30.08.2019 | Verkehr & Mobilität Neue Kfz-Tarife? Für tausende Autofahrer in Bayern wird es teuer

Wo es häufig kracht, soll es teurer werden – und umgekehrt. Autofahrer sollten jetzt einen Blick auf die neuen Kfz-Beiträge werfen, denn die Tarife werden in einigen Regionen kräftig erhöht, während andere zukünftig billiger davonkommen. Unterm Strich ist von Unterschieden von mehreren hundert Euro die Rede.

Wenn es in einer Region besonders häufig zu Unfällen kommt, soll dort ab 2020 mehr gezahlt werden. Und anders herum genauso: Unfallfreie Orte sollen dürfen sich auf günstigere Beiträge freuen.

Für rund 4,2 Millionen Autofahrer wird es teurer

Einmal im Jahr erstellt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) eine Schadensbilanz der 413 Zulassungsbezirke in Deutschland und teilt diese in Regionalklassen ein. Dabei zählt: Je mehr Unfälle passiert sind, desto ungünstiger fällt die Regionalklasse aus. 

Das bedeutet höhere Beiträge für alle Autofahrer, die in dieser Region gemeldet sind. Auch, wenn man gar keinen Schaden gemeldet hat, rutscht man automatisch in eine höhere oder niedrigere Klasse. In ganz Deutschland wird es für rund 4,2 Millionen Autofahrer teurer, während sich rund 5,1 Millionen Halter über günstigere Tarife freuen dürfen. Der Rest bleibt ohne Veränderung. 

Wie sieht es in Bayern aus?

In Bayern sieht es für die rund 6,8 Millionen Autofahrern in den 97 Bezirken relativ gut aus. Fast eine Millionen Autofahrer in 14 Zulassungsbezirken rutschen in eine niedrige Regionalklasse. Unter anderem im Landkreis Regensburg, in Dachau, Garmisch-Partenkirchen und Traunstein. 

Für rund 500.000 Autofahrer in elf Zulassungsbezirken sieht es leider schlecht aus, sie werden ab nächstem Jahr höher eingestuft. Darunter sind unter anderem Kitzingen, Passau, Hof und Erding. Für die restlichen Halter wird es kaum Veränderung geben. Am besten kommen die Autofahrer in Kronach weg, am schlechtesten ist die Schadenbilanz in Ingolstadt. 

Eine genaue Übersicht findet ihr hier