17.01.2020 | Verkehr & Mobilität Zum besseren Schutz für Radfahrer: Neue Regeln für Autofahrer und Lkw

Der Straßenverkehr soll sicherer für Fahrradfahrer werden. Der Bundestag hat dazu jetzt neuen Regeln für Autofahrer und Lkw-Fahrer zugestimmt, fordert aber noch Nachbesserungen. Darauf müsst ihr künftig achten!

Foto: Silas Stein/dpa

Autofahrer und Lkw-Fahrer werden im Straßenverkehr mehr in die Pflicht genommen, wenn es um die Sicherheit für Radfahrer geht. Der Bundestag hat nun einer Reform für ein fahrradgerechteres Straßenverkehrsrecht zugestimmt. Dafür wurden Maßnahmen beschlossen, die auch für mehr Sicherheit sorgen sollen.

Vorgesehen ist, dass Autofahrer gegenüber Radlern künftig einen Mindestüberholabstand von eineinhalb Metern innerorts und zwei Metern außerorts einhalten müssen. Dazu werden Lastwagen verpflichtet, beim Rechtsabbiegen Schrittgeschwindigkeit zu fahren.

Darüber hinaus fordern die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD aber noch zusätzliche Maßnahmen für einen sichereren Radverkehr in Deutschland. In dem am Freitag (17.01.) angenommenen Antrag wird die Bundesregierung zu Nachbesserungen aufgefordert.

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Ebenfalls zugestimmt wurde, dass die Bundesregierung das Ziel „Vision Zero“ als Leitgedanken in die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) aufnimmt. Das heißt, mittelfristig soll die Anzahl der Verkehrstoten auf null gesenkt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müsse der Straßenverkehr für ungeschützte Verkehrsteilnehmer sicherer werden. 

Nach dem Willen der Fraktionen soll unter anderem auch getestet werden, wie der Verkehr aussehen würde, wenn innerorts generell nur noch Tempo 30 erlaubt wäre und Tempo 50 auf Hauptverkehrsstraßen eigens angeordnet werden müsste. Man müsse offen für Neues sein, sagte der CSU-Verkehrspolitiker Ulrich Lange.

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