04.06.2020 | Verkehr & Mobilität Corona-Kaufprämien: So viel spart ihr künftig beim Autokauf

Die Bundesregierung hat die Kaufprämien für Elektro- und Plug-In-Hybridfahrzeuge deutlich erhöht. Doch auch Käufer von Verbrennerfahrzeugen könnten in den nächsten Monaten profitieren.

Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Auch der Autoindustrie soll in Corona-Zeiten geholfen werden. Darauf hat sich die Bundesregierung in ihrem Corona-Konjunkturpaket verständigt. Wir verraten euch, was dies für den Autokauf bedeutet.

Doppelte Kaufprämie für Elektro- und Hybridautos

Besonders Käufer von Elektroautos profitieren von der erhöhten Prämie. Bei einem Nettolistenpreis von bis zu 40.000 Euro steigt die staatliche Förderung von aktuell 3.000 Euro auf 6.000 Euro. Dazu kommt die Förderung vom Hersteller. Bisher lag diese bei den meisten Herstellern nochmal in Höhe der staatlichen Förderung. 

Für E-Autos mit über 40.000 Euro Nettolistenpreis soll es 5.000 Euro staatliche Prämie geben. Insgesamt werden reine E-Autos bis zu einer Nettokaufsumme von 65.000 Euro gefördert.

Für Plug-In-Hybridfahrzeuge gibt es künftig 4.500 Euro staatliche Prämie, statt bisher 3.000 Euro.

Die Prämie müsst ihr beim Autokauf schrifltich beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen. Auch gebrauchte Elektroautos mit einer maximalen Laufleistung von 8.000 Kilometern sind förderfähig.

Weitere Vorteile für E-Auto Fahrer

Neben den geringen Wartungskosten und vielen kostenlosen Ladeangeboten sparen E-Autofahrer auch bei der KFZ-Steuer. Die Bundesregierung hat sich in ihrem Innovationspaket auf die Verlängerung vom Wegfall der KFZ-Steuer für Elektroautos geeinigt. Bis 2030 müssen Elektroautofahrer keine KFZ-Steuer bezahlen.

Prämien für Benzin- und Dieselfahrzeuge?

Anders als von den Herstellern gewünscht gibt es für Verbrennerfahrzeuge keine Kaufprämie. Auch der Verband des Kraftfahrzeuggewerbes Bayern e. V. zeigte sich darüber enttäuscht. "Wir haben sehr saubere Verbrennerfahrzeuge. Bei den bayerischen Autoverkäufern stehen aktuell insgesamt 15 Milliarden Euro teure Verbrennerfahrzeuge, die unverkauft sind. Diese hätten wir gerne mit einer Prämie verkauft", so Präsident Albert Vetterl im ANTENNE BAYERN Interview.


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Käufer von Verbrennerfahrzeugen können aber bis 31. Dezember 2020 vom gesenkten Mehrwertsteuersatz profitieren. 

Zudem rechnet der Verband des Kraftfahrzeuggewerbes Bayern e. V mit attraktiven Angeboten für Verbrennerfahrzeugen, schließlich wollen die Händler diese Fahrzeuge auch verkaufen. "Für gute Preise brauchen wir nicht die Politik, das können wir schon selber", so Präsident Albert Vetterl im ANTENNE BAYERN Interview.

Zugleich sei man froh, dass die Hängepartie endlich beendet sei und die Menschen nicht mehr auch eine staatliche Prämie warten. Vetterl rechnet damit, dass in den nächsten Monaten wieder mehr Autos verkauft werden.

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