08.10.2020 | Verkehr & Mobilität Höhere CO2-Bepreisung beschlossen: Heizöl und Sprit wird wieder teurer

Ab 2021 müssen Verbraucher mit höheren Heizöl- und Spritpreisen rechnen. Das sind die Hintergründe:

Foto: Patrick Pleul/ZB/dpa

Der Bundestag hat heute das Brennstoffemissionshandelsgesetz beschlossen. Das neue Gesetz soll zum 1. Januar 2021 in Kraft treten. Hinter dem Gesetz verbirgt sich eine höhere CO2-Bepreisung im Kampf für mehr Klimaschutz. Künftig werden pro ausgestoßener Tonne CO2 25 Euro fällig. Für den Endverbraucher hat das zum Beispiel Auswirkungen beim Sprit- oder Heizölpreis.

Mindestens sieben Cent pro Liter an Mehrkosten

Auf den Preis für Diesel und Benzin bedeutet das umgerechnet circa sieben Cent pro Liter an Mehrkosten, die für die Verbraucher fällig werden, so Alexander von Gersdorff vom Mineralölwirtschaftsverband. 

Auch Heizölkunden müssen tiefer in die Tasche greifen. "Der Heizölpreis liegt aktuell je nach Region zwischen 40 und 50 Cent pro Liter. Hier ist ein Anstieg von sieben Cent pro Liter schon beträchtlich, sagte von Gersdorff im ANTENNE BAYERN Interview. Die Preiserhöhung werde aber zumindest teilweise durch die aktuell niedrigen Ölpreise aufgefangen.

In den nächsten Jahren soll die CO2-Bepreisung stufenweise steigen. Im Jahr 2025 wären es dann schon 17 Cent pro Liter extra für Sprit und Heizöl. 

Lob von den Grünen - Kritik vom Mineralölwirtschaftsverband

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sprach von einem großen Erfolg der Grünen, es sei ein Fehler der Regierung korrigiert worden. Ursprünglich sahen die Pläne der Großen Koalition einen CO2-Preis von 10 Euro pro Tonne vor. 

Kritik kam vom Mineralölwirtschaftsverband, da klimafreundlichere synthetische Kraftstoffe, sogenannte E-Fuels nicht berücksichtigt werden. "In diesem Fall lohnen sich solche Kraftstoffe kostentechnisch für den Kunden nicht, solange auch diese mit einem CO2-Preis besteuert werden.