11.07.2014 | Verbraucherschutz Versicherer bearbeiten Bagatellunfälle ohne polizeiliche Aufnahme

Versicherer bearbeiten Bagatellunfälle ohne polizeiliche Aufnahme
Kfz-Versicherung: Vom Preiskampf gebeutelte Branche hebt Preise. (Symbolbild)
Das Unfallprotokoll sollte die gleichen Angaben enthalten wie ein Polizeiprotokoll. «Am besten gelingt das mit dem Europäischen Unfallbericht», empfiehlt Schweda, der Vordruck seikostenlos beim Kfz-Versicherer erhältlich.  

Notiert werden sollten das amtliche Kennzeichen des Unfallgegnerssowie Namen und Adressen der beteiligten Fahrer. «Lassen Sie sich die Ausweispapiere zeigen, und notieren Sie Versicherungsgesellschaft und Nummer des Versicherungsscheines», rät Schweda. Ferner vermerkt werden müssten Ort und Zeit des Unfalls sowie Namen und Adressen von Zeugen.  

Zudem sollte nach Möglichkeit die Unfallstelle von verschiedenenStandpunkten aus fotografiert und eine Unfallskizze angefertigt werden. Wichtig sei auch, die eigene Versicherung schnellstmöglichzu informieren. Und «geben Sie niemals ein Schuldanerkenntnis ab», betont Schweda.  

Häufig wollten die Betroffenen Ärger vermeiden und machtenvoreilige Schuldeingeständnisse. «Lassen Sie sich zu nichts überrumpeln, im Zweifelsfall rufen Sie die Polizei», empfiehlt derVersicherungsexperte. Dieser Ratschlag gelte auch, wenn man sich über den Schadensumfang unsicher sei oder das Gefühl habe, dassirgendetwas nicht stimme, Drogen im Spiel seien oder der Unfallgegner versuche, einem die Schuld in die Schuhe zu schieben.  

«Wurden Personen verletzt oder ist ein erheblicher Blechschaden entstanden, sollte immer die Polizei verständigt werden», sagtSchweda.