13.03.2018 | Verkehr & Mobilität Top 10: Die kuriosesten Gründe für einen Stau

Jeder von uns steht mal weniger mal häufiger im Stau. Oft sind Berufsverkehr oder kleinere Unfälle die Ursache. Tatsächlich gab es aber bereits die kuriosesten Gründe für einen Stau. Wir haben euch zehn außergewöhnliche Fälle zusammengestellt.

Die kuriosesten Gründe für einen Stau

Wenn wir in einem Stau fest stecken, neigen wir meist dazu, die Verkehrsstockung unfähigen Autofahrern zuzuschreiben. Beliebte Überlegungen: Da hat mal wieder einer nicht gescheit auf die Fahrbahn geschaut und ist einem anderen hinten rein gerauscht oder irgendein blödes Überholmanöver ist missglückt. 

Doch nicht immer sind die Autofahrer selbst für den Stau verantwortlich. Die Gründe können manchmal richtig kurios sein. Ob Schwäne, Schweine, Sauerkraut oder leckende Schafe: "Bei manchen Sachen fragt man sich schon, wie die auf die Autobahn kommen", sagt Andreas Hölzel vom ADAC. Welche er meint? Hier sind ein paar Beispiele aus den letzten Jahren:

  • HUNGER 1:

    Spazierengehen auf der Fahrbahn fand eine Schafherde in Rheinland-Pfalz zu langweilig. Stattdessen trieb sie der Hunger auf die Landstraße bei Bernkastel. Die etwa 25 Schafe leckten dort das Streusalz von der Fahrbahn.

  • HUNGER 2:

    Essen auf der Fahrbahn bremste auf der A81 bei Heilbronn den Verkehr aus. Dort hatte ein Laster Champignons verloren. Am Frankfurter Kreuz auf der A3 häuften sich in einem anderen Fall Tonnen von Brausepulver. Beim Wegschaufeln der Lkw-Ladung regnete es immerhin nicht. Sauerkraut stoppte die Autofahrer auf der A5 bei Friedberg in Hessen. Ein Lkw hatte im Winter seine Ladung verloren, die auf der Fahrbahn festfror. Mit Streusalz lösten die Helfer das Kraut von der Straße - zum Glück waren da keine Schafe in der Nähe.

  • FREIHEIT:

    Die große Freiheit vermutete ein Ferkel bei Bruchsal in Baden-Württemberg auf der A5. Es türmte aus einem Tiertransporter. Auch eine trächtige Sau auf der A66 bei Hanau nutzte die Gunst der Stunde und hüpfte aus einem falsch verschlossenen Anhänger. Fliehen wollte auch eine Ziege am Autobahnkreuz Bremen. Sie entwischte den Polizisten ein ums andere Mal, versteckte sich unter Lastwagen und sprang über die Fahrbahnen. Ein Abschleppseil beendete das Rum-Gezicke. Regelmäßig muss die Polizei Vogelfamilien retten. Enten, Gänse oder Schwäne watscheln in der ganzen Republik immer wieder über die Autobahn. Der ADAC mahnt: Auf der Straße nie selbst Tiere einfangen.

  • LUFTIG:

    Oben ohne war das Motto auf der A45 bei Hagen. Hier fanden die Pannenhelfer ein Cabriodach auf dem rechten Fahrstreifen.

  • ANGST:

    Aus Furcht vor einer Spinne im Auto krachte in Ludwigshafen ein Autofahrer in eine Leitplanke. Das Tier hatte sich während der Fahrt vor den Augen des Mannes an einem Faden von der Autodecke herabgelassen. Die Spinne entkam.

  • NACKT:

    Ganz ohne hieß es dagegen auf der A57 bei Neuss. Dort musste die Polizei einen Nackten einfangen.

  • HÄUSLICH:

    Gemütlich einrichten wollte es sich vielleicht ein Fahrer auf der Autobahn 25 bei Hamburg. Der ADAC meldete hier 'Gefahr durch Gegenstände auf der Fahrbahn'. Dahinter verbargen sich nicht Dinge wie Stühle, Kochtöpfe oder ein Gummihammer - in diesem Falle lag ein Balkon auf der Autobahn. Wie massiv er war, blieb unklar.

  • MÜDE 1:

    Mehrere Lastwagenfahrer nutzten einen Stau auf der A5 bei Rastatt in Baden-Württemberg für ein Nickerchen und brockten anderen Fahrern einen noch längeren Stau ein. Zwar hätte der Verkehr zwei Stunden nach einem Unfall wieder rollen können, doch manche Lkw-Fahrer waren so tief eingenickt, dass die Polizei sie wachrütteln musste.

  • MÜDE 2:

    Schlapp war auch eine Taube im hessischen Schlitz. Sie machte auf der Bahnhofstraße eine Bruchlandung. Eine Frau erfrischte die Taube mit Trinkwasser. Der Vogel hob ab, der Stau löste sich auf.

  • Die Moral von der Geschicht:

    Sich über den Stau aufzuregen bringt es nicht. Aber mal im Ernst: Wenn Sie das nächste Mal feststecken, denken Sie einfach an die armen Typen, die gerade Schafe jagen oder LKW-Fahrer wecken müssen. Das hilft!