09.11.2020 | Verkehr & Mobilität Verkehrsprojekte in Bayern: Wie sieht die Zukunft aus?

Du wohnst in Bayern und bist auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen? Dann sind dir die Schwierigkeiten und Hindernisse ja bekannt: Auf der einen Seite sollen die Verkehrsbetriebe kostendeckend arbeiten. Auf der anderen Seite sind lange Wartezeiten, Verspätung und eingestellte Strecken ein Ärgernis. Gibt's da nicht einen konstruktiven Plan für die Zukunft?

Foto: @ Manfred Steinbach – 7360639 / Adobe Stock Die Verkehrssituation in Bayern ist alles andere als zufriedenstellend. Fast nirgends in Deutschland verlieren die Menschen so viel Zeit durch Stau wie in der Region München.

Auf der einen Seite geht es hier in erster Linie darum, dass du schnell von A nach B kommst. Gerade zu den Hauptverkehrszeiten braucht es ausreichend Kapazitäten, um Pendler ins Büro und zurückzubringen. Wie wichtig solche Infrastrukturen sind, zeigt sich in den Großstädten München, Regensburg oder Augsburg. Viele Pendler verzichten inzwischen auf das eigene Auto – und setzen stattdessen auf die öffentlichen Verkehrsmittel.

Infrastruktur in Bayern heißt aber auch, dass Industrie und Gewerbetreibende die Voraussetzungen vorfinden, welche Gründung und Expansion möglich machen. Welche Projekte plant der Freistaat in Zukunft, um Infrastruktur und Verkehr noch weiter zu fördern? Gerade im Bereich des Ausbaus der Autobahnen und beim Schienenverkehr wird sich in den kommenden Jahren einiges in Bayern tun.

Verkehrssituation in Bayern: Riesige Zeitverluste durch Stau

Innenstädte in Bayern leiden zunehmend stärker unter der wachsenden Zahl an Verkehrsteilnehmern. Gerade in Bayern als Flächenland ist es für Dich – ausgenommen der Großstädte – schwierig, ohne eigenes Auto flexibel von A nach B zu kommen.

Wie sieht die Verkehrssituation aktuell aus? Die Landeshauptstadt München ist eine der deutschen Millionenstädte. Gleichzeitig sind:

  • Ingolstadt
  • Regensburg
  • Nürnberg
  • Augsburg

Großstädte mit hunderttausenden Einwohnern. Diese Ballungszentren sind nicht nur historisch für die Entwicklung des Freistaats von besonderer Bedeutung gewesen. Als Ballungszentren sind bayerische Großstädte Wirtschaftszentren – mit entsprechender starker Sogwirkung auf die Umgebung.

Für fast alle Städte hat sich über die Jahre ein sehr hohes Verkehrsaufkommen durch Pendler entwickelt – mit allen negativen Folgen. Staus und lange Anfahrtszeiten gehören für viele Berufspendler, zu denen Du vielleicht auch gehörst, in Bayern inzwischen dazu.

Was dies im Einzelfall bedeutet, lässt sich anhand von Untersuchungen und Studien nur erahnen. München ist nicht nur in Bezug auf die Mieten deutschlandweit Spitzenreiter. Auch beim Thema Stau führt die Stadt im Bereich der besonders staugefährdeten Städte. Rund 87 Stunden verbringen Münchener im Stau. Damit ist die Stadt deutlich an der Spitze.

Selbst Berlin und Frankfurt können hier nicht mithalten. Allerdings ist die Staugefährdung im internationalen Vergleich noch sehr viel größer. Eine Erkenntnis, die Betroffenen allerdings kein wirklich hilfreiches Trostpflaster sein dürfte.

Wie prekär die Situation in Bezug auf das allgemeine Verkehrsaufkommen in Bayern ist, zeigt der Blick auf die Stau- und Unfallmeldungen. Besonders in den Morgen- und Nachmittagsstunden bricht in den Ballungsräumen des Freistaats der Verkehr gefühlt zusammen. Im Autobahnring rund um die Landeshauptstadt sind rote Bereiche zu dieser Tageszeit eigentlich an der Tagesordnung.

