11.05.2020 | Verbraucherschutz Wegen Corona: Diese Lebensmittel sind schon teurer geworden

Verbraucher bekommen die Corona-Krise gerade auch in den Supermärkten zu spüren - viele Lebensmittelpreise sind gestiegen.

Beim Einkauf im Supermarkt müssen viele Kunden gerade tiefer in die Tasche greifen. Schuld ist die Corona-Krise. Besonders die Preise für frische Lebensmittel müssen Konsumenten gerade mehr bezahlen - im April waren es im Schnitt fast 10 Prozent mehr als im April des letzten Jahres. Das zeigt eine Auswertung der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft (AMI).

Obst und Gemüse besonders betroffen

Gemüse ist vom Preisanstieg besonders betroffen. Hier ist ein Plus von bis zu 30 Prozent zu verzeichnen. Besonders verteuert haben sich Zucchini (plus 92 Prozent), Blumenkohl (plus 69 Prozent) und Brokkoli (plus 62 Prozent).

Der Grund sind die fehlenden Erntehelfer. Viele von ihnen sind aus Besorgnis gar nicht angereist, beziehungsweise haben die Plantagenbesitzer durch Hygienevorschriften höhere Ausgaben. 

Auch viele Obstsorten sind im Preis gestiegen. Hier gab es einen durchschnittlichen Anstieg von 14 Prozent im Vergleich zum April 2019.

Fleisch und Kartoffeln sind günstiger geworden

Die Preise für Fleisch sind im April 2020 gesunken. Grund ist, dass durch die geschlossene Gastronomie die Großabnehmer fehlen. Auch der Fleisch-Export in andere Länder geriet ins Stocken, was zu sinkenden Preisen führt.

Die Preise für Kartoffeln sind im April 2020 ebenfalls gesunken. Das ist durch die sinkende Nachfrage nach Pommes Frites zu erklären, die im Normalfall im Schnellimbissen verkauft werden. 

Milchpreise steigen unabhängig von Corona

Die Milchpreise sind in den letzten Wochen gestiegen, aber darauf hat Corona keinen Einfluss. Der Lebensmitteldiscounter Aldi hat neue Lieferverträge geschlossen, indem der Preis für einen Liter Milch um sechs Cent gestiegen ist. 

Andere Lebensmittelgeschäfte ziehen dann im Preis erfahrungsgemäß nach.