11.03.2019 | Wetter „Eberhard“ in Bayern: So wird das Wetter bei euch nach dem starken Sturm

Tief „Eberhard“ ist mit mehr als 120 km/h über Bayern gefegt. Wie die Sturmbilanz ausfällt und wie es die nächsten Tage in eurer Region weitergeht, haben wir für euch zusammengefasst.

Foto: dpa

Tief „Eberhard“ ist mit mehr als 120km/h über Bayern gefegt. Insgesamt musste die Feuerwehr im Freistaat über 1.000 Mal ausrücken. Meistens wegen umgestürzter Bäume. Niemand wurde ernsthaft verletzt.

Wie es mit Sturm „Eberhard“ weiter geht

Nach dem stürmischen Wochenende kommt zum Wochenstart der Schnee. Auch in niedrigen Lagen fällt Schnee, im Allgäuer Hochgebirge rechnet der Deutsche Wetterdienst mit bis zu 20 cm Neuschnee. Dazu werden Sturmböen zwischen 60 und 70 Kilometer pro Stunde erwartet. In den Alpen soll es zu orkanartigen Böen mit bis zu 110 km/h kommen.

In der Nacht zu Dienstag soll der Sturm deutlich schwächer werden. In der Oberpfalz, Unterfranken und im Raum München weht er dann vergleichsweise noch am stärksten. Dazu wird es einen Wechsel aus Sonne und Wolken geben, mit maximal 6 Grad. 

Am Mittwoch wird es dann regnerisch und trüb, bei unter 10 Grad. Im Bergland werden Schneeschauer und vereinzelt kurze Gewitter erwartet.

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Sturm-Bilanz

Die meisten Feuerwehreinsätze gab es in Oberbayern. Rund 600 Mal mussten die Einsatzkräfte meist wegen umgestürzter Bäume ausrücken. Teilweise sind Strom- und Telefonleitungen ausgefallen. In der Gemeinde Raubling wurde laut Polizei ein Pferd von einem umgestürzten Baum erschlagen. Die Münchner S-Bahn war am Sonntagabend durch Bäume im Gleis und in den Oberleitungen zeitweise gesperrt. 

Auch in Mittelfranken hatte die Feuerwehr einiges zu tun. Wegen des Sturms kam es zu rund 350 Einsätzen, davon alleine 150 im Stadtgebiet Nürnberg. Auf einer Staatsstraße im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim schleuderte eine Windböe einen Autoanhänger in den Gegenverkehr und traf ein anderes Auto, das nicht mehr ausweichen konnte. Der Autofahrer landete im Graben, blieb aber unverletzt. Und in Fürth musste das Zweitligaspiel zwischen der SpVgg Greuther Fürth und Dynamo Dresden wegen heftigen Sturmböen abgesagt werden.

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In der Oberpfalz und Niederbayern wurde die Feuerwehr zu rund 400 Einsätzen gerufen. Es kam zu einigen Verkehrsunfällen durch umgestürzte Bäume, Stromausfällen und eingeschränktem Bahnverkehr. In der Oberpfalz kam ein Auto auf glatter Fahrbahn in Richtung Fuchsmühl ins Schleudern und prallte im Gegenverkehr mit einem anderen Wagen zusammen. Beide Fahrer kamen leicht verletzt ins Krankenhaus.

Im schwäbischen Augsburg stürzte mitten am Königsplatz ein Baum auf die Oberleitung der Straßenbahn. Es dauerte mehrere Stunden bis die Feuerwehr den Baum entfernen konnte und die Straßenbahnen wieder planmäßig fahren konnten.

In Unterfranken war der Zugverkehr zwischen Hanau und Kahl, sowie zwischen Würzburg und Aschaffenburg wegen umgestürzter Bäume zeitweise unterbrochen.

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