15.07.2014 | Verkehr & Mobilität Welches Fahrrad passt zu Ihnen? - Das richtige Fahrrad für Ihre Ansprüche

Zeit also, endlich das angestaubte Radl aus dem Keller zu holen und flott zu machen. Oder man besorgt sich direkt ein Neues. Mit dem alten Faltrad sind Sie schon länger nicht mehr so glücklich... Doch welches passt statt dessen zu Ihnen?

Rauf aufs Radl! Welches darf es denn sein? - Das richtige Fahrrad für Ihre Ansprüche

Es gibt viele verschiedene Fahrräder für die verschiedensten Ansprüche. Super angesagt sind zum Beispiel die E-Bikes. Was man auch immer häufiger sieht, sind die praktischen Lastenräder und auch Falträder, welche sich besonders bei Mitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln oder beim Camping anbieten. Die Auswahl ist groß!

Lohnt sich eventuell die Investition in ein Rennrad? Brauchen Sie unbedingt ein Mountainbike? Oder sind Sie mit dem City- und Trekkingrad bestens beraten? In unserer Galerie klären wir die Vorteile der beliebtesten Drahtesel. Ausgestattet mit diesem Wissen, finden Sie heraus welches Radl am besten zu Ihnen passt.

Und passend zum Thema gibt es viele weitere Punkte zum Radeln. So erklären wir zum Beispiel wie Sie Ihr Radl richtig einstellen, wie ein Helm sitzen muss und noch einiges mehr. Also schwingen Sie sich bald mal wieder in den Sattel!

  • Mountainbike

    Diese Räder sollte man eher als Sportgerät betrachten. Weniger als Verkehrsmittel. So wie man sie kaufen kann (ohne Licht, Schutzbleche, Rückstrahler), darf man sie auch gar nicht im normalen Verkehr fahren. Mountainbikes sind robuste, gut gefederte Räder, mit denen Sie über Stock und Stein fahren können. Also etwas für sportliche Menschen, die ihr Radl für mehr brauchen um nur von A nach B zu kommen. Bei der Entwicklung hat sich die letzten Jahre hier sehr viel getan. Verschiedene Radgrößen – man unterscheidet heute hier zwischen 27.5 und 29 Zoll, ausgeklügelte Federungssystem oder zumindest eine Federgabel und Scheibenbremsen machen das Fahren über Stock und Stein nicht nur deutlich angenehmer und effizienter als früher sondern auch sicherer – Fahrspaß und sportliche Betätigung sind hier auf einen Nenner gebracht!

  • Falt- und Kompakträder

    Sportlichen Ansprüchen muss ein Falt- oder Kompaktrad nicht genügen. Dafür sind sie unglaublich praktisch und leicht zu transportieren, vor allem wenn man eine Kombination aus Radeln und Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln bevorzugt. Oder das Radl mal eben im Kofferraum verstauen will. Falträder sind funktional, oft höhenverstellbar und können dabei auch noch gut aussehen. Inzwischen gibt es sie auch mit E-Motor. Die Kompaktklasse ist auch in Großstädten stark im kommen, vor allem wenn das Rad aus Platz- und Diebstahlschutzgründen mit in die Wohnung, in ein oberes Stockwerk oder das Kellerabteil gebracht werden soll. Schließlich muss es hier auch über das Treppenhaus oder in den Aufzug nach oben gelangen.

  • E-Bikes

    E-Bikes sind der Fahrradtrend schlechthin und der Ausdruck von Mobilität, Vitalität und auch Umweltbewusstsein! Man muss nicht nur mit eigener Muskelkraft ackern, sondern kann sich von einem Elektromotor unterstützen lassen. Das ist angenehm, vor allem da, wo es anstrengend wird (bergauf). Allerdings sind sie nicht ganz billig in der Anschaffung und einige von ihnen sind sogar führerscheinpflichtig. Denn es gibt Modelle die bis zu 45 Kilometer pro Stunde fahren. Die Reichweite von E-Bikes beträgt ca. 60 bis 100 Kilometer bevor dem Motor der Saft ausgeht. Sie müssen ungefähr fünf Stunden geladen werden (also der Akku).

  • Citybike

    Platz für Gepäckträger, einen Kindersitz oder das Ankoppeln eines Anhängers. Das geht alles mit den City-Bikes, die super für den Stadtverkehr sind. Sie sind oft einfach und ohne viel Schnick-Schnack, robust und haben oft wartungsarme Nabenschaltungen zwischen 3 und 8 Gängen. Gepäckträger hinten und vorne oder verschiedene Körbe und Taschen zum anbringen machen sie besonders beim täglichen Shopping oder dem Weg zur Arbeit praktisch. In allen möglichen Preisklassen findet sicher jeder das Passende.