Staus entstehen vor allem im Berufsverkehr

Dass gerade im Berufsverkehr die Stauentwicklung in Bayern antreibt, liegt eigentlich auf der Hand. So verlieren die Bewohner Münchens im Durchschnitt 87 Stunden pro Kopf jährlich durch Stau. Straßen sind immer auf eine gewisse Kapazität ausgelegt und haben eine Sättigungsgrenze. Erreicht der Verkehr diese, wird die Kapazität überschritten, der Verkehr kommt zum Erliegen und entstehen Staus. Einen weiteren Beitrag leistet das individuelle Fahrverhalten einzelner Verkehrsteilnehmer. In diesem Zusammenhang zeigt sich immer wieder, dass:

  • Tempowechsel
  • Unaufmerksamkeit
  • Spurwechsel

den Verkehrsfluss behindern, was sich wiederum die Kapazität einer Straße auswirkt. Damit entstehen Wartezeiten auf dem Weg ins Büro oder nach Hause, um die Du garantiert gern einen Bogen machen würdest. Das Problem: Im ÖPNV bist du manchmal nur bedingt schneller. Sobald sich die verschiedenen Verkehrsmittel eine Trasse teilen, ist der Zeitgewinn vernachlässigbar. Besonders betroffen sind davon Straßenbahn und Bus. Eine mögliche Lösung: Der ÖPNV bekommt eigene Trassen, die für andere Verkehrsteilnehmer konsequent gesperrt werden. Auf diese Weise schafft die Politik zudem Anreize, das Auto stehen zu lassen und in den Bus einzusteigen.

Große Straßenbauprojekte in Bayern: Viele Autobahnen sollen ausgebaut werden

Um den Verkehrskollaps abzuwenden und die Häufigkeit für Staus zu reduzieren, plant Bayern unzählige Verkehrsprojekte. Im Fokus steht dabei sehr schnell München als Landeshauptstadt mit ihren mehr als 1,4 Millionen Einwohnern. Aber auch in den anderen Regionen wird kräftig geplant. Beispiel B14 im Nürnberger Land.

In Hersbruck wird an einer Instandsetzung der Brücke über die Ostbahnstraße gearbeitet. Hierbei handelt es sich um ein mit drei Millionen Euro Volumen kleineres Projekt, um die Kapazität des Verkehrswegs dauerhaft sichern zu können. B14 wird an dieser Stelle von circa 13.000 Fahrzeugen täglich genutzt. Zuständig für die Maßnahme als Bauherr ist der Freistaat Bayern.

1. Autobahnausbau der A3 Biebelried und Fürth/Erlangen bis 2025

Bundesstraßen wie das Beispiel B14 haben vor allem regionalen Charakter für die anwohnende Bevölkerung bzw. die ortsansässigen Industrie- und Gewerbebetriebe – als Zubringer und Anschlussstelle ans Autobahn- und Schienennetz. Mit Autobahnen wie der:

  • A3
  • A7
  • A9
  • A73

verfügt Bayern über ein sehr gut ausgebautes Autobahnnetz. Letzteres sieht sich seit Jahren allerdings wachsenden Herausforderungen gegenüber. Als zentrale Verbindung zwischen dem Mittelmeerraum und Nordeuropa bzw. den Benelux-Ländern ist die Autobahn-Infrastruktur in Bayern sehr stark beansprucht.

Betroffen ist davon beispielsweise die A3 – als Achse zwischen Südeuropa und dem Benelux-Raum. Außerdem verbindet die Autobahn Bayern mit den Metropolen in Hessen sowie dem Rheingebiet. Insofern wird die A3 täglich von fast 100.000 Kraftfahrzeugen genutzt. In Bayern ist der Ausbau zweispuriger Streckenabschnitte eines der Straßenverkehrsprojekte, dass die Autobahndirektionen noch auf Jahre beschäftigt.

Beispiel A3 zwischen den Kreuzen Biebelried und Fürth/Erlangen: Hier ist ein Ausbau auf sechs Spuren (je drei Richtungsspuren) geplant. Was das Projekt in Bayern – im Vergleich mit anderen Verkehrsprojekten – so besonders macht, ist die Ausgestaltung als öffentlich-private Partnerschaft. Hierdurch soll eine neue Qualität in der Umsetzung und Nutzung der Infrastruktur erreicht werden. Planerisch ist das ÖPP Ausbau der A3 auf einen Zeitraum von 30 Jahren ausgelegt.

