31.01.2019 | Verbraucherschutz WhatsApp, Staubsauger, Medikamente: Das ändert sich im Februar

Neuer Monat, neue Regeln! Auch im Februar 2019 müssen sich Verbraucher auf Neuerungen einstellen. Darunter in der Apotheke, bei Reisen nach Österreich oder beim Chatten mit dem Smartphone.

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Höhere Maut für Österreich-Urlauber

Eine Neuerung betrifft vor allem Urlauber, die zum Skifahren zu unseren Nachbarn nach Österreich pilgern. Denn dort gelten ab 1. Februar die neuen Jahresvignetten für Autofahrer, die im Vergleich zu den Vorjahren leicht teurer sind.

Statt 87,30 Euro kostet die Jahresvignette jetzt 89,20 Euro. Die Preise für Kurzzeitvignetten sind auch gestiegen: Das Zehn-Tages-Pickerl bekommen Autofahrer für 9,20 Euro (+ 20 Cent), die Zwei-Monats-Vignette für 26,80 Euro (+ 60 Cent).

Werbung bei WhatsApp

Seit nunmehr fünf Jahren ist die beliebte Messenger-App WhatsApp in den Händen von Facebook. Der Konzern von Gründer Mark Zuckerberg hat allerdings einen Deal mit WhatsApp. Und der ist recht simpel: WhatsApp soll nach einer anfänglichen werbefreien Schonfrist für Facebook Geld einspielen. Und diese Schonfrist endet zum 1. Februar 2019.

Um aus dem Minus zu kommen, plant der Messenger-App das Schalten von Werbung im Statusbereich. Die Chats könnten dagegen anzeigenfrei bleiben. Vorgesehen hat WhatsApp zunächst, dass Anzeigen an kleinen Nutzergruppen getestet werden. Wenn die Werbung an größere Gruppen ausgespielt wird, könnte WhatsApp aufgrund der großen Verbreitung damit wöchentlich Millionen verdienen.

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Schutz vor gefälschten Medikamenten

Der Handel mit gefälschten Medikamenten treibt inzwischen immer größere Blüten. Die EU will dem illegalen Geschäft jetzt das Wasser abgraben und entschieden dagegen vorgehen. Deshalb sollen ab Februar im Handel nur noch Arzneimittel in Packungen mit zusätzlichen Sicherheitsmerkmalen über den Tresen gehen. Die Fälschungsschutz-Richtlinie 2011/62/EU gilt in der gesamten EU vom 9. Februar an.

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Sowohl Patienten als auch Apotheker sollen besser vor Fälschungen geschützt werden, indem sie echte Medikamente besser erkennen können. Zu den Sicherheitsmerkmalen zählen:

  • Seriennummern, die die Medikamenten-Packungen zum Unikat machen
  • Barcodes auf allen Verpackungen, die als quadratischer scanbarer Code auftauchen und durch den das Klinikpersonal oder Apotheker das Medikament auf Echtheit prüfen können
  • Klebesiegel oder Perforation als Erst-Öffnungsschutz an einer Schachtel, damit Verkäufer und Käufer erkennen können, ob die Verpackung unversehrt ist
Energie-Label auf Staubsaugern verschwinden

Wer sich im Elektronikmarkt einen neuen Staubsauger zulegen wollte, konnte sich bisher anhand eines Energie-Labels orientieren. Buchstaben-Skalen von A+++ bis D machten Verbrauchern kenntlich, wie energieeffizient ein Gerät ist, ebenso eine Farbskala von dunkelgrün bis dunkelrot. Diese durch die EU vorgeschriebene Kennzeichnung fällt jetzt wieder weg.

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Sie wurde gerichtlich gekippt. Die Methode, wie der Energieverbrauch von Staubsaugern gemessen wurde, verfälschte das Ergebnis. Die Klage das britische Unternehmens Dyson, dessen Staubsauger-Produkte komplett ohne Beutel auskommen, war erfolgreich.

Erwerbsminderungsrente steigt

Auch bei der Erwerbsminderungsrente gibt es Neuerungen. Auf sie haben in Deutschland Menschen Anspruch, die nach einem Unfall oder einer Krankheit nicht mehr arbeiten können.

Zum 1. Februar wird die Zurechnungszeit von 62 Jahren und drei Monaten auf das vollendete 65. Lebensjahr erhöht. Konkret heißt das, dass die Arbeitnehmer so gestellt werden, als hätten sie bis zum 65. Lebensjahr gearbeitet. Die Folge: Den Empfängern steht mehr Geld zu als bisher. Die Regelung gilt rückwirkend für alle, die ab dem 1. Januar 2019 Erwerbsminderungsrente bekommen.