17.04.2019 | Verkehr & Mobilität Vorsicht bei E-Scootern: Darauf müsst ihr beim Kauf der Elektro-Tretroller achten

Elektro-Tretroller sind schon jetzt eines der angesagtesten Trendgefährte. Verbraucher, die aktuell E-Scooter noch vor der Zulassung für den Straßenverkehr kaufen, könnten am Ende aber mit leeren Händen dastehen. Denn viele Modelle erfüllen die Anforderungen nicht.

Foto: Christian Charisius/dpa

Voraussichtlich Mitte 2019 tritt in Deutschland die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) in Kraft. Fans von coolen E-Tretrollern sehnen sich die Zeit schon herbei, wenn sie damit durch die Straßen flitzen dürfen. Der derzeitige Entwurf sieht vor, dass die E-Scooter im deutschen Straßenverkehr erlaubt werden, wenn sie mit einer klebbaren Versicherungsplakette versehen sind.

Legales Fahren: Diese Kriterien müssen Elektro-Tretroller erfüllen

Die Voraussetzungen dafür sind, dass die E-Tretroller eine Allgemeine Betriebszulassung (ABE) oder Einzelzulassung und eine Versicherung haben. Diese Bedingungen können allerdings nicht von allen E-Scootern erfüllt werden. Viele Verbraucher gehen fälschlicherweise davon aus, dass alle E-Tretroller demnächst legal gefahren werden dürfen.

E-Tretroller, die die Anforderungen der ABE nicht erfüllen, können auch nach Inkrafttreten der neuen Regeln nicht legal im öffentlichen Raum gefahren werden, warnen Verkehrsrechtler. Fraglich sei auch, ob diese Geräte von den Herstellern entsprechend nachgerüstet werden, heißt es vom Electric Empire - dem Bundesverband Elektrokleinstfahrzeuge e.V. (eKFV).

Tretroller-Schnäppchen kritisch prüfen

Aktuell werben viele Handelsunternehmen mit großen Aktionen für E-Tretroller zu stark reduzierten Preisen. Der eKFV warnt allerdings vor diesen verlockenden Rabatt-Aktionen: „Fast alle Geräte erfüllen die Anforderungen nicht.“

Scooter dürfen nicht zu schnell sein

„300 bis 500 Euro sind für viele Menschen eine Menge Geld“, sagt Kurt Sigl, der Präsident vom Bundesverband eMobilität. Aber anstatt im Alltag mobiler zu werden, haben die Käufer am Ende nur Elektroschrott. Käufer sollten beim Kauf deshalb darauf achten, dass das gewünschte Fahrzeug ein ABE-Kennzeichen hat. Alle sonstigen Geräte, die schneller als 20 km/h fahren, werden keine nachträgliche ABE erhalten. Geräte, die keine ausreichende Lichttechnik verbaut haben, fallen ebenfalls durchs Raster.

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