Für die Fertigstellung des Ausbauabschnitts Biebelried und Fürth/Erlangen ist ein Zeitrahmen bis Ende 2025 vorgesehen. Die Höhe der Gesamtkosten wird mit 2,8 Milliarden Euro veranschlagt. Damit wird der sechsstreifige Ausbau der A3 zu einem der teuersten Verkehrsprojekte der Bundesrepublik. Bleibt abzuwarten, ob der Ausbau wie geplant abgeschlossen werden kann – und in welcher Höhe die veranschlagten Kosten überschritten werden.

2. Planung 8-streifiger Ausbau A 99, Autobahnring München

München hat in den zurückliegenden Jahren einen erheblichen Zuwachs beim Verkehrsaufkommen erlebt. Besonders der Autobahnring ist stau- und unfallanfällig. Bereits seit Jahren laufen daher Planungen und Baumaßnahmen, dieses „Nadelöhr“ aufzulösen. Zuständig ist hierfür die Autobahndirektion Südbayern, welche auch die Autobahnen Richtung Österreich betreut. Hier laufen aktuell Ansätze, zu einem weiteren Ausbau der Verbindung. In bzw. um München liegt das Augenmerk dagegen auf dem 8-streifigen Ausbau des Autobahnrings.

Ein Planungsprojekt ist dabei der Ausbau zwischen dem Autobahnkreuz München-Nord und der Anschlussstelle Haar. Für München als Entlastung bzw. den internationalen Güterverkehr in Ost-West- und Nord-Süd-Richtung (von und nach Salzburg/Österreich) ist der Autobahnring an dieser Stelle von besonders großer Bedeutung.

Die Planer des Projekts rechnen in den kommenden Jahren mit einer deutlichen Zunahme der Verkehrsbelastung. Aktuell ist an Werktagen mit einem Verkehrsaufkommen von 140.000 Kraftfahrzeugen zu rechnen. Bis zum Jahr 2030 soll sich das Aufkommen auf mehr als 150.000 Fahrzeuge erhöhen. Bereits heute übersteigt das Verkehrsaufkommen in Spitzenzeiten wie den Ferien diesen Wert deutlich. Dann sind mitunter mehr als 160.000 Fahrzeug auf dem Autobahnring unterwegs.

Im Rahmen des geplanten Ausbaus auf acht Fahrstreifen wird vor allem nach innen gebaut. Hintergrund: Bereits bei Bau der A99 hielten es die Planer für möglich, dass der Streckenabschnitt in den Folgejahren erweitert werden muss. Daher wurde der Mittelstreifen überbreit angelegt. Entsprechend den aktuellen Planungsunterlagen soll sich der Ausbau des Abschnitts Autobahnkreuz München-Nord und der Anschlussstelle Haar auf diesen Bereich erstrecken.

Neben der Erweiterung der Autobahn wird es umfassende Baumaßnahmen im unmittelbar anschließenden Seitenbereich des Verkehrstrasse geben. Hintergrund: Durch die geplante Erweiterung haben Anwohner Anspruch auf eine Anpassung des Lärmschutzes nach der Emissionsschutzverordnung. Entsprechende Maßnahmen sollen einen lärmmindernden Belag der Fahrbahn sowie neue Lärmschutzanlagen einschließen. Zu den geplanten Kosten bzw. dem Vergabeverfahren liegen aktuell keine Informationen vor.

Nicht alles wird umgesetzt: Einige Verkehrsprojekte vom Tisch

Die Förderung der Infrastruktur und der Ausbau der Verkehrswege sind politische Prestigeprojekte, die sich amtierende Landesregierungen gern auf die Fahne schreiben. Dass Planungen und Beschlüsse nicht immer die gewünschte Halbwertszeit haben, erlebt München seit der Übernahme von Rot-Grün eine Streichung bei verschiedenen Verkehrsprojekten.

Hierzu gehört beispielsweise das Tunnelprojekt Landshuter Allee. Und auch die Verlegung des Verkehrs der Tegernseer Landstraße ist inzwischen vom Tisch. Einige der Projekte standen bereits in der Planungsphase in der Kritik – weil sie schlicht als zu teuer angesehen wurden. Gerade das Verkehrsprojekt Landshuter Allee bringt inzwischen allerdings Anwohner auf die Straße. Diese hatten sich erhofft, dass durch die Untertunnelung eine Reduzierung der Emissionen das Stadtklima verbessert.

