mails vom Versorger gründlich, es könnte ein kleiner Vermerk mit einer Änderung auffindbar sein.

Was tue ich bei einer Preiserhöhung?

Nutzt die Preiserhöhung für einen Tarifcheck. Zusätzlich habt ihr ein Sonderkündigungsrecht, sobald euch von eurem Stromversorger eine Preiserhöhung vorliegt. Beachte hierbei auch die AGB deines Vertrags.

Wie entscheide ich mich für einen Anbieter?

Nehmt dafür eure letzte Jahresabrechnung vom Strom und checkt euren jährlichen Kilowattstunden-Verbrauch und die dazugehörigen Kosten. Vergleicht dann die Anbieter anhand von Tarifrechnern auf Vergleichsportalen. Wichtig: Achtet auf die Folgelaufzeit - nicht, dass beispielsweise nach einem Jahr der Preis erhöht wird. Bei den Vertragsbedingungen schaut auf die Vertragslaufzeit und entscheidet euch dann für eine kostengünstigere Alternative.

Übliche Vertragskonditionen:

  • Vertragslaufzeit: maximal 12 Monate
  • Folgelaufzeit: ein Monat
  • Kündigungsfrist: nach einem Monat
Wann kann ich den Anbieter wechseln?

Ein Anbieterwechsel ist von eurer Vertragslaufzeit abhängig. Sobald euch eine Preisänderung vorliegt, steht dort auch euer Sonderkündigungsrecht vermerkt. Ihr könnt sie auch jederzeit in den AGB eures Vertrags nachlesen. Ihr könnt euch aber auch mit einem Zählerstand beim neuen Anbieter anmelden und er regelt die Kündigung.

  • Unser Tipp: Um innerhalb der Frist zu kündigen, kümmert euch am besten selber um die An- und Abmeldung bei den Versorgern.
Was beachte ich beim Wechsel?

Am Tag des Wechsels lest ihr den Zählerstand ab und teilt diesen sowohl dem neuen als auch dem alten Versorger mit.

  • Unser Tipp: Macht ein Foto mit eurem Smartphone vom Zählerstand und der Zählernummer, damit ihr immer einen Beweis habt und nicht geschätzt abgerechnet werden könnt. (Auch beim Umzug hilfreich, falls sich der Nachmieter nicht oder zu spät anmeldet).

Sobald ihr den neuen Vertrag erhaltet, überprüft nochmal die Preise und Vertragsbedingungen. Die Jahreskosten sollten sich auf einem Abschlag von 12 Monate gleichmäßig verteilen. Ein Widerrufsrecht habt ihr innerhalb von 14 Tagen ab dem Tag des Vertragsabschlusses.

  • Unser Tipp: Reicht bei eurem neuen Anbieter nach circa drei Monaten nochmals einen Stromzählerstand als Zwischenstand mit, um zu checken, ob der Abschlag richtig angegeben ist oder angepasst werden muss. 
Habe ich einen Stromausfall zu befürchten?

Nein. Bei einem Wechsel bleibt euch Strom und Gas erhalten. Der Energiebezug ist deutschlandweit gesetzlich geregelt. Falls es zwischen neuem und altem Anbieter dauert, werdet ihr vom Grundversorger beliefert. 

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