  • Trekking-/Tourenbike

    Ideal für Ausflüge, Radreisen oder auch den Pendler, der sein Rad täglich auf einer längeren Strecke nutzt. Mindestens eine Nabenschaltung mit 8 bis 14 Gängen oder eine Kettenschaltung mit 21 bis 30 Gängen stehen auf dem Plan um für jedes Terrain eine passende Übersetzung zu haben. Ein stabiler Alurahmen und ein funktionaler Gepäckträger gehören ebenso wie eine sicher-helle Nabendynamo-Lichtanlage dazu. Ein hochwertiger Sattel und ein verstellbarer Lenker mit ergonomischen Griffen machen bei Langstrecken und im Alltag mehr als Sinn. Ausgestattet mit schnellen, leicht profilierten Reifen mittlerer Breite und eingebautem Pannenschutz sind Trekkingräder die universellsten Räder überhaupt für Asphalt und unbefestigte Rad- oder Schotterwege.

  • Lastenräder

    Ein Familienradl, dass sehr robust, stabil und langlebig ist. Zum Teil haben die Radl fantasievolle Formen, verfügen in der Regel über ein getrenntes Bremssystem, eine extra Parkbremse, Kippstopper, reflektierende Reifen und Pedale und außerdem noch Sicherheitsgurte. Denn genau DAS bieten Lastenräder: Ein Maximum an Sicherheit.

  • Rennräder

    Rennräder sind perfekt für Sport- und Fitesstreibende, die vor allem eines möchten: Schnell unterwegs. Sie haben schmale Reifen, sind aerodynamisch optimiert und besonders leicht. Für unebene Strecken, auf Kies, Straßen mit Schlaglöchern etc. ist man mit einem Rennrad ziemlich aufgeschmissen. Rennräder sind etwas für Radlfahrer, die am liebsten Kilometer auf glattem Asphalt abreißen. Und vor allem das perfekte Trainingsgerät für Ausdauersportler, schließlich ist Rennradfahren auch bei intensiver Nutzung besonders gelenkschonend und vor allem auch kurzweilig, man kommt eben weit herum!

  • Unterwegs mit Kindern

    Ein Kinderradl muss von der Größe passen! Nicht zu klein, aber vor allem auch nicht zu groß nach dem Motto, „es wächst schon rein“. Ist das Rad zu groß kommt das Kind mit dem Handling nicht klar, fährt unsicher und ist im Verkehr und am Radweg eine Gefahr. Lassen sie sich im Fachhandel beraten und ihrem Kind das Radl probieren! Denken sie spätestens ab 20 Zoll Radgröße (ab ca 5 Jahre) auch an eine Sicherheitsausstattung mit gutem Licht – falls sie mal in die Dämmerung geraten. Da seit kurzen auch einige Batteriestecklichter zugelassen sind - achten sie hier auf ein entsprechendes Prüfzeichen – denken sie immer an volle Akkus! Bei der Sicherheit und Sichtbarkeit (Helligkeit) zu sparen ist der falsche Weg. Sind bei den Novizen anfangs 1- oder 3 Gang Nabenschaltungen die ideale Bestückung, ist später ab 5 bis 7 Jahre auch eine Kettenschaltung in Betracht zu ziehen. Mehr Gänge bedeuten vor allem beim Bergauffahren für die Kleinen eine erhebliche Erleichterung und sie verlieren den Fahrspaß nicht.

  • Kindersitz & Co

    • Hier ist weniger das richtige Radl wichtig als der richtige Helm für den Nachwuchs. Der muss gut und sicher sitzen. Wenn Sie mit Kindersitz unterwegs sind, sollten Sie immer darauf achten, dass die Füße des Kindes nicht in die Speichen geraten können, dass der Kindersitz eine Nackenstütze hat und dass das Fahrrad nicht so leicht kippt. Praktisch sind hier zweibeinige Fahrradständer. Wenn Sie den Kindersitz kaufen, sollten Sie unbedingt das Radl mitnehmen und sich gut beraten lassen. • Immer beliebter – weil super praktisch – sind Kinderanhänger. Das Kind sitzt geschützt wie in einem Überrollkäfig, ist angeschnallt und fällt bei einem Sturz nicht herunter. • Zudem bietet ein moderner Anhänger auch Stauraum für Essen, Kleidung oder die kurze Shoppingtour. Und er lässt sich meist schnell zum Kinderanhänger oder Babyjogger umbauen oder schnell an das Rad des Partners klemmen. Wichtig bei allem wenn sie mit Kindern unterwegs sind: Vorausschauendes, defensives Fahren! Bestehen sie niemals auf ihr Vorfahrtsrecht und geben sie an Ampeln und Kreuzungen auch bei „Grün“ besonders auf den Abbiegeverkeht acht! Auch hier sollte der Kinderhelm freilich nicht fehlen.

  • Fixies

    Die spartanischen Räder sind eher etwas für sportliche Menschen. Es gibt nur einen Gang, was bestimmte Streckenverhältnisse (Steigungen) sehr anstrengend macht. Rücktritt und Bremse sind nur manchmal vorhanden. Fixies sind auf das allernötigste reduzierte Life-Style-Räder, die fahrerisches Können voraussetzen, aber auch ziemlich cool sind.