Durch das Aus rückt dies in weiter Ferne – obwohl im Bereich die vorgeschriebenen Grenzwerte immer wieder deutlich überschritten werden. Hier könnte es für München in Zukunft noch ungemütlich werden, wenn die Anwohner den Verantwortlichen weiter auf die Füße treten. Somit warten hier einige heiße Eisen für Politik und Anwohner.

Große Schienenbauprojekte in Bayern: Fährt bald der TEE wieder?

Geht es um den Ausbau der Infrastruktur, denkst Du vielleicht zuerst an den Straßenverkehr. In Bayern kommst Du aber auch mit dem Zug von A nach B. Gerade im Hinblick auf das Thema Berufspendler und den Klimaschutz gilt der Schienenverkehr als wesentliches Instrument. Wie sieht die Situation hinsichtlich des Ausbaus der Verkehrswege in diesem Bereich aus?

1. TEE 2.0 – in wenigen Stunden durch Europa

Ein innereuropäisches Verkehrsprojekt, welches auch Bayern in seine Planungen einschließen soll, bringt Dich in Zukunft noch schneller durch die EU. Das Grundkonzept dazu ist allerdings keine neue Erfindung. Eigentlich haben die Planer eine angestaubte Idee aus der Schublade geholt. Die Rede ist vom Trans-Europ-Express – kurz TEE.

Dahinter steckt eine Verkehrsprojekt für die Schiene aus den 1950er Jahren. Gestartet im Jahr 1957, verband der TEE unter anderem die Schweiz und Österreich mit EWG-Staaten. Die Züge verkehrten bis in die 1980er Jahre und waren eine Besonderheit. Innerhalb weniger Stunden gelangten Reisende durch Europa – ohne für Passkontrollen aussteigen zu müssen, da eigens ein Zollbüro eingerichtet war.

Mittlerweile treibt der deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer dessen Wiederauflage voran. Mit dem TEE 2.0 soll ein Megaprojekt aufgelegt werden, welches die EU noch enger zusammenrücken lässt. Gleichzeitig soll sich durch die bessere internationale Verbindung der Klimaschutz verbessern lassen. Ob dieses Projekt in der Praxis tatsächlich zustande kommt, bleibt allerdings abzuwarten.

Hierzu müssen verschiedene Ausbau-Großprojekte zuerst fertiggestellt werden. Um den TEE nicht an einem schleppenden Ausbau des innereuropäischen Schienennetzes scheitern zu lassen, soll das Projekt zuerst in einer Ausbaustufe starten, welche bestehende Schienennetze einschließt und sich auf Metropolen wie Berlin oder Rom stützt. In der zweiten Ausbaustufe sollen dann auch andere Städte – und dazu könnt München gehören – dazukommen. Voraussetzung: Die hierfür nötigen Infrastrukturverbesserungen gelingen.

2. Der Brenner-Basistunnel – ein Nadelöhr?

Du fragst Dich, was der Brenner-Basistunnel mit Bayern zu tun hat? Auf den ersten Blick ist die Skepsis berechtigt. Verantwortlich für das Verkehrsprojekt sind Österreich und Italien. Beide wollen mit dem Tunnel ein Ziel erreichen: Der Verkehr in den Alpen wird entlastet. In den letzten Jahren hat das Aufkommen – wie auch in Deutschland – massiv zugenommen.

Geplant ist dessen Fertigstellung erst für 2028. Wenn es soweit ist, wird der Basistunnel allerdings eines der beeindruckenden Verkehrsprojekte sein. Mit seinen insgesamt geplant mehr als 60 Kilometern würde der Brenner-Basistunnel zur längsten unterirdischen Eisenbahnstrecke der Welt. Erste Planungen und Studien zu dem Projekt wurden bereits 1989 vorgenommen. Die eigentlichen Arbeiten begannen allerdings erst 2006.

Wo kommt Bayern ins Spiel? Der Freistaat ist eine der Zulaufregionen für den geplanten Mega-Tunnel unter den Alpen. Als Nordzulauf bezeichnet, reicht der wichtige Abschnitt auch auf deutsches Gebiet – genauer die Strecke zwischen der Grenze Österreichs und München. Genau hier liegt aktuell eines der Probleme und großen Schienenverkehrsprojekte.

