17.09.2020 | Verkehr & Mobilität Darum sind die Spritpreise gerade so günstig und ab da wird es teurer

Die Spritpreise sind aktuell so günstig wie seit Jahren nicht mehr. Doch es droht bereits eine Erhöhung.

Foto: Sven Hoppe/dpa

In der Corona-Krise sind die Preise für Diesel und Benzin deutlich nach unten gegangen. Laut dem Mineralölwirtschaftsverband Deutschland befinden sich die aktuellen Spritpreise auf einem ähnlich niedrigen Niveau, wie zuletzt im Mai mitten in der Corona-Pandemie. 

Schwache Weltwirtschaft sorgt für niedrige Preise

Grund für die anhaltend niedrigen Preise ist laut dem Sprecher vom Mineralölwirtschaftsverband, Alexander von Gersdorff die weltweit niedrige Nachfrage. "Die Internationale Energieagentur rechnet damit, dass die benötigte Ölnachfrage aktuell bei 92 Millionen Barrel pro Tag liegt. Im Vorjahr waren es noch 100 Millionen Barrel pro Tag. Dementsprechend sind durch die gesunkenen Ölpreise die Spritpreise in Deutschland auf dem niedrigen Niveau.", so von Gersdorff im ANTENNE BAYERN Interview.

Auch der starke Europreis lässt die Spritpreise in Europa sinken. Der Ölpreis wird in Dollar gehandelt, aber von Europa in Euro gezahlt. Ist der Europreis stark, bezahlen wir für ein Barrel Öl weniger für die gleiche Menge", so von Gersdorff.

Wie lange hält dieser Trend an?

Der Experte geht davon aus, dass die Nachwirkungen von Corona noch einige Zeit anhalten werden. Home Office könnte zu einem neuen Modell werden, die Wirtschaft muss sich erst erholen und Reisen laufen auch noch nicht wieder an. All das könnte die Spritpreise erstmal niedrig halten.

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Ab 2021 wird es teurer

Wenn sich die Wirtschaft wieder erholt, könnten also auch wieder die Spritpreise steigen. Autofahrer müssen sich zudem ab 01.01.2021 garantiert auf höhere Preise einstellen, weil da tritt die neue CO2-Steuer in Kraft. Pro Tonne CO2 werden dann 25 Euro fällig. 

"Umgerechnet bedeutet das der Benzin- und Dieselpreis auf einen Sprung um etwa acht Cent pro Liter steigt", so der Sprecher des Mineralölwirtschaftverbands. In den nächsten Jahren steigt der CO2-Preis dann schrittweise weiter.