04.05.2020 | Verkehr & Mobilität Günstiges Autofahren: 5 Tipps für den Alltag

Das eigene Auto entpuppt sich in der Regel als ein echter Kostenfresser. Umso wichtiger ist es für jeden Halter, sich Gedanken über ein gutes Verhältnis von Preis und Leistung zu machen. Oft sind es schon kleine Anpassungen. Hier kommen fünf zentrale Tipps, mit denen ihr künftig deutlich günstiger unterwegs seid.

Tipp 1: Passende Modelle auswählen

Am größten ist der eigene Einfluss auf die Kosten dann, wenn dieser Wunsch schon beim Kauf berücksichtigt werden kann. Denn auch hinsichtlich der laufenden Kosten unterscheiden sich die verfügbaren Modelle stark. Der typische Kleinwagen ist leicht und zugleich weniger stark motorisiert. Dies führt zu einem niedrigen Durchschnittsverbrauch. Dank besserer ökologischer Werte fällt auch die Kfz-Steuer niedriger aus. Hinzu kommt eine günstige Versicherung, dank des moderaten Wertes der typischen Modelle.

Auch der Kauf eines Jahres- oder Gebrauchtwagens macht sich im Geldbeutel natürlich bemerkbar. Denn den größten Wertverlust erfahren Neuwagen direkt auf den ersten gefahrenen Kilometern. Umso lohnender ist es, das Fahrzeug erst dann zu erwerben, wenn diese schon zurückgelegt wurden. Die Folge davon ist ein deutlicher Preisnachlass, der das Verhältnis von Preis und Leistung klar verbessert.

Tipp 2: Günstige Kfz-Versicherung wählen

Klar, ohne eine Kfz-Versicherung kann es nicht auf die Straße gehen. Doch auch hier sind Einsparungen möglich. Oft muss dafür noch nicht einmal der Schutz reduziert werden. Allein der Vergleich unterschiedlicher Policen, wie sie aktuell am Markt verfügbar sind, ist eine gute Option. In vielen Fällen zeigt sich, wo ein besonders günstiger Start möglich ist.

Weiterhin zahlt es sich aus, die verschiedenen Parameter zu den eigenen Gunsten zu beeinflussen. Je mehr pro Jahr gefahren wird, je schlechter der Wagen beim Abstellen geschützt ist und je geringer der Eigenanteil im Versicherungsfall ausfällt, desto höher die monatliche Prämie. Wer beweisen kann, dass das Auto einen sicheren Garagenplatz hat, eher wenig bewegt wird und wer dann noch selbst ein paar hundert Euro zahlt, falls doch etwas passieren sollte, kann die jährlichen Kosten um bis zu 40 Prozent drücken.

Tipp 3: Spritsparend unterwegs

Obwohl die Verbraucher in Deutschland schon unter weit höheren Spritpreisen ächzen mussten, bleiben sie ein echter Kostenfaktor. Dabei hat es jeder in einem gewissen Umfang selbst in der Hand, wie hoch der Verbrauch des Wagens ist. Bei etwa 80% der auf deutschen Straßen angegebenen Höchstgeschwindigkeit sind die meisten Motoren maximal effizient. Zusätzlich ist es möglich, auf vorausschauendes Fahren zu setzen, um ein allzu häufiges Stoppen und erneutes Anfahren zu verhindern.

Auch beim Gewicht des Wagens lässt sich oft noch etwas machen. Dies gilt zum Beispiel für die schwere Wasserkiste, die nun schon wieder seit Wochen durch die Gegend kutschiert wird. Noch schlimmer ist der Skiträger auf dem Dach, der wieder bis in den April dort angebracht ist. Dieser bringt nicht nur zusätzliches Gewicht auf die Waage. Zudem verschlechtert sich dadurch die Aerodynamik, was den Verbrauch ebenfalls in die Höhe treibt.

Tipp 4: Mitfahrer zur Kostensenkung

Verteilen sich Verbrauch und Kosten auf mehrere Insassen, verbessert sich die ökologische und finanzielle Bilanz eines jeden Autos. Doch nicht jede Strecke des Alltags wird gemeinsam mit der Familie angetreten. Für den Weg zur Arbeit kann zum Beispiel eine Fahrgemeinschaft helfen, durch die sich die Kosten besser aufteilen. Besonders durch die Regelmäßigkeit der Fahrten kann dies langfristig einen großen Unterschied ausmachen. Zudem verbessert sich der Unterhaltungswert, sobald ein Mitfahrer mit an Bord ist.

Inzwischen gibt es verschiedene Apps, mit denen auch für einmalige Fahrten Mitfahrer organisiert werden können. Besonders bei mehrstündigen Fahrten und größeren Distanzen macht es sich bezahlt, diese vorher im Internet auszuschreiben. Auf diese Weise fließen schnell mal 30 Euro zusätzlich in die Kasse, die dem Budget auf jeden Fall gut tun können. Außerdem schließen sich vor allem junge und offene Menschen diesen Portalen an. So stehen die Chancen gut, einen sympathischen Mitfahrer oder eine Mitfahrerin aufnehmen zu können.

Tipp 5: Der Mietwagen als Alternative

Auch wer viel mit dem eigenen Auto unterwegs ist, nutzt dieses nur etwa 5 Prozent der Zeit. Diese Bilanz zeigt, dass die Anschaffung eines eigenen Fahrzeugs nicht unbedingt Pflicht ist. In großen deutschen Städten ist schon jetzt das Carsharing eine echte Alternative für die kurze Strecke. Für spontane Einkäufe stehen dafür kleine Stadtmobile zur Verfügung, die nach einmaliger Registrierung gefahren werden können.

Doch was ist, wenn ein Auto mehrere Tage infolge benötigt wird? Dafür gibt es für Euch noch die Option des Mietwagens. Das Leihen mag auf den Tag heruntergerechnet teurer sein, als ein eigenes Auto. Dafür fallen alle laufenden Kosten und Verpflichtungen weg, die ansonsten mit der Anschaffung verbunden sind. Gerade für Gelegenheitsfahrer, die trotzdem nicht ganz auf die Dienste eines Autos verzichten können, handelt es sich aus dem Grund um eine gute Option. In dieser Form ist das Auto auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten nicht aus der Mobilität wegzudenken.