Aktuell sind die Schwierigkeiten:

  • die fehlende Modernität der Strecke
  • die fehlende Mehrgleisigkeit (es stehen nur zwei Gleise zur Verfügung.

Beide Aspekte machen den Abschnitt zwischen der Grenze zu Österreich und München zum eigentlichen Nadelöhr für den neuen Tunnel.

Diese Schwierigkeiten sind den Verantwortlichen in Deutschland bewusst. Das Problem: Bisher gibt es nur Planungen, welche die Fertigstellung des Nordzulaufs nach dem Brenner-Basistunnel vorsehen. Medienberichte sprechen davon, dass dieser Zeitpunkt 2040 kommen wird – also deutlich später als der eigentliche Tunnel.

Die Planer sehen vor, dass zuerst die zweigleisige Zugverbindung mit einem neuen Kontrollsystem ausgestattet wird. Das European Train Control System wollen die Planer bis 2030 verbaut haben. Erst im Anschluss soll eine zweite Ausbaustufe folgen. Diese erhöht die Anzahl der Gleise. Geplant ist ein zusätzlicher zweigleisiger Abschnitt im Bereich Schaftenau in Österreich und Grafing in Bayern. Dieses Segment soll 2038 betriebsbereit sein. Als Grund für die Verzögerung geben die Planer an, dass:

  • Bürgerinitiativen und
  • Umweltverbände

in der Planung eine Rolle spielen. Diese können den geplanten Trassenführungen immer noch sehr viele Steine in den Weg legen.

3. Schienenausbau in Nordostbayern

Neben Südbayern, dass im Rahmen des Brenner-Basistunnels einen Ausbau der Schieneninfrastruktur erleben wird, sind Ausbaustufen auch in Nordostbayern geplant. Hier sehen Planungen der Deutschen Bahn unter anderem eine Elektrifizierung der Streckenabschnitte Hof und Regensburg, als auch Nürnberg und Schirnding vor.

Damit will die Bahn einen klimafreundlichen und wirtschaftlichen Betrieb der Strecken erreichen. Zusätzlich bietet sich als weiterer Vorteil, dass auf den Strecken Elektrozüge zum Einsatz kommen können, was den Betrieb der Strecken noch einmal deutlich effizienter macht. Hintergrund: Um aktuell die genannten Streckenabschnitte befahren zu können, sind für Züge aus anderen Regionen immer wieder Zugwechsel erforderlich. Mit dem Ausbau der Strecken durch die Deutsche Bahn würde dieses zusätzliche Hindernis entfallen.

Zusätzlich stehen auf der Ausbauliste mit hoher Priorität weitere Bahnstrecken ganz oben. Hierzu gehören:

  • 1. Hof – Marktredwitz
  • 2. Regensburg – Obertraubling.
Foto: @ Harald Biebel – 42132911 / Adobe Stock Auch auf der Schiene soll in Bayern viel passieren. Es bleibt abzuwarten, welche Projekte am Ende fristgerecht umgesetzt werden können und wo es am Ende noch hakt.

Fazit: Bayern steht beim Verkehrsausbau vor Megaprojekten

Beim Stichwort Mega-Bauprojekt fallen dir die Elbphilharmonie oder der Berliner Flughafen BER ein? Auch in Bayern wird es in Zukunft das eine oder andere Bauprojekt geben, welches Anwohner und Projektverantwortliche über einen längeren Zeitraum hinweg in Atem hält. Allein mit dem Ausbau der A3 ist in Bayern eines der bundesweit größten Ausbauprojekte im Straßenbau gestartet. Und mit dem Nordzulauf für den neuen Brenner-Basistunnel gibt es eine weitere „Baustelle“, welche Millionen Euro verschlingen wird. Die Zielsetzung hinter den Projekten ist teils eine klimafreundlichere Nutzung. Auf der anderen Seite stehen auch wirtschaftliche Interessen hinter den Maßnahmen. Ob Bayern die einzelnen Projekte wie geplant fertigstellen kann, bleibt abzuwarten und dürfte zudem auch vom Ausgang einiger Auseinandersetzung verschiedener Interessengruppen abhängen.